Endspurt für das TaBuLa-Projekt in Lauenburg
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Testphase für hochautomatisierten Shuttle geht in die vorerst letzte Runde
Voraussichtlich ab Ende März kann der Betrieb auf der erweiterten Strecke aufgenommen werden.(firmenpresse) - Wer in den nächsten Wochen in Lauenburg von der Alt- in die Oberstadt fahren will, hat voraussichtlich ab Ende März die Möglichkeit, dafür ein außergewöhnliches Angebot des öffentlichen Nahverkehrs zu nutzen. Denn der hochautomatisierte TaBuLa-Shuttle bestreitet dann die nächste Runde seiner Testphase, bei der er auf einer erweiterten Strecke mit Fahrgästen verkehrt. Um die Sicherheit zu gewährleisten, hat TÜV NORD das Fahrzeug auf der Strecke geprüft.
Die neue Strecke des Tests bringt einige Herausforderungen für den TaBuLa-Shuttle mit sich. Der Kleinbus muss unterschiedliche Straßen von Fußgängerzone bis Bundesstraße befahren, über Oberflächen von Kopfsteinpflaster bis Asphalt rollen sowie mit Steigungen und Gefälle bis zu 16 Prozent zurechtkommen. „Die Strecke von insgesamt 2,5 Kilometern umfasst sehr enge Straßen und Gassen, auf die der Shuttle genau eingestellt sein muss. Außerdem ist es notwendig, dass er mit Lichtzeichenanlagen und Straßenpollern interagieren kann“, erklärt Klaus W. Baumeister. Er ist am Institut für Fahrzeugtechnik und Mobilität (IFM) des TÜV NORD für die sicherheitsrelevante Begutachtung des Projektes zuständig und hat diese Testphase freigegeben, sodass voraussichtlich ab Ende März der Betrieb auf der erweiterten Strecke aufgenommen werden kann.
Dazu wurde bei einer Realfahrt die Verkehrskompetenz des Fahrzeugs im automatisierten Fahrbetrieb getestet. Das soll sicherstellen, dass keine Gefährdung für andere Verkehrsteilnehmer durch das automatisierte Fahrzeug ausgeht und es alle üblichen Situationen im Straßenverkehr eigenständig und sicher bewältigen kann. „Gleichzeitig erfolgt damit eine Überprüfung der einzelnen automatisierten Fahrfunktionen und deren Zusammenwirken im realen Betrieb“, so Baumeister. Mit dem Ergebnis ist der Experte des TÜV NORD zufrieden: „Mit der Strecke 3 in Lauenburg steht dem Betreiber jetzt eine sehr vielseitige und anspruchsvolle Route zur Verfügung, um die Ziele des Projekts weiter zu erforschen. Außerdem wird den Bürgern und Besuchern von Lauenburg mit dieser Strecke erstmals die Möglichkeit gegeben, den Shuttle als erweitertes Angebot des ÖPNV zu nutzen, indem es die Lauenburger Ober- mit der Altstadt verbindet - also ein echter Mehrwert gegenüber den beiden bisherigen Rundkursen.“
Begonnen hatte das Projekt mit einer Planungsphase Anfang 2018 mit dem Ziel, die Einsatzsatzmöglichkeiten eines autonom verkehrenden Busses für den ÖPNV und die Akzeptanz eines solchen Angebots bei der Bevölkerung zu evaluieren. Getragen wird das Projekt vom Kreis Herzogtum Lauenburg und der technischen Universität Hamburg (TUHH). Seit Spätsommer 2019 war der elektrisch betriebene Kleinbus bereits in unterschiedlichen Testphasen auf kleineren Teststrecken zunächst ohne, dann mit Fahrgästen in Lauenburg unterwegs. Im Juni dieses Jahres läuft das Projekt vorerst aus. Der Kreistag hat jedoch beschlossen, das Projekt darüber hinaus weiterführen zu wollen, sofern der Bund die Förderung in Höhe von 50 Prozent der Kosten fortsetzt. Das Folgeprojekt soll unter dem Namen TaBuLa-LOG (Logistik) nicht nur den Transport von Personen, sondern in Leerzeiten auch von Waren umfassen.Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
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Datum: 16.03.2020 - 13:11 Uhr
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Freigabedatum: 12.03.2020
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