Die Zukunft der Online-Medien
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These drei besagt, dass die Produktionskosten von Medien nicht mehr die entscheidende Hürde sind, da die Produzenten bei Online-Medien weder Druck- noch Vertriebskosten ins Kalkül ziehen müssen. Das Monopol der alteingesessenen Medien, das oft mit Arroganz vermischt war, schwindet. Denn formale Qualifikation oder Talent ist "unendlich", so Wegner. Nicht nur Redakteure von FAZ oder Zeit können recherchieren und schreiben. Andere können dies auch und finden im World Wide Web ihre Nische. Doch die Menge an Aufmerksamkeit ist endlich, meint der Chefredakteur von Focus-Online. Nicht jede Meldung, die durchs Netz gejagt wird, findet ihre Leser. Auch hier muss der Autor genau bedenken, was der Leser von ihm erwartet.
Das Internet lässt keine passiven Zielgruppen mehr zu. Wer mit der FAZ unzufrieden ist - und davon gibt es eine Menge - muss einen so genannten "Brief an die Herausgeber" schreiben. Ohne wichtigen Namen oder Doktortitel ist es gar nicht so einfach, auf die erlauchte Seite zu gelangen. Medien im Internet können nur erfolgreich sein, schreibt Wegner, wenn sie von der veralteten Idee einer passiven Zielgruppe Abschied nehmen: "Medien sind Konversation". Und die beiden letzten Thesen Wegners lassen sich in dem Satz zusammenfassen, dass guter Journalismus auch in Zukunft gefragt sein wird. Auch Online-Formate könnten nur dann Leser binden, wenn sie auf die Tugenden des klassischen Journalismus zurückgreifen: "Glaubwürdige, hochwertige, exklusive Inhalte". Die Winterausgabe der Bonner Zeitschrift NeueNachricht http://www.ne-na.de geht den Fragen, die Wegner anschneidet, ausführlicher nach und stellt die Frage, ob die Menschen vor einer neuer Kommunikationsrevolte stehen.
Das Magazin NeueNachricht erscheint vierteljährlich. Das Einzelheft kostet 8,20 Euro. Bestellungen per Fax unter: 0228 - 620 44 75 oder E-Mail: baerbel.goddon@sohn.de. Redaktionen erhalten Besprechungsexemplare kostenlos.
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