Friedhofsgesellschaft veröffentlicht Leitfaden für Beerdigungen ohne Angehörige
In Zeiten von Corona können Hinterbliebene bei der Bestattung nicht anwesend sein. Die Deutsche Friedhofsgesellschaft hat nun für Trauernde einen Leitfaden veröffentlicht.
Buch zum Gedenken an Verstorbene auf dem Friedhof(firmenpresse) - Bundesweit finden aufgrund der gesetzlichen Beschränkung sozialer Kontakte derzeit viele sogenannte stille Beisetzungen statt. Das heißt, Freunde und Familie können bei der Bestattung nicht anwesend sein. Dies stellt eine erhebliche Belastung für Angehörige dar. Die Deutsche Friedhofsgesellschaft hat dazu nun einen Leitfaden für Trauernde veröffentlicht.
„Auch in der Trauer müssen Menschen derzeit neue Wege finden“, sagt Karl-Heinz Könsgen, Geschäftsführer der Deutschen Friedhofsgesellschaft. In normalen Zeiten sei die Beerdigung das zentrale Ereignis, um mit der Trauer beginnen zu können. Könsgen: „Für Familien und Freunde stellt sich nun allerdings die Frage, wie sie den Verlust überhaupt verarbeiten können, wenn die Bestattung eines geliebten Menschen sogar ohne den engsten Familienkreis stattfindet.“
In dem auf der Unternehmenswebseite veröffentlichten Leitfaden zeigt die Deutsche Friedhofsgesellschaft aktuell ganz unterschiedliche Möglichkeiten auf. Sie reichen von der Struktur der Tage vor bis nach der Bestattung. So wird beispielsweise geraten, dass Angehörige mit der Friedhofsverwaltung eine termingebundene Beisetzung vereinbaren. Hier werden Tag und Uhrzeit im Vorhinein genau festgelegt. Hinterbliebene können sich auf den Tag gut vorbereiten und zum Zeitpunkt der Bestattung zu Hause inne halten. Zudem wird darauf hingewiesen, dass Personen unter Einhaltung der gesetzlichen Kontaktsperre den Friedhof und das Grab normalerweise auch aufsuchen dürfen. Ein Besuch nach der Beisetzung ist also nicht ausgeschlossen.
„Persönliche Erinnerungen schaffen könnte für die Trauernden zudem eine sehr große Hilfe sein“; so Könsgen. Durch die veränderten Lebenssituationen besteht nach Auffassung von Könsgen in vielen Haushalten mehr Zeit: „Wenn man diese Zeit nutzt um zum Beispiel aus alten Bildern und Erinnerungen ein Video oder ein Fotoalbum zu erstellen, dann kann dies für die Trauerarbeit sehr hilfreich sein.“ Aber auch ein Trauertagebuch könne helfen, sich besser mit dem Tod der verstorbenen Person auseinanderzusetzen.
Bei Chatgruppen rät die Deutsche Friedhofsgesellschaft im Trauerfall übrigens zu deutlicher Zurückhaltung. Zu groß sei die Gefahr für Missverständnisse.
Der Leitfaden für Angehörige ist im Ratgeber unter www.deutschefriedhofsgesellschaft.de aufrufbar.Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
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Die Deutsche Friedhofsgesellschaft ist ein Familienunternehmen, das in Deutschland derzeit 15 Friedhöfe betreibt. Sie bietet unterschiedlichste Formen der Urnenbeisetzung an. Sie reichen von der Beisetzung am Familienbaum über die anonyme, pflegefreie Rasenbestattung bis hin zur Bestattung an einem Rosenstock, in Weinbergen oder im Kolumbarium. Zur Deutschen Friedhofsgesellschaft gehört auch das Rhein-Taunus-Krematorium. Ein bundesweites Netzwerk mit über 2.500 Partnerbestattern und mehreren Partnerkrematorien ergänzt das Angebot.
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Datum: 28.03.2020 - 22:48 Uhr
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