Deutschen Bahn AG legt Jahresbilanz 2009 vor
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Deutschen Bahn AG legt Jahresbilanz 2009 vor
VCD: Infrastruktur verbessern/Fahrpreise nicht erhöhen
Michael Gehrmann, VCD-Bundesvorsitzender: *Trotz krisenbedingten Rückgangs im Güterverkehr und der hausgemachten Probleme im Schienenpersonenfernverkehr schreibt die DB AG schwarze Zahlen. Allerdings zieht sie dafür Millionengewinne aus den staatlich finanzierten Bereichen Nahverkehr und Schienennetz. Angesichts der großen Qualitätsmängel im Schienennetz und auch daraus resultierender Zugausfälle und Wartezeiten ist das ein Skandal. Die Infrastruktur wird durch Steuergelder subventioniert. Wirft die Infrastrukturgesellschaft DB Netz Gewinne ab, dürfen diese nicht in den Mutterkonzern fließen und für überteuerte Prestigeprojekte á la Stuttgart 21 und die mögliche Übernahme von Konkurrenten wie Arriva eingesetzt werden. Die Einnahmen aus Trassen- und Stationsentgelten müssen stattdessen in die hiesige Bahninfrastruktur investiert werden und das Angebot für alle Kunden verbessern." Im Koalitionsvertrag habe sich die schwarz-gelbe Regierung vorgenommen, die Abführung der Gewinne der DB Netz an den Mutterkonzern zu unterbinden. Hier müssten schnellstmöglich Taten folgen.
Die Fahrgäste hätten seit vielen Monaten mit massiven Einschränkungen im Fernverkehr zu leben, da noch immer ICEs wegen technischer Probleme in die Werkstatt müssten. Züge führen statt im Stundentakt nur alle zwei Stunden, seien nur halb so lang wie angekündigt oder fielen ganz aus. ICEs würden oft durch ICs beziehungsweise Interregiowagen ersetzt, obwohl Fahrkarten für den höherwertigeren Zug verkauft worden seien. Auch im Nahverkehr und speziell bei der Berliner S-Bahn müssten Fahrgäste noch immer mit erheblichen Einschränkungen des Angebots leben.
Gehrmann: *Die Fahrgäste bekommen seit einem Jahr nicht die Qualität, für die sie bezahlen. Trotzdem hat die DB die Fahrpreise zum Fahrplanwechsel im Dezember 2009 erneut erhöht. Im Winter ist es zu weiteren Zugausfällen gekommen. Winter ist jedoch keine Naturkatastrophe, sondern ein jährlich wiederkehrendes Ereignis, auf das die DB ausreichend vorbereitet sein muss. Wir fordern von der DB AG, 2010 auf Fahrpreiserhöhungen zu verzichten - das ist das Mindeste, was die Fahrgäste jetzt erwarten. Wer trotz mangelnder Qualität stetig die Preise anzieht, vergrault selbst Stammkunden und schadet dem umweltfreundlichen Verkehrsmittel Bahn langfristig."
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Datum: 25.03.2010 - 17:47 Uhr
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