BVMW-Wirtschaftssenator Müller: Mass halten im öffentlichen Dienst
ID: 18377
Bei der hohen Staatsverschuldung und der schwerfälligen staatlichen Bürokratie sollte in den nächsten fünf Jahren nur ein Thema vorherrschen: Neue Unternehmen gründen, die Arbeitsproduktivität erhöhen und die Massenarbeitslosigkeit beseitigen. "Nichts anderes darf auf der Agenda von Gewerkschaften, Verbänden, Unternehmen und der Politik stehen", fordert Müller. Das ganze Land leidet an einer pathologischen Bürokratisierung, der Blick sei derart auf den Staatssektor fixiert, als fände die Wertschöpfung im öffentlichen Dienst und nicht etwa in wirtschaftlich arbeitenden Unternehmen statt. "Langsam gewinnt man den Eindruck, dass hierzulande die Wirtschaft für den öffentlichen Dienst da zu sein hat und nicht, andersherum, Behörden Dienstleistungen erbringen und dabei ein Umfeld schaffen müssen, das wirtschaftliches Wachstum fördert. Der grösste Sanierungsfall ist nicht etwa die Wirtschaft, sondern der öffentliche Dienst", so Müller. Das Hauptproblem liege an der mangelnden Leistungsfähigkeit des Staates. "Bei der Arbeitszeitdebatte sollten Verdi und der Beamtenbund die Finanzprobleme des öffentlichen Dienstes nicht ausklammern. Mittlerweile schieben die Gebietskörperschaften Pensionsversprechen vor sich her, die sich auf einen Barwert von 600 bis 700 Milliarden Euro summieren. Und jährlich kommen weitere Milliarden hinzu. Pensionsversprechen sind nichts anderes als Staatsschulden. Für den Bürger macht es keinen Unterschied, ob er Steuern zur Begleichung von Kreditschulden oder Pensionsverpflichtungen zahlt", sagt Müller. Man sollte daher eine Debatte über die Zukunft und das Selbstverständnis des öffentlichen Dienstes führen.
Der übelgelaunte Finanzbeamte könne sich gehen lassen, seinen Untergebenen wie den ihm ausgelieferten Steuerzahlern gegenüber; aber der überreizte von Sorgen geplagte Gemüsehändler müsse sich zusammennehmen, ohne dass er sich deswegen als Sklaven seiner Kunden zu fühlen Veranlassung fände. "Hier müssen die Reformen anfangen. Wenn die Bundeskanzlerin Angela Merkel einen Normenkontrollrat zur Entbürokratisierung einrichtet, sollte das sich diese Institution vor allen Dingen mit den lokalen und regionalen Bedingungen beschäftigen. Die Regelungswut des Staates beginnt im kommunalen Ordnungsamt: Und hier werden besonders die kleinen und mittelständischen Unternehmen ausgebremst. Die meisten Firmen leiden nicht unter der Globalisierung, da sie auf globalen Märkten überhaupt nicht tätig sind, sondern sie leiden unter den Bedingungen ihres Standortes", so Müller.
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: cklemp
Datum: 07.02.2006 - 11:52 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 18377
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Silke Landwehr
Kategorie:
Dienstleistung
Meldungsart: Unternehmensinformationen
Versandart: bitte
Freigabedatum: 07.02.06
Diese Pressemitteilung wurde bisher 1065 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"BVMW-Wirtschaftssenator Müller: Mass halten im öffentlichen Dienst"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
medienbüro.sohn (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Facebook-Browser könnte soziale Netzwerke umpflügen Berlin/München, 27. Februar 2009, www.ne-na.de - Millionen Deutsche sind mittlerweile in sozialen Netzwerken wie XING, Wer-kennt-wen, Facebook oder StudiVZ organisiert, haben ein Profil und präsentieren sich auf irgendeine Art im Web, ob mi
Finanzbehörden müssen mit Mittelstand innovativer umgehen ...
Schnelle Verfahren zur Stundung von Steuern und Anpassung von Vorauszahlungen Berlin, 26. Februar 2009, www.ne-na.de – Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) www.bvmw.de fordert die Finanzbehörden und Sozialversicherungen zu einem flexiblen und innovativen Umgang mit kleinen un
Kritik von Abfallexperten: Novellierte Verpackungsverordnung zementiert Grünen Punkt ...
Müllkonzern, fördert Preisdumping und unseriöse Recyclingmethoden Berlin/Bonn, 25. Februar 2009, www.ne-na.de - Einige Medien berichteten am Anfang des Jahres von der wundersamen Wiederauferstehung des Grünen Punktes http://www.gruener-punkt.de. So soll der frühere Müllmonopolist Duales Sys
Weitere Mitteilungen von medienbüro.sohn
"Nicht jeder Fussball-Profi spielt sofort für Bayern München" ...
Neuss/Potsdam - Klagen gehört auch für viele Mittelständler mittlerweile zur Routine. Doch nicht jede Kritik ist ungerechtfertigt oder blosses Ritual. Eine von TNS Infratest im Auftrag der Commerzbank durchgeführte Umfrage unter 4.000 Firmen in ganz Deutschland brachte folgendes Bild zutage: Die
Recht und Ordnung im Shop ...
Endlich kommt zusammen was zusammen gehört. Eine rechtssicherer und ordentlicher Shop - und die Paten dieser Idee heissen shoplupe und legalershop. Shoplupe ist der Usabilty Service für Online-Shops. Kunden erhalten hochwertige Usability Beratung zur Optimierung ihres Shops hinsichtlich Nutzer
Der grösste Aussteller der Event Inside präsentiert sich mit drei Ständen ...
Die C&C Agency ist, auf der in diesem Jahr erstmals stattfindenden Messe der Erlebnisinszenierer, Event Inside, mit 130 Quadratmetern Standfläche der grösste Aussteller. Drei Stände zeigen das Leistungsangebot der Gesamtkommunikationsagentur. Als besonderes Highlight zeigt C&C Agency erst
Kienbaum-Vergütungsstudie zu Geschäftsführer-Gehältern - Langsamer Anstieg in 2005 ...
Bonn/Köln - Die Geschäftsführer in deutschen Unternehmen verdienten im vergangenen Jahr im Schnitt 247.000 Euro. Damit haben die Unternehmenslenker hier zu Lande durchschnittlich 3,2 Prozent mehr auf dem Konto als im Vorjahr. Dies sind die Ergebnisse der Branchen übergreifenden Vergütungsstudie




