Staatssekretärin Dr. Gierden-Jülich: 'Frühe Hilfen und Soziale Frühwarnsysteme großer Erfolg für Kinderschutz in Nordrhein-Westfalen'
ID: 183952
Staatssekretärin Dr. Gierden-Jülich: "Frühe Hilfen und Soziale Frühwarnsysteme großer Erfolg für Kinderschutz in Nordrhein-Westfalen"
Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit:
"Wir müssen alles daran setzen, Kindern ein gesundes Aufwachsen zu ermöglichen und sie vor Gefährdungen zu schützen", sagte heute (26. März 2010) Dr. Marion Gierden-Jülich, Staatssekretärin im Kinder- und Familienministerium, bei der Eröffnung der Messe "Frühe Hilfen für Kinder und Familien - Soziale Frühwarnsysteme in Nordrhein-Westfalen" in Duisburg. Auf der Messe wurden viele neue Ansätze präsentiert, mit denen Nordrhein-Westfalen in den letzten Jahren den präventiven Kinderschutz verbessert hat.
"Ein zentraler Motor für diese Entwicklung war unsere flächendeckende Anschubfinanzierung der Sozialen Frühwarnsysteme. Wir haben damit eine systematische Verzahnung von Gesundheits-, Kinder- und Jugendhilfe erreicht, die früher undenkbar gewesen wäre. Das ist ein großer Erfolg für den Kinderschutz in Nordrhein-Westfalen", erklärte Staatssekretärin Dr. Gierden-Jülich.
In den Sozialen Frühwarnsystemen arbeiten Geburtskliniken, Ärzte, Hebammen und Sachkundige der Gesundheitsämter verbindlich mit Erzieherinnen, Pädagoginnen und Fachkräften des Jugendamtes zu-sammen. Oft sind auch Schulen, die Polizei und die Justiz beteiligt. Die Zusammenarbeit in einem solchen Netzwerk macht es möglich, problematische Lebenslagen von Familien rechtzeitig zu erkennen und passende Hilfen zu geben. Hilfen, die wirken, bevor aus kleinen Prob-lemen große Krisen werden.
Die Landesförderung von 1, 2 Millionen Euro haben 147 Jugendämter genutzt, um ein vielfältiges Hilfenetz aufzubauen. Die damit entstandenen Frühwarnsysteme reichen von der Unterstützung während der Schwangerschaft und Geburt über die ersten Lebensjahre des Kindes bis hin zu Kindergarten- und Schulkindern. Bei fast allen geförderten Projekten (94 Prozent) arbeiten Fachkräfte der Jugendhilfe und des Gesundheitswesens zusammen. Dies ist besonders bemerkenswert, weil eine solche Kooperation in der Vergangenheit eher schwierig war.
"Genau das sollte mit der Förderung der sozialen Frühwarnsysteme erreicht werden. Wir haben damit unser Ziel verwirklicht, wichtige zukunftsweisende Weichen zur Verbesserung des Kinderschutzes in unserem Land zu stellen. Die Sensibilisierung für den Schutz von Kindern hat - auch in der Öffentlichkeit - erheblich zugenommen. Des-halb müssen wir diese Bündnisse auch in Zukunft weiter ausbauen", sagte Dr. Gierden-Jülich. "Dass die Sensibilisierung für den Kinderschutz Wirkung hat, machen die Zahlen deutlich. Immer mehr Fälle werden angezeigt. Die Dunkelziffer wird ans Licht geholt."
In Nordrhein-Westfalen haben sich im Zeitraum von 1995 bis 2008 die Anzeigen bei Vernachlässigung und Misshandlung um 47 Prozent erhöht (von 450 auf 661). Ebenfalls erheblich zugenommen hat die Entwicklung der Hilfen zur Erziehung mit 60 Prozent (von 109.847 auf 176.121), die Zahl der Inobhutnahmen mit über 80 Prozent (von 5.132 auf 9.263) sowie um 72 Prozent der Entzug des elterlichen Sorgerechts im gleichen Zeitraum (von 1.866 auf 3.209).
Nordrhein-Westfalen ist das erste Bundesland, das Soziale Frühwarnsysteme eingerichtet und flächendeckend gefördert hat. Zwischenzeit-lich hat dieses Modell auch auf Bundesebene Schule gemacht. Aber auch die Familienzentren, der Ausbau der Betreuung für unter Dreijährige und Sprachförderung haben dazu beigetragen, Kindern in Nord-rhein-Westfalen bestmögliche Entwicklungschancen zu bieten.
Weitere Informationen unter www.mgffi.nrw.de und www.soziales-fruehwarnsystem.de.
Kontakt:
Barbara Löcherbach
Referatsleiterin Presse/Pressesprecherin
0211-8618-4338
Fax: 0211- 8618 - 4566
E-Mail: presse@mgffi.nrw.de
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 26.03.2010 - 21:47 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 183952
Anzahl Zeichen: 4167
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 404 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Staatssekretärin Dr. Gierden-Jülich: 'Frühe Hilfen und Soziale Frühwarnsysteme großer Erfolg für Kinderschutz in Nordrhein-Westfalen'"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MGFFI) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit: "Die Landesregierung ist 2005 angetreten, mit den Familienzentren Schritt für Schritt ein bedarfsgerechtes und verlässliches Betreuungsgefüge aus einer Hand aufzubauen, das hohen
?20 Jahre Wiedervereinigung?: Präsentation des Schülerkalenders 2010/11 in Düsseldorf ...
Die Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen teilt mit: Die Schülerinnen und Schüler des Erzbischöflichen St.-Ursula-Gymnasiums präsentierten heute (9. Juli 2010) den Schülerkalender des Jahres 2010/11 in Düsseldorf. "Der Schülerkalender 2010/11 mit dem Titel '2
Nominierungsliste Gustav-Heinemann-Friedenspreis 2010: Drei Jugendbücher stehen zur Wahl ...
Die Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen teilt mit: Drei Bücher stehen noch im Wettbewerb um den renommierten Gustav-Heinemann-Friedenspreis für Kinder- und Jugendbücher 2010: - die autobiografische Schilderung einer Kindheit in der DDR mit comicartigen persönlichen
Weitere Mitteilungen von Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MGFFI)
Minister Laschet: 'Nein zu Pro NRW und NPD! - Für ein friedliches Miteinander der Kulturen und Religionen eintreten!' ...
Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit: "Rechtsextreme wie NPD und Pro NRW haben in Nordrhein-Westfalen keinen Platz. Sie gefährden mit ihrer Hetze gegen gläubige Menschen das friedliche Miteinander in unserer Gesellsch
Arbeitsminister Karl-Josef Laumann: ?Das ist Integration, wie ich sie mir vorstelle!? ...
Minister besucht Integrationsunternehmen in Paderborn / Fast die Hälfte der Beschäftigten sind Menschen mit Behinderungen Düsseldorf, 26.03.2010 Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit: "Menschen mit Handicap wollen zeigen, was sie
Ministerin Sommer und Minister Wolf: 'Schulen treten entschlossenen extremistischen Parolen entgegen - NPD-Brief gehört in den Mülleimer' ...
Zu den aktuellen Werbebriefen der NPD an die Schülervertretungen erklärt Schulministerin Barbara Sommer: "In einer Schulmail haben Innenminister Wolf und ich alle Schulleitungen nochmals darauf hingewiesen, dass es die gebotene politische Neutralität der Schule verbietet, Werbematerial pol
Schonvermögen bei Hartz IV wird erhöht ...
Der Bundesrat hat in seiner heutigen Sitzung dem Sozialversicherungs-Stabilisierungsgesetz zugestimmt. Das Gesetz soll dazu beitragen, die Folgen der schwersten Finanz- und Wirtschaftskrise seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland zu überwinden. Vor diesem Hintergrund trifft es Sofortmaßnahm




