PARKINSON-IMPFUNG: GUTER START IN DEN FRÜHLING FÜR DIE AFFiRiS AG
Wien, 30. März 2010. Die AFFiRiS AG gab heute einen wichtigen Fortschritt bei der
Entwicklung ihres Impfstoffes gegen Morbus Parkinson bekannt. Der als PD01 bezeichnete
Impfstoff durchlief zahlreiche präklinische Tests, die dessen Wirkprinzip bestätigten ("Proof of
Concept"). Das Unternehmen beginnt nun mit der Vorbereitung zur klinischen Erprobung des
Impfstoffes, deren Start für Anfang 2011 geplant ist. Dank eines völlig neuartigen
Wirkansatzes könnte dieser Impfstoff erstmals die Chance auf eine ursächliche Behandlung
von Parkinson bieten. Die Grundlage von PD01 ist die AFFITOM®-Technologie des
Unternehmens, auf der u. a. bereits zwei Alzheimer-Impfstoffe beruhen, die inzwischen erste
klinische Erprobungsphasen erfolgreich abgeschlossen haben.
Entwicklung ihres ersten Parkinson-Impfstoffes PD01 bekannt. Der Parkinson-Impfstoff
wirkt spezifisch gegen ein als alpha-synuclein (alpha-syn) bezeichnetes Protein, das zum
Erkrankungsprofil von Parkinson stark beiträgt.
Zum erfolgreichen Abschluss der präklinischen Entwicklungsphase meint Dr. Walter
Schmidt, Geschäftsführer und Mit-Gründer der AFFiRiS AG: "Wir haben PD01 in
verschiedenen präklinischen Systemen beurteilen lassen. Alle Tests zeigten, dass dieser
Impfstoff gegen das alpha-syn wirkt. Neben histologischen und biochemischen Analysen
konnten wir sogar Verhaltensverbesserungen durch unsere Impfung beobachten. Wir
beginnen nun mit der Vorbereitung für die klinische Erprobung von PD01, der unsere
aktuellen klinischen Programme ergänzen wird."
Der Impfstoff PD01 nutzt die Tatsache, dass Anreicherungen und damit verbundene
Ablagerungen von alpha-syn im Gehirn für das Fortschreiten von Parkinson
mitverantwortlich sind. Eine Reduktion der alpha-syn Konzentration im Gehirn sollte sich
daher positiv auf den Krankheitsverlauf von Parkinson auswirken. Genau hier setzt PD01
an. Denn der Impfstoff verursacht eine wirksame Immunantwort gegen das schädigende
alpha-syn, in dessen Folge das körpereigene Immunsystem das alpha-syn reduziert. Die
jetzt bekannt gegebenen Erfolge aus der präklinischen Phase bestätigen die Wirksamkeit
dieses Prinzips.
Dazu Dr. Frank Mattner, CSO: "Alpha-syn ist ein attraktives Ziel um Parkinson ursächlich –
und nicht nur symptomatisch – zu behandeln. Dabei muss jedoch beachtet werden, dass
alpha-syn ein körpereigenes Protein ist, das zu einer Proteinfamilie gehört, deren
Mitglieder umfassende Sequenzhomologien aufweisen. Beispielsweise das als beta-syn
bezeichnete Mitglied dieser Proteinfamilie ist als so genannter neuroprotektiver Faktor für
den gesunden Körper wichtig. Eine Impfung zur Reduktion von alpha-syn muss also
sicherstellen, dass die ausgelöste Antikörper-Immunantwort ausschließlich alpha-syn
adressiert, beta-syn jedoch unangetastet lässt. Unsere AFFITOM®-Technologie erlaubt es
uns Impfstoffe zu entwickeln, die diese hohe Spezifität gegenüber alpha-syn
gewährleisten. Wir werden das Jahr 2010 nutzen, um die Vorarbeiten für die klinische
Erprobung abzuschließen."
Auf Grundlage dieser Technologie hat die AFFiRiS AG bereits die Entwicklung von zwei
Impfstoffen gegen Alzheimer, sowie eines Impfstoffes gegen Atherosklerose und vor
kurzem auch eines Impfstoffes gegen Bluthochdruck bekannt gegeben. Erkrankungen
also, die weltweit hunderte Millionen von Menschen betreffen. Tatsächlich wurde die
kommerzielle Bedeutung der AFFITOM®-Technologie auch von der Pharmaindustrie
erkannt und bereits im Jahr 2008 ein darauf aufbauender Lizenzdeal mit einem
Gesamtvolumen von bis zu EUR 430 Mio. für die Entwicklung von Alzheimer-Vakzinen mit
GSK Biologicals abgeschlossen.
Kontakt AFFiRiS AG:
Mag. Agnes Meyer
Karl-Farkas-Gasse 22
1030 Wien
T +43 / 1 / 798 15 75 - 390
E agnes.meyer@affiris.com
W www.affiris.com
Redaktion & Aussendung:
PR&D - Public Relations für Forschung & Bildung
Campus Vienna Biocenter 2
1030 Wien
T +43 / 1 / 505 70 44
E contact@prd.at
W www.prd.at
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Über AFFiRiS AG (Stand März 2010):
Auf der Basis firmeneigener Patentpositionen entwickelt AFFiRiS maßgeschneiderte Peptid-
Impfstoffe gegen Alzheimer, Atherosklerose, Parkinson und vier weitere Krankheiten mit
dringendem medizinischen Bedarf und attraktiven Marktvolumina. Alzheimer ist die aktuelle
Leitindikation, hier haben zwei Produktkandidaten soeben die klinischen Phase I Studien
abgeschlossen. Für die Alzheimer-Impfung konnte GlaxoSmithKline Biologicals im Oktober
2008 als Lizenzpartner gewonnen werden. Der Vertrag sieht (Meilenstein abhängige)
Zahlungen von bis zu EUR 430 Mio. vor. Eine Zahlung von EUR 10 Mio. wurde im Oktober
durch den positiven Abschluss zweier klinischen Phase I Studien ausgelöst. AFFiRiS
beschäftigt am Campusgelände St. Marx in Wien, Österreich, aktuell 65 hoch qualifizierte
MitarbeiterInnen (www.affiris.com).
Redaktion & Aussendung:
PR&D - Public Relations für Forschung & Bildung
Campus Vienna Biocenter 2
1030 Wien
T +43 / 1 / 505 70 44
E contact(at)prd.at
W www.prd.at
Datum: 30.03.2010 - 12:22 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 184794
Anzahl Zeichen: 4503
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Marta Korinkova
Stadt:
Wien
Telefon: + 43 1 505 70 44
Kategorie:
Forschung und Entwicklung
Meldungsart: Unternehmensinformation
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 30.03.2010
Diese Pressemitteilung wurde bisher 823 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"PARKINSON-IMPFUNG: GUTER START IN DEN FRÜHLING FÜR DIE AFFiRiS AG"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
PR&D - Public Relations für Forschung & Bildung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Krems, Österreich, 24. Jänner 2024: Maßnahmen zur Prävention von Demenz in Risikogruppen können nicht nur die Lebensqualität verbessern, sondern machen auch volkswirtschaftlich viel Sinn. Das ist die Kernaussage einer jetzt veröffentlichten Analyse der IMC Krems University of Applied Sciences
Kombi-Therapie gegen Darmkrebs zeigt Wirkung trotz mutierter RAS-Gene ...
Krems (Österreich), 19. Dezember 2023: Eine erst vor kurzem zugelassene Kombinationstherapie für die Behandlung des metastasierenden Darmkrebses scheint unabhängig vom Mutationsstatus des Proto-Onkogens RAS zu wirken. Das zeigt eine Studie fünf österreichischer Krebszentren, die Daten von über
Neue Immuntherapie des kleinzelligen Lungenkarzinoms überzeugt in klinischer Studie der Phase II ...
Das kleinzellige Lungenkarzinom ist eine schwerwiegende Erkrankung, die mit schlechten Überlebenschancen verbunden ist. Obwohl die meisten Betroffenen auf eine Erst- und Zweitlinientherapie ansprechen, kommt es in der Regel innerhalb weniger Monate zu einem Fortschreiten der Erkrankung. Die Optione
Weitere Mitteilungen von PR&D - Public Relations für Forschung & Bildung
Eilmeldung: Urknall-Experiment des LHC am CERN im ersten Anlauf gescheitert ...
Wie aus Genf zu hören ist, sollte gegen 9.00 Uhr zwei Protonenstrahlen mit einer Gesamtenergie von 7 TeV aufeinanderprallen, um den Urknall zu simulieren. Doch das Ereignis fand nicht statt, stattdessen ist von einem „Beam lost“ die Rede. Weshalb die Protonenstrahlen „abhanden gekommen“
Zum Start des LHC am CERN: Auszug aus dem Buch „Sekunde Null – das Urknall-Experiment“ ...
„Die Maschine landete tatsächlich fast pünktlich auf dem San Francisco International Airport. Nach Abwicklung der Einreiseformalitäten stieg Sven in ein gelbes Taxi, um sich in die Innenstadt fahren zu lassen. Grant hatte ihm ein Zimmer im Pickwick-Hotel in der Nähe des Union Square reserviere
equiset setzt Impulse für die Pferdezucht ...
Delmenhorst, März 2010. Unaufhaltsam zieht der wissenschaftliche Fortschritt in die Besamungsstationen der europäischen Pferdezucht ein: Was in Bezug auf Besamung und Embryotransfer noch vor etwa zehn Jahren reine Zukunftsvision war, ist heute teilweise bereits bewährte Praxis. equiset gilt s
Start des Urknall-Experiments am CERN: „Der LHC ist ein tragisches Versagen der Vernunft“ ...
Das Webportal Readers Edition sprach mit dem langjährigen Max-Planck-Wissenschaftler und Publizisten Dr. Rolf Froböse, der in der vor wenigen Tagen erschienenen Neuauflage seines Buches „Sekunde Null. Das Urknall-Experiment“ das Experiment kritisch begleitet. (Den vollständigen Interviewtex




