Für Gewinne mit Gewissen
Lötmittelhersteller wird zu Vorzeigeunternehmen für Mittelstand bei Lieferkettengesetz
Arbeiten an einer Mine in Bangka Tin (Indonesien) (firmenpresse) - Velbert/Berlin/Karlsruhe/Stuttgart/Falkenberg. Wie können Unternehmen das geplante Lieferkettengesetz in die Praxis umsetzen? Damit beschäftigen sich am Mittwoch (21.10.2020) Vertreter aus der Bundespolitik, Elektronikindustrie und Kirche. Zusammen mit der Öffentlichkeit diskutieren sie über das Thema „Lieferketten in der Elektronikindustrie“ und welche Möglichkeiten es für die Umsetzung gibt.
Der Velberter Lötmittelhersteller STANNOL ist auf dem Gebiet zu einer Vorzeigefirma geworden. Während sich die Bundesregierung und großen deutschen Unternehmen noch mit der Frage nach dem „wie“ beschäftigen, hat das mittelständische Unternehmen schon erste Maßnahmen getroffen. 2014 brachte STANNOL einen Lötdraht auf den Markt, der ohne Ausbeutung von Menschen und umweltschonend produziert wird. Die Firma ist damit der erste Lötmittelhersteller weltweit, der diesen Schritt gewagt hat.
Anfang Oktober ist das mittelständische Unternehmen noch einen Schritt weitergegangen. Durch eine Kooperation mit dem Technologie-Start-up MINESPIDER können die Kunden nun die gesamte Lieferkette von der Mine bis zum Werk nachvollziehen. Möglich ist das mithilfe einer Blockchain. Unter anderem wegen dieser Maßnahmen ist die Expertise des Geschäftsführers der STANNOL GmbH & Co. KG, Marco Dörr, gefragt. Für ihn ist das geplante Lieferkettengesetz nicht nur nötig und wichtig, sondern auch umsetzbar.
„Sie finden unser Lot weltweit in Computern, Smartphones oder Autos. Mittlerweile können wir nicht mehr auf die Elektrotechnik verzichten. Sie ist Teil unseres Alltags geworden und es werden immer mehr Rohstoffe benötigt. Allerdings können wir nicht verantworten, dass diese auf Kosten anderer Menschen oder der Natur gewonnen werden. Wir haben eine Verantwortung den Abbauländern gegenüber. STANNOL zeigt, dass sogar mittelständische Unternehmen sich engagieren können.“
Die Bundesregierung hat 2019 eine Firmenbefragung durchgeführt. Das Ergebnis: Nicht einmal 20 Prozent der Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern in Deutschland kommen ihrer „menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht“ nach. Das geplante Lieferkettengesetz soll noch in dieser Legislaturperiode in Kraft treten.
In der Online-Podiumsdiskussion gibt Marco Dörr Einblicke in seine Sichtweisen zu dem Thema und spricht über mögliche Herausforderungen und Auswirkungen für die Unternehmen. Veranstalter ist die Karlsruher Gruppe der weltweiten Micha-Initiative. Die christliche Bewegung setzt sich unter anderem für die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen ein.
An dem Webinar zum Thema „Lieferketten in der Elektronikindustrie“ kann jeder als Zuschauer teilnehmen und im Chat Fragen stellen.
Gerne steht Ihnen STANNOL Geschäftsführer Marco Dörr zu einem Interview vor oder auch nach der Veranstaltung zur Verfügung.
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Unternehmensinformation / Kurzprofil:
STANNOL ist seit 1879 ein exponierter Name in der Welt der Löttechnik und produziert hochwertige Lötmittel für die industrielle Elektronikfertigung und Privatanwender. Das mittelständische Unternehmen beschäftigt mehr als 100 Mitarbeiter. Es konzentriert sich nicht nur auf Qualität und Tradition, sondern arbeitet fortlaufend und engagiert an Projekten zu den Themen ‚Nachhaltigkeit‘ und „Transparente Lieferkette“. Mittlerweile hat STANNOL ein komplettes Produktportfolio mit dem Namen „greenconnect“ auf den Markt gebracht, das Nachhaltigkeitsaspekte aufgreift.
STANNOL GmbH & Co. KG
Ansprechpartner: Kirsten Kämmer — Presse- und Marketing
Telefon: +49 (0) 2051 3120-159
E-Mail: marketing(at)stannol.de
Webseite: https://www.stannol.de
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Datum: 19.10.2020 - 16:23 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1853204
Anzahl Zeichen: 2996
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Kirsten Kämmer
Stadt:
Velbert
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Kategorie:
Elektro- und Elektronik
Meldungsart: Erfolgsprojekt
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 19.10.2020
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