Wohnungspolitik: Berliner Projektentwickler JAAS fordert Kompromisse statt Konfrontationen
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Alexander Scheinin, Geschäftsführender Gesellschafter von JAAS: „Das Treffen vor zwei Tagen zwischen Akteuren aus Senatspolitik und Immobilienwirtschaft war ein erster Schritt in die richtige Richtung, blieb aber leider ohne konkrete Ergebnisse. So geht es nicht – mit Schein-Dialogen zu Wahlkampf-Zwecken kommen wir nicht weiter. Anstatt ständig auf Konfrontationskurs zu gehen, bedarf es vielmehr eines stetigen, konstruktiven Austauschs und ernsthafter Kompromissbereitschaft aller relevanten Stakeholder. Politische Akteure und Wirtschaftsvertreter wie Projektentwickler, Bestandshalter und Investoren können nur so gemeinsame Lösungen finden, um tragfähige Handlungsperspektiven im Interesse der Stadt und ihrer Bürger zu schaffen. Welche Konsequenzen ein ausbleibender Dialog nach sich ziehen kann, haben wir vor zwei Wochen in Karlsruhe erlebt.“
Der Berliner Mietendeckel von Februar 2020 war am 15. April vom Bundesverfassungsgericht als verfassungswidrig eingestuft und der Versuch, in Berlin eine zusätzliche, regionale Lösung gegen Mietsteigerungen zu beschließen, damit als Verstoß gegen das Grundgesetz gewertet worden. Das Land Berlin hatte mit dem Vorstoß seine Kompetenzen überschritten, denn Gesetze mit mietpreisbremsender Wirkung wurden bereits 2015 vom Bund und für ganz Deutschland beschlossen.
„Der Schaden durch das lange Hin und Her im Bezug auf den Berliner Mietendeckel wiegt bereits immens schwer. Das hat mit dem aktuell feindlichen Klima zu tun, das bauwilligen Investoren aufgrund immer neuer politischer Drohgebärden entgegenschlägt. Wer in Berlin investieren möchte, ist auf klare, belastbare Aussagen seitens der Politik sowie auf umfassende Rechtssicherheit angewiesen. Gleichzeitig müssen sich aber auch Vertreter der Immobilienwirtschaft gesprächs- und konsensbereit zeigen, anstatt eine reine Verweigerungshaltung einzunehmen“, so Scheinin.
Negative Signale an den Markt, wie die jüngste Forderung des Berliner Bürgermeisters Müller nach einem Mietenmoratorium auf Bundesebene, schaffen derweil weitere Unsicherheiten und verschärfen dadurch die bereits herrschende Wohnungsnot weiter.
„Das Erzielen stabiler Renditen ist eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit und grundlegende Voraussetzung für einen regen Wohnungsneubau sowie die Instandhaltung und Revitalisierung von Bestandsimmobilien. Steigende Baukosten bei den einzelnen Gewerken, immer neue Bauvorschriften, gestiegene Qualitätsansprüche der Käufer bzw. Mieter sowie der zunehmende Fachkräftemangel treiben die Kosten für Projektentwickler und Bauträger in die Höhe und resultieren so zwangsläufig in steigenden Mietpreisen. In dieser Situation können wir einen gewinnbringenden Ausgleich zwischen wirtschaftlichen und sozialen Interessen nur dann erreichen, wenn beide Seiten aufeinander zugehen und gemeinsame Lösungsansätze entwickeln. Dazu gehört auch ein Abweichen der Politik von festgefahrenen Positionen“ , erklärt Scheinin weiter. Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
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Über JAAS
JAAS ist ein unabhängiger, inhabergeführter Projektentwickler, Immobilieninvestor, Bestandshalter und Vermarkter von Wohn- und Gewerbeimmobilien mit Sitz in Berlin. Gegründet 2012, wird JAAS von den Geschäftsführern Marc Albeck, Richard Jensch und Alexander Scheinin partnerschaftlich geführt. Der Fokus der Unternehmensgruppe liegt auf der Entwicklung attraktiver Wohnimmobilien sowie moderner Gewerbe- und Büroimmobilien. Seit der Gründung wurde ein Projektvolumen von über 100 Mio. Euro realisiert. Die Beteiligung an innovativen Start-ups ist ein weiterer Geschäftszweig.
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Datum: 30.04.2021 - 12:42 Uhr
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