Für viele Jugendliche sind Tabuverletzungen in Medien kein Problem
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Für viele Jugendliche sind Tabuverletzungen in Medien kein Problem
Fast jeder Fünfte (18 Prozent) der Befragten kennt laut Studie Internetseiten mit Gewaltverherrlichung, Folter oder Hinrichtungen. Weitere 18 Prozent kennen andere Jugendliche, die solche Seiten nutzen. Auch kinderpornografische Darstellungen (9 Prozent) oder Seiten, die sich über Behinderte lustig machen (16 Prozent), sind einem Teil der jüngeren Bevölkerung bekannt. Beinahe jeder Vierte (23 Prozent) hat im Internet "schon mal" rassistische Inhalte gesehen.
Die Ergebnisse der ZDF-Untersuchung werden bei der Jugendmedienschutz-Tagung am 26. April in Hamburg vorgestellt: Die Tagung "Tabubruch, Medienexhibitionismus und Jugendkultur - Herausforderungen für den Jugendmedienschutz" wird von den Jugendschutzbeauftragten des ZDF, der ARD und den Medienressorts der Evangelischen und der Katholischen Kirchen veranstaltet.
Ziel der Studie war es herauszufinden, welche Tabus es für Jugendliche und junge Erwachsene heute noch gibt, welche Einstellungen sie zu Tabus und Tabuverletzungen haben und welche Rolle die Medien, insbesondere das Fernsehen und das Internet, aus ihrer Sicht bei Tabus und Tabuverletzungen spielen. Die Untersuchung kombiniert ausführliche Gruppendiskussionen mit einer bevölkerungsrepräsentativen Befragung von 800 16- bis 39-Jährigen. Sie versteht sich als Grundlagenstudie, die sich sowohl mit Tabus im zwischenmenschlichen als auch im medialen Bereich beschäftigt. Miteinbezogen wurden Computer- und Online-Spiele ebenso wie das Internet, das Fernsehen und die Kommunikation per Handy.
"Die vielfältigen und erstmals repräsentativ erhobenen Ergebnisse werden sicherlich wichtige Impulse für Wissenschaft und Praxis setzen", sagte ZDF-Intendant Markus Schächter. "Das ZDF gibt damit abermals einen wichtigen Anstoß für den öffentlichen Diskurs über einen effektiven, modernen, vor allem den technischen und gesellschaftlichen Entwicklungen Rechnung tragenden Jugendmedienschutz."
Die Studie ist vom 26. April, 16.00 Uhr, an im Internet unter http://www.jugendschutz.zdf.de zu finden
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Datum: 23.04.2010 - 02:33 Uhr
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