Wirtschaftsfaktor Alter ist wichtiger Motor für Wachstum und Beschäftigung
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Wirtschaftsfaktor Alter ist wichtiger Motor für Wachstum und Beschäftigung
Staatssekretär Burgbacher: "Um einen gravierenden Fachkräftemangel zu vermeiden, müssen wir unsere Potenziale besser ausschöpfen. Dazu brauchen wir neben einer besseren Schulbildung und Qualifizierung unserer jungen Menschen und einer höhere Erwerbsbeteiligung von Frauen, auch eine deutlich höhere Beschäftigungsquote Älterer und eine längere Lebensarbeitszeit als heute. Wir können und dürfen es uns nicht länger leisten, auf die Fähigkeiten und Kenntnisse von vielen fleißigen und motivierten älteren Beschäftigten zu verzichten. Die Menschen der Generation 50plus werden für unsere Wirtschaft aber auch als Nachfrager immer wichtiger. In 10 Jahren werden die über 50jährigen über fast 60 Prozent der Kaufkraft aller Privathaushalte verfügen. Durch eine frühzeitige Positionierung mit altersgerechten und innovativen Produkten und Dienstleistungen können Unternehmen diese Entwicklung wirtschaftlich nutzen und neue Märkte im In- und Ausland erobern. Der 'Wirtschaftsfaktor Alter' kann so zu einem wichtigen Motor für mehr Wachstum und Beschäftigung werden."
Der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Hermann Kues, unterstrich in seiner Rede die neuen Marktchancen: "Produkte und Dienstleistungen für Ältere sind nicht altbacken. Sie schließen keine Altersgruppe aus, sondern nach dem Prinzip des 'Universal Design' Menschen jeden Alters ein. Deshalb ist es wichtig, dass die Trends auf dem Seniorenmarkt gezielt zu einer umfassenden Zukunftsstrategie ausgebaut werden."
Der demografische Wandel stellt unsere Wirtschaft und Gesellschaft vor große Herausforderungen. Die Zahl der Erwerbspersonen wird etwa ab dem Jahr 2020 sinken und sich bis 2060 um ca. 10 Millionen verringern.
Im Rahmen des Fachforums diskutierten rund 250 Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik die Herausforderungen und Zukunftschancen, die sich vor allem für den Mittelstand aus dem demografischen Wandel ergeben. Die Fachleute erörterten Fragen der Entwicklung von innovativen Konsumgütern und Dienstleistungen und ein altersgerechtes Marketing für die Generation 50plus. Weitere Themen waren das generationenfreundliche Einkaufen und der altersgerechte Umbau von Häusern und Wohnungen.
"Wirtschaftsfaktor Alter" ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie.
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Datum: 30.04.2010 - 01:17 Uhr
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