Medizintechnikunternehmen im Aufwind
Ernst&Young präsentierten den Medizintechnologie-Report 2010
Der Einladung in die Villa Eugenia in Hechingen folgten über 60 Besucher. Die Unternehmer aus der Medizintechnikbranche der Region, allesamt gespannt auf die Vorstellung des Reports, waren von der Atmosphäre des ungewöhnlichen Vortragungsortes, der auch Sitz der Medical Valley Hechingen Akademie ist, begeistert. Hechingens Bürgermeister Jürgen Weber lobte die Infrastruktur für forschende und produzierende Unternehmen der Medizintechnik-Branche im Medical Valley Hechingen und freute sich, den Medizintechnologie-Report 2010 exklusiv präsentieren zu dürfen.
Laut Ernst & Young ist die Medizintechnik mit einem Gesamtumsatz von rund 19 Milliarden Euro und fast 100.000 Beschäftigten eine der innovationsstärksten Branchen der deutschen Wirtschaft. Die Exportquote liegt bei 65 Prozent. Trotz der Finanzkrise bleibt die Medizintechnik auf Wachstumskurs. Medizintechnik "made in Germany" genießt weltweit einen exzellenten Ruf. Zu dieser Bewertung kommt Heinrich Christen, Partner und Medizintechnikexperte der Ernst & Young Ltd. aus Zürich. "Deutsche Medizintechnik ist innovativ und weltweit erfolgreich, Deutschland ist immer noch der große MedTech-Player in Europa", so Heinrich Christen. "Investoren in Europa glauben an die Medizintechnik." Eine entscheidende Voraussetzung für den Markterfolg deutscher Anbieter sei die hohe wissenschaftlichtechnische Kompetenz.
Trotz der lobenden Worte vergaß Christen nicht zu erwähnen, dass langfristig nur "Global Players" Chancen auf dem Weltmarkt hätten. Mittelständischen Unternehmen gab er den Rat, ihre Kompetenzen auf Spezialgebieten weiter zu perfektionieren und vor allem ihre Vertriebswege zu optimieren.
Für die Präsentation des Medizintechnologie-Reports 2010 kooperierten die BioRegio STERN Management GmbH und die Medical Valley Hechingen Akademie mit dem Verein zur Förderung der Biotechnologie Stuttgart/Tübingen/Neckar-Alb e.V. und dem MITT Kompetenzzentrum Minimal Invasive Medizin + Technik Tübingen-Tuttlingen e.V. Die begleitenden Vorträge von Fachleuten aus Banken und Beteiligungsgesellschaften beleuchteten die Medizintechnologie aus der Sicht des Kapitalmarkts, zeigten mittelständischen Unternehmen Wege auf, die Kapitalbasis zu erweitern und stellten Finanzierungsmöglichkeiten von Medizintechnikinnovationen mit Venture Capital vor.
Der Vorstandsvorsitzende des Vereins zur Förderung der Biotechnologie und des MITT, Prof. Dr. Claus D. Claussen, lobte ausdrücklich die Kooperationen von Unternehmen und Forschungseinrichtungen in so genannten Clustern. Dr. Klaus Eichenberg, Geschäftsführer der BioRegio STERN Management GmbH, unterstrich die Bedeutung der Medizintechnik als Eckpfeiler der deutschen Wirtschaft und betonte die immensen Potenziale die sich aus der von ihm konsequent geförderten Zusammenarbeit von Medizintechnik und Biotechnologie ergeben: "Deutsche Medizintechnikunternehmen sind derzeit auf dem Markt gut positioniert, viele verzeichnen zweistellige Zuwachsraten. So kann es weitergehen."
Der Wunsch, die gelungene Veranstaltung nächstes Jahr zu wiederholen, wurde am Ende des Abends von vielen Besuchern geäußert. Dr. Klaus Eichenberg: "Ich denke, dass wir nächstes Jahr Herrn Christen wieder dafür gewinnen können. Die Resonanz heute war jedenfalls überragend".
zk-som
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In der baden-württembergischen Region Stuttgart, Tübingen, Esslingen, Reutlingen und Neckar-Alb ist die BioRegio STERN Management GmbH gemeinsames Kompetenznetzwerk, Anlauf- und Beratungsstelle für Existenzgründer, Unternehmer und Forscher im Bereich Biotechnologie. BioRegio STERN fördert die Zusammenarbeit unterschiedlichster Disziplinen wie Medizin, Bioverfahrenstechnik, Sensorik, Ernährungswissenschaft, biochemische Analytik und Bioinformatik. Bedeutende Schwerpunkte bilden die Regenerati-onsmedizin und die Medizintechnik.
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BioRegio STERN wird unterstützt von den Regionen Stuttgart und Neckar-Alb sowie den Städten Stuttgart, Tübingen, Esslingen und Reutlingen. Geschäftsführer ist der Molekular- und Zellbiologe und Investmentanalyst Dr. Klaus Eichenberg.
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Datum: 30.04.2010 - 13:47 Uhr
Sprache: Deutsch
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