Führender Nutzfahrzeughersteller ersetzt Frontspiegel durch eine Kamera von FICOSA
Digitaler Spiegelersatz verhindert Kollisionen mit Radfahrern und Fußgängern
38106(firmenpresse) - Wolfenbüttel, 24.01.2022 – FICOSA, einer der weltweit führenden Anbieter von hochmodernen Bildverarbeitungs-, Sicherheits-, und Kommunikationssystemen in der Automobil- und Nutzfahrzeugbrache, ersetzt bei einem führenden Nutzfahrzeughersteller künftig den Frontspiegel durch ein Kamerasystem. Die Frontkamera von FICOSA deckt dabei einen ganz sensiblen Bereich am Fahrzeug ab, nämlich den Bereich direkt vor der Fahrerkabine. Der Fahrer sieht dadurch, speziell beim Anfahren seines Lkw, ob sich in dem Bereich Fußgänger oder Radfahrer befinden und kann, auch durch den höheren Sichtkomfort mit einer Kamera, die Sicherheit durch die Vermeidung von Kollisionen erhöhen. „Wir sind stolz darauf, einen Frontspiegel durch eine Kamera erstmals serienmäßig ersetzen zu dürfen“, erklärt Jörn Klingemann, Geschäftsführer der FICOSA International GmbH.
Laut des Bundesverkehrsministeriums sind im Jahr 2020 insgesamt 426 Radfahrer im Straßenverkehr in Deutschland gestorben. Verglichen mit dem Jahr 2010 stieg die Zahl damit wieder um etwa 16,8 Prozent. Hauptverursacher der Unfälle waren dabei abbiegende Lkw und Busse. Um diese zu vermeiden, wird ein digitaler Spiegelersatz zu einem wesentlichen Sicherheitsfaktor bei schweren Nutzfahrzeugen. Diese schreibt die EU allerdings erst ab Juli 2024 für Neufahrzeuge vor1.
Kamerasysteme für mehr Sicherheit im Straßenverkehr
Für die Lösung dieses Problems und um gleichzeitig die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen, hat FICOSA innovative Kamera-Spiegel-Ersatzsysteme entwickelt, die ein größeres Sichtfeld rund um Lkw und Busse bieten. Damit wird der Sichtkomfort für die Fahrer verbessert, aber eben noch sehr viel mehr wird die Sicherheit im Straßenverkehr durch die smarte Bildverarbeitung erhöht. Die Folge: Weniger Verkehrsunfälle, weniger Gefahr für Passanten und Radfahrer, Einsparung von Treibstoff durch geringeren Luftwinderstand und Verbesserung der Ergonomie für den Fahrer.
Vom Klasse VI-Spiegel zum Kamerasystem
Der erste Kunde von FICOSA verbaut künftig die Frontkamera serienmäßig in einem kleinen Arm, angelsächsisch auch gerne als „Wing“ beschrieben. Es wird also künftig der sog. „Klasse VI Spiegel“, der Bestandteil der EU-Richtlinie 2007/38/EG ist, durch eine Kamera ersetzt.
Der Klasse VI Spiegel deckte mittels seines speziellen Wölbungsradius den Bereich vor dem Lkw ab. Er ermöglichte dem Fahrer dadurch einen Blick in den, durch seine hohe Sitzposition hinter dem Lenkrad, schwer einzusehenden Bereich vor der Fahrerkabine. Nur so konnte bisher erkannt werden, ob sich Objekte, Personen oder auch Kinder in diesem Bereich vor dem Lkw aufhielten. In diesem Nahbereich des Lkw ist es speziell in dem Moment des Anfahrens für Personen oder Radfahrer sehr gefährlich, da sie durch die Sitzposition des Fahrers leicht zu übersehen sind.
Die Kamera, die nun den Spiegel ersetzt, ist auch bei schlechten Witterungsbedingungen wie Regen, Nebel und Schnee einsetzbar, ebenso bei ungünstiger Sonneneinstrahlung. Ein speziell entwickelter Schutzschild verhindert schnelle Verunreinigungen. Das Blickfeld des Fahrers, dass sich zuvor bedingt durch den Spiegel auf der gegenüberliegenden Seite, also von seinem Platz aus gesehen rechts oben befand, wird nun auf ein Display in seiner unmittelbaren Nähe projiziert. Damit trägt die Kameralösung nicht nur dazu bei den Sichtkomfort des Fahrers zu erhöhen, sondern auch die Sicherheit im erfassten Bereich vor der Kabine des Fahrzeugs zu verbessern.
„Wir freuen uns, diese Lösung noch weiteren Nutzfahrzeugherstellern vorstellen zu dürfen, umso mehr, als dass wir damit zu einem Teil einer digitalen Gesamtlösung werden. Natürlich steht die Sicherheit im Fokus. Aber ein nicht zu unterschätzender Nebeneffekt ist die Reduzierung des Luftwiderstands des Gesamtfahrzeugs. Damit leisten wir auch einen Teil zur Verbesserung der CO2-Bilanz des Fahrzeughalters“, so Jörn Klingemann.
1 Quelle: https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/StV/Strassenverkehr/neue-fahrzeugsicherheitssysteme.htmlWeitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Über FICOSA:
FICOSA ist eine spanische Industriegruppe mit Hauptsitz in Barcelona und weltweit führend in Forschung und Entwicklung, Produktion und Verkauf von Komponenten für die Erstausrüstung von Fahrzeugen. Sie wurde 1949 gegründet und beschäftigt heute 9.100 Mitarbeiter in Entwicklungs- und Produktionsstätten in 18 Ländern der Regionen Europa, Nord- und Südamerika und Asien.
Die Gruppe investiert 7,8% ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung und betreibt eines der modernsten Entwicklungszentren Spaniens für Automobil-, Elektronik-, Kommunikations- und alternative Energietechnologie. Mit dem neuen Entwicklungszentrum in Viladecavalls positioniert sich FICOSA als einer der führenden Entwickler von elektronischen Systemen in einem globalen Markt und einem diversifizierten Produkt- und Kundenportfolio. Weitere Informationen unter www.ficosa.com.
Ficosa in Deutschland:
Die Ficosa International GmbH in Wolfenbüttel entwickelt, produziert und vertreibt Rückspiegelsysteme für mittelschwere Lkw, Busse, Straßenbahnen, Fahrzeuge der Land- und Bauwirtschaft sowie für Transporter und Geländewagen. Am Standort in Niedersachsen sind das zentrale Entwicklungszentrum für Nutzfahrzeuge und das deutsche Produktionszentrum der Ficosa Gruppe ansässig. Beschäftigt sind dort 210 Mitarbeiter, insgesamt 227 deutschlandweit. Weitere Informationen unter www.ficosa.de.
Pressekontakte:
Ficosa International GmbH
Schweigerstraße 10
D-38302 Wolfenbüttel
Jörn Klingemann
Geschäftsführer
Tel.: 05331 / 938 111
E-Mail: paco.klingemann(at)ficosa.com
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Datum: 25.01.2022 - 12:06 Uhr
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