NABU: Ölunfälle gefährden die Meeresumwelt weltweit
ID: 196354
NABU: Ölunfälle gefährden die Meeresumwelt weltweit
Tschimpke: Keine Ölförderung im Weltnaturerbe Wattenmeer
Berlin - Nach dem Untergang der Ölplattform "Deepwater Horizon" am 22. April vor der US-Küste von Louisiana droht dem Golf von Mexiko eine der größten Ölkatastrophen aller Zeiten. Der Ölteppich im Golf von Mexiko erreicht mit einer Fläche von 10.000 Quadratkilometern mittlerweile die Größe des Wattenmeers. "Der Ölteppich hat inzwischen die ersten Inseln und Küstenabschnitte erreicht, jetzt drohen verheerende Auswirkungen für Zehntausende in der Region brütende Küstenvögel wie Braunpelikane und Rötelreiher", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Viele Strandbrüter wie Seeregenpfeifer und Scherenschnäbel seien dem Öl in der Brutsaison besonders schutzlos ausgeliefert. Zudem bedroht die Ölkatastrophe Delfine, Meeresschildkröten und Fische, für die das weit verzweigte Mississippi-Delta eine einzigartige Kinderstube darstellt.
"Die Katastrophe im Golf von Mexiko ist leider kein Einzelfall", so Tschimpke. Erst im Oktober 2009 seien durch einen Bohrunfall auf einer australischen Förderplattform mehr als zwei Millionen Liter Rohöl ausgetreten. Doch die Gefahr von Ölunfällen ist nicht auf Übersee beschränkt. Die einzige deutsche Förderplattform "Mittelplate A" befindet sich ausgerechnet mitten im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und in unmittelbarer Nähe des UNESCO-Welterbegebietes.
"Ein Ölunfall in dem äußerst empfindlichen Wattenmeer könnte unter anderem den gesamten europäischen Bestand der Brandgans gefährden", warnte NABU-Wattenmeerexperte Dominic Cimiotti. Vor diesem Hintergrund fordert der NABU den Verzicht auf die geplanten weiteren Ölbohrungen im Wattenmeer. Denn anstatt die bestehende Plattform zurückzubauen, plane das Betreiberkonsortium um RWE-DEA die Ölförderung im Wattenmeer sogar weiter auszubauen.
Eine zusätzliche Gefahr sieht der NABU im stetig steigenden Schiffsverkehr entlang der deutschen Küsten. Die südliche Nordsee und auch die Kadetrinne westlich von Rügen gehören zu den meistbefahrenen Schifffahrtsstraßen der Welt. Auch Tausende Tanker passieren diese Nadelöhre Jahr für Jahr. Deshalb bedarf es dringend wirkungsvoller Maßnahmen zur Verbesserung der Schiffssicherheit, um Ölunfällen vorzubeugen. Dazu gehörten größere Kapazitäten bei Hochseeschleppern, eine Lotsenpflicht in gefährlichen Schiffspassagen und eine lückenlose Überwachung über automatisierte Schiffssysteme (AIS).
Für Rückfragen:
Dominic Cimiotti, NABU-Wattenmeerexperte, mobil 0162-1303041.
Kim Detloff, NABU-Meeresschutzexperte, Tel. 030-2849841626.
Im Internet zu finden unter www.NABU.de
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 04.05.2010 - 14:17 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 196354
Anzahl Zeichen: 2894
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 241 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"NABU: Ölunfälle gefährden die Meeresumwelt weltweit"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
NABU - Naturschutzbund Deutschland (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Miller: Forderung nach Abschaffung des Verbandsklagerechts ist billiges Mittel Berlin - Der NABU beurteilt die Forderung von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, das Verbandsklagerecht einzuschränken oder gar abzuschaffen, als billiges Mittel, um von seiner desaströsen Amtszeit abzulenken.
Weiße Riesen mit schwarzer Weste - NABU startet Fotowettbewerb zur Luftverschmutzung durch Kreuzfahrtschiffe ...
Berlin - Schwarze Rauchsäulen aus den Schloten von Kreuzfahrtschiffen - Wer dies in diesem Sommer beobachtet, sollte am besten gleich zur Kamera greifen. Denn der NABU ruft dazu auf, die enorme Abgasbelastung durch Kreuzfahrtschiffe zu dokumentieren. "Noch immer pustet jedes vermeintliche Tr
Artenschutz/International: Erster Schneeleopard tappt in NABU-Fotofalle im kirgisischen Tien Shan Tennhardt ...
aaten müssen sich auf globalen Schutzplan verständigen Berlin/Bischkek - Ein stattlicher Schneeleopard ist in eine der 18 Fotofallen getappt, die der NABU erst vor wenigen Wochen im kirgisischen Tien Shan installiert hat. Das bis zu 7439 Meter hohe im Norden des Landes gelegene Hochgebirge ist
Weitere Mitteilungen von NABU - Naturschutzbund Deutschland
Bundespräsident Köhler besucht Hainich ...
Heute besucht Bundespräsident Horst Köhler den Nationalpark Hainich ? Thüringens einzigen Nationalpark. Dabei begleiten ihn Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht und Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz. Erste Station ist die Jugendherberge Harsberg auf der Westseite des Hainich.
Startschuss zur Woche der Sonne:"Solarfamilien"errichten Haus in Berlin ...
Bad Staffelstein, 4. Mai 2010 - Ivonne Betz, Mitarbeiterin der IBC SOLAR AG, vertrat am vergangenen Freitag mit ihrem Mann Wilhelm und ihrem Sohn Noah Silas Bayern als Werbebotschafterin der "Woche der Sonne" in Berlin. Als Auftakt errichtete Familie Betz zusammen mit 15 weiteren Familien
Earth Guest Day 2010: 70 Accor-Mitarbeiter machen RAMADAMA im Englischen Garten ...
RAMADAMA im Englischen Garten: Tief im Boden vergrabenen Kronkorken und hinter Büschen versteckte Zigarettenstummel sind eine besondere Herausforderung zum Aufsammeln. Dennoch landeten sie heute, 3. Mai, im Englischen Garten in den Mülltüten von 70 Direktoren sowie Mitarbeitern der Hotels und der
Linde baut Gaseversorgung für ThyssenKrupp Steel Europe in Duisburg weiter aus ...
75-Mio.-EUR-Investition ist Teil eines langfristigen Gaseversorgungsvertrags Bau der bereits elften Linde Luftzerlegungsanlage in Duisburg-Ruhrort München, 4. Mai 2010 - Der Technologiekonzern The Linde Group wird die Gaseversorgung für das Stahlunternehmen ThyssenKrupp Steel Europe an des




