Die Corona-Pandemie - Verletzlichkeit der Weltwirtschaft

Die Corona-Pandemie - Verletzlichkeit der Weltwirtschaft

ID: 1970824

Zeitrechnung vor Corona und nach Corona. Was bedeutet das?



(firmenpresse) - Just in Time Historie

Seit Corona sprechen wir von einer Zeitrechnung "vor" Corona und "nach" Corona. Was bedeutet das?

Vor Corona war das Schlagwort "Just-in-time-Produktion". D.h., der Kunde fragt nach - der Händler liefert. Wir sind es

in Deutschland gewohnt, unsere Bedürfnisse wie Essen und Trinken, aber auch den Wunsch nach einem neuen Auto

sofort bzw. zeitnah zu befriedigen. Lange Lieferzeiten oder leere Regale machen uns ungeduldig.

Deshalb war das "Just-in-time" vor Corona für die Unternehmen so wichtig, um konkurrenzfähig zu bleiben. Die

bedarfsgerechte bzw. bedarfssynchrone Produktion ist eine Produktions- und Lieferstrategie, bei der das in der

Produktion benötigte Material genau zu dem Zeitpunkt und in der Menge angeliefert wird, in der es am

Produktionsort benötigt wird. Die Just-in-time-Produktion ist dabei mehr als nur eine Form der Belieferung; sie ist

vielmehr ein Organisationsablauf, der Auswirkungen auf die gesamte Wertschöpfungskette der beteiligten

Unternehmen hat.





Just in Time Ziele

Seine Anfänge hatte "Just-in-time" in der japanischen Automobilindustrie. Heute benutzen vom kleinen

Handwerksbetrieb bis zu multinationalen Konzernen fast alle dieses Prinzip.

Das Ziel für die Produktionsunternehmen ist es, das benötigte Material bei Bedarf zur richtigen Zeit am richtigen Ort

für die Weiterverarbeitung zu haben. Bei einer klassischen Lieferung müssen Logistik, Beschaffung, Produktion und

Vertrieb Hand in Hand gehen und dazu müssen Lieferanten und Dienstleister koordiniert werden.



Der Vorteil von Just-in-time ist die Optimierung der Produktionsprozesse und als Teil des Prozesses auch eine

geringere Vorratshaltung, die durch einen produktionsgesteuerten Verbrauch die Kosten der Lagerhaltung senkt,

weniger Liquidität bindet, geringere Investitionen notwendig macht und letztlich eine positive Auswirkung auf die



Eigenkapitalverwendung hat.



Globaler Handel

Der globale Handel war in den letzten Jahrzehnten durch ein kostengünstiges, schnelles, meistens pünktliches

Liefernetzwerk verbunden. Die Lieferkette lief vom Hersteller bis zum Kunden just-in-time.

Im letzten Jahr trafen dann mehrere Widrigkeiten aufeinander, die den globalen Handel massiv beeinträchtigt haben.

In China fällt der Strom aus, in Texas wütet ein Wintersturm, Vietnam geht in den Lockdown und im Suezkanal liegt ein

Schiff quer.





Folgen für Deutschland

Die Folgen für Deutschland? - Lieferengpässe, Produktionsausfälle bzw. -staus, Auftragsausfälle. Die

Versorgungskrise verschärft sich fast täglich, auch in Deutschland. Das ifo Institut meldete im September bereits drei

von vier Einzelhändlern mit Engpässen.

Daneben steigen die Materialpreise für Holz (zeitweise um mehr als 300 %) und Stahl drastisch an. Die

Automobilbranche meldet Produktionsstaus und deren Zulieferer kämpfen mit Insolvenzen, da insbesondere Chips für

die hochtechnisierten Autos fehlen. Zudem hält der Fachkräftemangel weiter an.

Die Pandemie, Lockdowns, Grenzschließungen, Verzögerungen bei den Abfertigungen in Seehäfen,

Überschwemmungen und Materialknappheit haben zu einem Ungleichgewicht in der Warenversorgung geführt.

Welche Auswirkungen hat das Ganze nun auf unsere Unternehmen und deren wirtschaftlichen Verhältnisse?

Budget-, Finanz- und Liquiditätspläne müssen neu geschrieben werden. Zeitpläne und Preisabsprachen sind

Geschichte und Bestellungen sowie deren Lieferungen sind ungewiss. Das alles hat Auswirkungen auf die

wirtschaftlichen Verhältnisse der Unternehmen, die, wenn sie Frühwarnindikatoren in ihre Planungen eingebaut und

ein entsprechendes Risikomanagement aufgebaut haben, gut aus der Krise herausfinden.



Wichtige Fragen zur Auftragserteilung

Zunächst stellen sich folgende Fragen: Können die bereits erteilten Aufträge noch rentabel ausgeführt werden? Wie

und wo wirken sich Auftragsstornos bei bereits bestelltem Material aus? Wie verhält es sich mit Aufträgen zu

Festpreisen, bei denen aber die Kosten für Material, Personal, Energie etc. steigen?

Dies führt nicht nur zu Ertragseinbußen, sondern hier öffnen sich auch Finanzierungslücken, die es zu schließen gilt,

um das Geschäft am Laufen zu halten. Im günstigsten Fall können Aufträge neu verhandelt werden. Aber was in der

Vergangenheit rentabel war, nämlich liquiditätsorientiert niedrige Lagerbestände zu halten, führt jetzt durch die

Lieferengpässe zu Problemen.

Wichtig ist jetzt nicht nur im Gespräch mit dem Kunden zu bleiben und die Situation für beide Seiten möglichst positiv

abzuschließen, sondern auch mit Lieferanten und Banken Kontakt aufzunehmen.





Liquidität sichern

Um die Liquidität zu sichern, sind Ausweitungen der Zahlungsziele mit den Lieferanten ein hilfreiches Mittel. Aber was

sind wichtige Faktoren für das Bankgespräch? Hier spielen Kennzahlen - wie Eigenkapitalquote und Cash-Flow sowie

Umsatzrentabilität eine entscheidende Rolle. Einflussfaktoren auf diese Kennzahlen sind in diesem Fall neben den

Umsatzeinbußen die Kosten, die das Ergebnis und damit auch das Eigenkapital beeinflussen. Maßgeblich tragen dazu

natürlich die massiven Preissteigerungen beim Material bei, aber auch Energie-, Logistikkosten, Vertragsstrafen für

nicht fristgerechte Auftragsfertigstellung bis hin zu höheren Finanzierungskosten für höhere Banklinien wirken auf das

Ergebnis.

Höhere Banklinien zur Erhaltung der Liquidität werden durch ein höheres Working Capital notwendig. Eine höhere

Bevorratung aufgrund von Produktionsstaus oder höheren Lagerbestands zur Sicherung einer reibungslosen

Produktion und zur Vermeidung von Lieferengpässen benötigen ausreichende Liquidität, die durch Ausweitung der

Kreditlinien ermöglicht wird. Dies wirkt sich aber negativ auf das so wichtige Eigenkapital als Haftungsgrundlage für

das Unternehmen aus und widerspricht dem betriebswirtschaftlichen Gedanken Working Capital im Sinne niedrigerer

Liquiditätsbindung zu senken.



Sicher durch angespanntes Fahrwasser

Wirksame Instrumente, um sicher durch das wirtschaftlich angespannte Fahrwasser zu kommen, sind neben der

Beobachtung des Marktes das betriebliche Geschehen mit Budgetplanungen, Planungsrechnungen, Liquiditäts- und

Finanzplänen im Auge zu behalten. Es gilt hier aber, diese Instrumente nicht nur mit Zahlen zu befüllen, sondern sie

auch zu nutzen, um im rechten Moment in das betriebliche Geschehen einzugreifen.

Karen Vornholt Unternehmensberatung

in Kooperation mit CoPoli e.V.Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Firmenbeschreibung
CoPoli e.V. unterstützt den Mittelstand, Selbständige, Gründer und Unternehmen durch Beratung in den Bereichen Finanzierung/Fördermittel, Geschäftsprozesse und digitale Transformation, Marketing/Vertrieb sowie Leadership und Organisationsentwicklung.
CoPoli ist zertifiziert/akkreditiert bei vielen nationalen und regionalen Förderprogrammen und bietet ein ganzheitliches gemeinsames, Branchen und fachübergreifendes Beratungsverständnis mit praktischer Umsetzung. CoPoli ist Partner der Offensive Mittelstand und hilft Selbständigen ihre eigenen persönlichen Visionen zu finden und erfolgreich umzusetzen.
Schlüsselwörter: CoPoli, Beraternettzwerk, Corona, Mittelstand, Beratung, Finanzierung, Fördermittel, digitale Transformation, Marketing/Vertrieb, Leadership, Organisationsentwicklung.
Firmenkontakt
CoPoli e.V.
Egerstraße 2
65205 Wiesbaden
vertreten durch den Vorstand:
Diplom-Volkswirt Heribert Borgmann (Erster Vorsitzender)
Diplom-Betriebswirt Andreas Bode (Stellvertretender Vorsitzende)
Jurist / Bankdirektor a.D. Frank-Thomas Kraft (Stellvertretender Vorsitzende)
Kontakt:
Telefon: + 49 611 448 55 41
Telefax: + 49 322 22466 100
E-Mail: info(at)CoPoli.net
Website: www.CoPoli.net



PresseKontakt / Agentur:

Andreas Bode
Andreas Bode
Franz-von-Defregger Straße 16
85586 Poing
andi_bode(at)t-online.de
0151/10002342
www.unternehmen-kreativwirtschaft.de



drucken  als PDF  Lithium Hot Stock mit sensationeller Übernahme nahe Tesla ($TSLA). Massives Kaufsignal. Lithium schießt über 72.500$. Neuer 232% Lithium Aktientip nach 4.609% mit Albemarle ($ALB) - AC Research Uran-Aktien müssen jetzt ins Depot - Bill Gates und Warren Buffet steigen ein. Sensationelle Uran-Entdeckung - Massives Kaufsignal. Diese Uran-Aktie jetzt kaufen nach 1.324% mit Isoenergy ($ISO.V) - AC Research
Bereitgestellt von Benutzer: Adenion
Datum: 04.04.2022 - 10:40 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1970824
Anzahl Zeichen: 7591

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Heribert Borgmann
Stadt:

Wiesbaden


Telefon: 0611/4485541

Kategorie:

Wirtschaft (allg.)



Diese Pressemitteilung wurde bisher 244 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Die Corona-Pandemie - Verletzlichkeit der Weltwirtschaft"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Copoli e.V (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).


Alle Meldungen von Copoli e.V


 

Werbung



Facebook

Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z