Das "9-Euro-Ticket" in der Lohnabrechnung
ID: 1991888

(PresseBox) - Seit 1. Juni 2022 gilt im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) das 9-Euro-Ticket. Arbeitnehmer, die für ihren Arbeitsweg Bus und Bahn nutzen, können davon profitieren. Was Arbeitgeber wissen müssen, die schon bisher ihre Arbeitnehmer mit einem Jobticket unterstützen, erklärt Steuerberaterin Annette Bettker in Rostock.
Ich kaufe meinen Arbeitnehmern monatlich ein ÖPNV-Ticket
Viele Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiter bei ihrem Weg zur Arbeit finanziell unterstützen möchten, kaufen ihnen monatlich ein Jobticket. Dieses ist unter bestimmten Voraussetzungen steuer- und beitragsfrei. Voraussetzung ist beispielsweise, dass Arbeitgeber das Jobticket zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewähren. Dann ist das Jobticket ein Sachbezug. Dieser Sachbezug ist im Lohnkonto aufzuzeichnen.
Für Juni bis August kosten Tickets für den Personennahverkehr nur neun Euro. Somit ist auch nur dieser Betrag in der Lohnabrechnung zu berücksichtigen. War das Ticket bisher steuer- und beitragsfrei, bleibt das auch weiterhin so. Aus Vereinfachungsgründen lässt die Finanzverwaltung zu, dass Arbeitgeber die bisherigen Zuschüsse weiterhin in voller Höhe steuerfrei abrechnen. Allerdings müssen sie dann aber zum Jahresende prüfen, ob die Zuschüsse die Aufwendungen übersteigen. Gegebenenfalls ist dann eine Korrektur der Lohnabrechnung erforderlich.
Ich erstatte meinen Arbeitnehmern monatlich einen Zuschuss zum Jobticket
Kauft der Arbeitnehmer sein ÖPNV-Ticket jeden Monat selbst, kann der Arbeitgeber ihm dieses ganz oder teilweise steuer- und beitragsfrei erstatten.
Für Juni bis August hat der Arbeitnehmer nur Aufwendungen in Höhe von neun Euro. Damit kann der Arbeitgeber ihm nur bis zu neun Euro steuer- und beitragsfrei erstatten. Zahlt er ihm mehr, ist der übersteigende Betrag steuer- und sozialversicherungspflichtig abzurechnen.
Wie funktioniert das Ganze bei Jahrestickets?
Kauft der Arbeitgeber ein Jahresticket, ist der geldwerte Vorteil in der Lohnabrechnung im Monat des Erwerbs zu berücksichtigten. Bekommt der Arbeitgeber nun eine Erstattung aufgrund des 9-Euro-Tickets, muss der Arbeitgeber die Lohnabrechnung korrigieren – selbst wenn sich aufgrund der Steuerfreiheit nichts an der Steuer- und Beitragslast ändert. Denn der Arbeitnehmer muss die Kosten, die er vom Arbeitgeber steuerfrei für Fahrten zwischen Wohnung und der ersten Tätigkeitsstätte erhält, von seiner Entfernungspauschale in der Steuererklärung abziehen.
Mehrarbeit für Arbeitgeber, aber auch weniger Kosten
„Gewährt der Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern ein steuer- und beitragsfreies Jobticket, dann muss er jetzt in der Lohnabrechnung genau aufpassen. Hier bedeutet das 9-Euro-Ticket unter dem Strich Mehrarbeit. Der Arbeitgeber spart aber natürlich Kosten“, fasst Steuerberaterin Bettker zusammen. Für Jobtickets des Personenfernverkehrs ändert sich nichts.
Keine Lust auf Lesen?
Hier geht es zu unserem Erklär-Video: https://youtu.be/cyjIp_HRamw
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: PresseBox
Datum: 01.07.2022 - 15:56 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1991888
Anzahl Zeichen: 3271
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Gudrun Bergdolt
Stadt:
Berlin
Telefon: +49 (89) 5898-266
Kategorie:
Finanzwesen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 403 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Das "9-Euro-Ticket" in der Lohnabrechnung"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
ECOVIS AG Steuerberatungsgesellschaft (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Mittelstandsberatungen Ecovis und RTS werden ab dem 1. Januar 2025 untereinem gemeinsamen Markendach auftreten. Damit stärken sie ihre Präsenz und Expertise in Südwestdeutschland und bieten ihren Mandanten ein erweitertes Leistungsspektrum. Während RTS-Mandanten künftig Zugang zu einem der
Landwirtschaftliches Vorkaufsrecht: Wann gilt ein Verpächter als Landwirt- ...
Wenn Eigentümer Grundstücke an Nichtlandwirte verkaufen wollen, können Landwirte ein Vorkaufsrecht geltend machen. Wer jedoch im Sinne des Gesetzes als Landwirt gilt, ist immer wieder Gegenstand verschiedener gerichtlicher Auseinandersetzungen. Ein aktuelles Urteil des Bundesgerichtshofs sorgt
Tarifermäßigung für Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft: Verlängerung der Erleichterungen bis 2028 ...
Die Bundesregierung hat die Tarifermäßigung bis 2028 verlängert und schafft damit Entlastung für die Landwirtschaft. Sie reagiert damit auf die Proteste der Landwirtinnen und Landwirte im vergangenen Winter gegen die geplante Streichung der Agrardiesel-Vergünstigung. Was die Maßnahmen für lan
Weitere Mitteilungen von ECOVIS AG Steuerberatungsgesellschaft
Welche Angaben eine Rechnung enthalten muss ...
Unternehmerinnen und Unternehmer schreiben Rechnungen und bekommen Rechnungen. Aber welche Details müssen in einer Rechnung zwingend aufgeführt sein? Und warum ist das für Absender und Empfänger so wichtig? Das erfahren Sie in unserer Broschüre „Die perfekte Rechnung“. Wann ist eine Rechnun
Warten auf einen Crash ...
Nach einem guten Börsenjahr 2021 ist mit dem Jahreswechsel das Pendel in die andere Richtung ausgeschlagen. Die meisten G&W-Fonds sind daher im „Risk-Off“-Modus. Ursache für den schwachen Kursverlauf an den Märkten ist die Angst vor einer Verstetigung der Inflation. Seit dem Beginn des Kr
First Tin Plc gibt Ergebnisse der Jahreshauptversammlung bekannt ...
First Tin ist ein ethisches, zuverlässiges und nachhaltiges Zinnproduktionsunternehmen, das von einem Team renommierter Zinnspezialisten geleitet wird. Das Unternehmen konzentriert sich darauf, ein Zinnlieferant in konfliktfreien Ländern mit geringem politischem Risiko zu werden, indem es schnell
Analysten sehen fairen Wert des Lithiumexplorers Ion Energy bei 1,18 CAD ...
Die Analysten von Fundamental Research haben die kanadische Lithiumgesellschaft Ion Energy (WKN A2QCU0 / TSXV ION) unter die Lupe genommen und kommen zu dem Schluss, dass der faire Wert der Aktie bei 1,18 CAD liegt. Vom aktuellen Kurs von 0,19 CAD aus entspricht das einem Potenzial von rund 521%! En




