Bitterschokolade - edel und intensiv
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Kakao und Kakaoprodukte sind seit Jahrhunderten weltweit nicht nur wegen ihrer kulinarischen Vorzüge beliebt, in der traditionellen indianischen Medizin galt Kakao auch als magische und heilende Pflanze. Vielleicht gar nicht zu unrecht, wie jetzt die moderne Forschung zeigt. Denn Untersuchungsergebnisse haben in den vergangenen Jahren immer wieder gezeigt, dass dunkle Schokolade einen hohen Gehalt an Flavonoiden aufweist. Diese natürlichen Antioxidanzien können bis zu einem gewissen Grad die negativen Auswirkungen von so genanntem oxidativen Stress neutralisieren, der in der Entstehung von Herz-Kreislauf-Krankheiten eine ungünstige Rolle spielt. Damit wird dunkle Schokolade vom wohlschmeckenden Genussmittel zu einem wertvollen, gesundheitsförderlichen Lebensmittel.
Bitterschokolade ist eine Sorte des kakaohaltigen Lebens- und Genussmittels Schokolade. Andere Bezeichnungen sind Herren-, Edelbitter- oder Zartbitterschokolade, fälschlicherweise auch "schwarze Schokolade".
Bitterschokolade ist dünkler und weniger süss als Milchschokolade und wird - im Unterschied zu Milchschokolade - in der Regel ohne Milch hergestellt. Der Kakaoanteil ist deutlich höher als bei anderern Sorten. Des Weiteren sind Zucker und andere Aromastoffe Bestandteil der Bitterschokolade. Sehr beliebt ist Vanille - auch wegen ihrer Funktion als Emulgator.
Bitterschokolade besteht meist zu 30-70 % aus Kakaomasse, enthält keine oder kaum Milchprodukte und nur wenig Zucker. Die in Belgien und Frankreich besonders beliebte Schokoladensorte hat einen leicht bitteren Geschmack und ist deutlich dunkler als andere Schokoladensorten. Es gilt: Je höher der Kakaoanteil der Bitterschokolade, desto intensiver ihr Geschmack. Die besten dunklen Schokoladensorten, die so genannten Edel-Bitterschokoladen, haben einen Kakaoanteil von bis zu 100 % und ein intensives Aroma, das mit Gewürzen wie Vanille, Thymian, Pfeffer oder Chili ergänzt werden kann. Bitterschokolade passt hervorragend zu Weiss- oder Rotweinen und wird oft auf Weinproben angeboten. Da sie meist ohne Milch produziert wird, steht sie auch auf dem Speiseplan von Veganern.
Warum ist gute Schokolade so teuer?
Die Preise beginnen bei etwa drei Euro pro 100 Gramm und gehen bei besonders edler Schokolade bis zu 10 Euro hoch. Damit sind selbst die günstigeren Edel-Sorten etwa fünfmal so teuer wie normale Standard-Schokoladen. Woher kommt dieser Unterschied?
Ein wichtiger Kostenfaktor sind die Kakaobohnen. Den grössten Anteil an der Welternte hat mit etwa 80 Prozent die Forastero-Bohne. Sie ist sehr widerstandsfähig und ergiebig. Aber: Leckere dunkle Schokoladen kann man damit nicht machen.
Dabei sind Bohne und Verarbeitung entscheidend für den Geschmack. Nicht jede Kakaobohne eignet sich für Edelschokolade. Kenner geraten ins Schwärmen, wenn sie Criollo, Arriba oder Trinitario hören - das sind die Namen der vornehmsten Bohnensorten. Das Problem: Ihr Anbau ist aufwändiger, der Ertrag kleiner. Und das macht die Edelbohnen so teuer. Sie werden überwiegend aus Ecuador, Venezuela und Madagaskar eingeführt - und das mit steigender Tendenz.
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Datum: 09.05.2006 - 21:46 Uhr
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