Solarindustrie trotz Herausforderungen auf gutem Weg
ID: 2023237
Politik in der Pflicht, damit Aufschwung nicht ausgebremst wird

(PresseBox) - Staatliche Kürzungen sowie die Einführung von Größengrenzen und Zertifikaten ließen den Umsatz der Solarbranche von 2010 bis 2014 um ganze 90 Prozent einbrechen. Mit diesen Daumenschrauben verlor die Branche den so wichtigen Schwung für viele Jahre. Erst jetzt, gut zehn Jahre später, ist der Industriezweig in Deutschland wieder zu alter Stärke zurückgekehrt. Verantwortlich für diese Entwicklung sind vor allem steigende Energiekosten, der Wunsch nach sauberer Energie und das stärkere Bewusstsein für mehr Autarkie.
Für Joachim Goldbeck ist das ein Schritt in die richtige Richtung. Dennoch sieht er die Politik jetzt in der Pflicht, damit der Aufschwung nicht wieder ausgebremst wird. „Nach einer Reihe guter Schritte im Osterpaket fehlen nach wie vor zwei wichtige Stellschrauben: vereinfachte und zuverlässig beschleunigte Genehmigungsverfahren auf allen Ebenen sowie vereinfachte Anlagenzertifikate“, erklärt der Geschäftsführer von GOLDBECK SOLAR.
Denn höhere Zinsen und die anhaltende Inflation sorgen für steigende Kosten, sodass Anlagen, die auf EEG-Tarife angewiesen sind, nicht in der nötigen Geschwindigkeit beschlossen und umgesetzt werden können. Zusätzlich verunsichert die aktuell diskutierte Erlösabschöpfung neue Investoren, so dass auch hier der benötigte Zubau gebremst wird.
Einzig den Bedarf an Fachkräften scheint die Branche aktuell abdecken zu können. Goldbeck dazu: „Durch den guten Ruf der Solarindustrie finden wir viele neue Fachkräfte. Damit sind wir den Herausforderungen und Ausgaben in dieser Hinsicht aktuell gewachsen.“ Durch das starke Wachstum warten aber noch viele weitere spannende Aufgaben auf engagierte Menschen, die sich für einen Job in der Solarindustrie interessieren.
International nur Mittelmaß
Im internationalen Vergleich ist Deutschlands Position gespalten. Während deutsche Unternehmen im Bereich der Projektentwicklungen, der Finanzierung, des Baus und der Wartung von Anlagen häufig gut positioniert sind, sieht es in den übrigen Sparten dürftig aus.
„Die Branche ist vielschichtig. Beim Kernprodukt Solarmodul und dessen Vorstufen spielt nur noch Wacker Chemie für Silizium mit nennenswerten Mengen auf dem Weltmarkt mit“, so Joachim Goldbeck. Und auch die Abhängigkeit von China, das rund 90 Prozent der weltweiten Modul- und Vorproduktfertigung betreibt, ist erdrückend. Für GOLDBECK SOLAR bedarf es hier einer entschlossenen Industriestrategie in Europa. Bei den Wechselrichtern hat SMA Solar Technology AG immerhin noch eine bedeutende Rolle, und auch andere Hersteller können sich bislang behaupten.
Klare Vorwärtsstrategie notwendig
Mit deutlichen Forderungen richtet sich Joachim Goldbeck wie viele seiner Kollegen an die Politik: „Wir brauchen jetzt eine klare Vorwärtsstrategie in Deutschland. Eine Unterstützung beim Export in außereuropäische Länder, etwa durch die Übernahme von Risiken oder die Einführung eines Emission Trading Schemes (ETS) gehört ebenso dazu wie eine beherzte Solar-Reindustrialisierung.“
So könne sich die Solarbranche endgültig zu einem der wichtigsten Industriezweige in Deutschland entwickeln und zum weiteren Wohlstand in der Bundesrepublik beitragen.
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: PresseBox
Datum: 22.11.2022 - 15:55 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2023237
Anzahl Zeichen: 3412
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Verena WeißbachYesica Pantiga
Stadt:
Hirschberg an der Bergstraße
Telefon: +49 6201 7103 358+49 (6201) 7103-337
Kategorie:
Energie & Umwelt
Diese Pressemitteilung wurde bisher 262 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Solarindustrie trotz Herausforderungen auf gutem Weg"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
GOLDBECK SOLAR GmbH (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
GOLDBECK SOLAR, ein führender Anbieter im schlüsselfertigen Bau von industriellen, kommerziellen und großflächigen Photovoltaikanlagen, freut sich, gemeinsam mit Encavis den symbolischen Spatenstich für den Solarpark Zaratán zu feiern. Mit einer Kapazität von 29 MWp markiert dieser Solarpark
GOLDBECK SOLAR und HVC realisieren gemeinsam 98 MWp Solarpark Noordermeerdijk in den Niederlanden ...
GOLDBECK SOLAR freut sich, den Baubeginn des größten Solarparks in der Region Noordoostpolder bekannt zu geben. Mit einer jährlichen Stromproduktion von rund 93.000 MWh wird der Solarpark so viel grünen Strom erzeugen, wie 37.000 Haushalte verbrauchen – das entspricht etwa 74 Prozent aller Hau
Der Sonne hinterher: GOLDBECK SOLAR und ImWind bauen Agri-PV-Park mit vielseitigem Nutzen ...
GOLDBECK SOLAR und ImWind bauen gemeinsam den 5 MWp Solarpark Gaweinstal, der nicht nur hocheffizient Energie erzeugt, sondern auch der Landwirtschaft vor Ort vielfältigen Mehrwert bietet. Das starke Beispiel für wegweisende Agri-Photovoltaik soll im vierten Quartal 2024 fertiggestellt werden.  Â
Weitere Mitteilungen von GOLDBECK SOLAR GmbH
„BASTA“ ATOM-ENERGIE ...
Das Beharren auf parteipolitischer Ideologie „Atomkraft nein Danke“ und das Bauen von mehr Solar- und Windparks werden dazu beitragen, dass es auf der Erde immer heißer wird. Wir haben keine Zeit, um weiterhin auf das als bereits gescheitert zu betrachtende erneuerbare Energieexperimente zu se
ADLER und ReneSola Power entwickeln gemeinsam Solarparks für mehr erneuerbare Energien ...
Energiewende beschleunigen Der international aufgestellte, voll integrierte Solarprojektentwickler ReneSola Ltd ("ReneSola Power") startet mit der ADLER Smart Solutions GmbH (ADLER) erstes Pilotprojekt im Norden Niedersachsens auf einer Fläche von 36 Hektar. In der Entwicklung und R
ADLER und ReneSola Power entwickeln gemeinsam Solarparks für mehr erneuerbare Energien ...
Der international aufgestellte, voll integrierte Solarprojektentwickler ReneSola Ltd ("ReneSola Power") startet mit der ADLER Smart Solutions GmbH (ADLER) erstes Pilotprojekt im Norden Niedersachsens auf einer Fläche von 36 Hektar. In der Entwicklung und Realisierung von Freiflächenan
LNG-Terminalschiff Neptune: Deutsche Umwelthilfe fordert Landesregierung auf, Einfahrt in Lubmin vor Abschluss des Genehmigungsverfahrens zu verbieten ...
Das schwimmende LNG-Terminalschiff (FSRU) für den Standort Lubmin ist unterwegs zum Ostseehafen Mukran auf Rügen. Die "Neptune" soll laut Schiffstracking-Diensten heute Abend in Mukran ankommen. Dort wird sie nach Einschätzung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) auf den Weg zu ihrem Besti




