AGRAVIS Raiffeisen AG startet mit Respekt ins Jahr 2023
(Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.)(firmenpresse) - "2022 war ein geschichtsträchtiges, wirtschaftlich anspruchsvolles und für uns im genossenschaftlichen Verbund herausforderndes Jahr", fasst Dr. Dirk Köckler, Vorsitzender des Vorstandes der AGRAVIS Raiffeisen AG, das abgelaufene Geschäftsjahr zusammen.
Die grundsätzlichen Treiber der Veränderung in Form von Bevölkerungswachstum und Klimawandel in Verbindung mit demokratiefeindlichen Entwicklungen in vielen Teilen der Welt läuteten mit Putins Invasion eine Zeitenwende ein. Im Ergebnis stürzten die globalen Märkte in Turbulenzen, die sich in einer starken Inflation sowie steigenden Rohstoffpreisen und -knappheiten schmerzhaft bemerkbar machten und sich somit auch massiv auf das AGRAVIS-Geschäft auswirkten. Aber Köckler macht auch sofort deutlich, dass angesichts der menschlichen Katastrophe und der gesellschaftlichen Risiken, die der Krieg angerichtet habe und noch immer anrichte, es für die AGRAVIS selbstverständlich gewesen sei, sich diesen Herausforderungen zu stellen. "Gefordert war und ist zuallererst ein konsequentes Eintreten für eine demokratische Wertegemeinschaft sowie für Freiheit und Selbstbestimmung in Europa. Das Bekenntnis gibt die AGRAVIS ab und steht weiterhin für Forderungen nach Frieden in Europa ein."
Genossenschaftlicher Verbund ist Teil der Lösung
Die Folgen des Krieges, so Köckler im Umfeld der Internationalen Grünen Woche, blieben für die AGRAVIS bis dato beherrschbar. "Es ist es uns gelungen, einerseits eine Versorgungssicherheit darzustellen - und damit dauerhaft lieferfähig gewesen zu sein - anderseits aber auch im Sinne des genossenschaftlichen Gedankens Verantwortung für Raiffeisen-Genossenschaften und Landwirte zu übernehmen. Wir verstehen uns in diesen Zeiten als Teil der Lösung und sind nicht Shareholder-Value getrieben. Der genossenschaftliche Verbund kann gerade in schwierigen Zeiten seine Leistungsstärke unter Beweis stellen."
Auswirkungen von gestiegenen Preisen
Beim Blick auf den vorläufigen Umsatz des abgelaufenen Geschäftsjahres zeigt sich, wie sich Preissteigerungen durch Verknappung von Waren auswirken. "Wir haben in 2022 - Stand jetzt - einen Umsatz von über 9 Mrd. Euro realisiert. Das sind rund 2 Mrd. Euro mehr als in 2021. Ein Großteil des Mehr-Umsatzes entfällt auf die Preissteigerungen und die schon Ende 2021 hohe Preissituation. Getrieben durch hohe Vorleistungspreise für Energie sind entsprechend alle Betriebsmittel mit deutlichen Preissteigerungen versehen. Dies wirkte sich auch sofort auf alle Betriebshilfsmittel wie beispielsweise Verpackungen aus. In Summe haben wir eine Preissteigerung von rund 25 Prozent zu verarbeiten. Diese Entwicklung ist weiterhin verbunden mit volatilen Preisverläufen auf einem historisch hohen Niveau wie zum Beispiel bei Mineraldünger oder Getreide und Raps."
Preisniveau wird nicht so hoch bleiben
Deshalb mahnt der AGRAVIS-Vorstandsvorsitzende und blickt mit Respekt auf das gerade angefangene Geschäftsjahr. "Wir sind zu einer verantwortungsvollen, knappen Warenbevorratung und Nutzung aller Absicherungsmöglichkeiten aufgerufen. Uns allen ist klar, dass das Preisniveau nicht auf diesem hohen Niveau bleiben kann und bleiben wird, obwohl das neue Normal deutlich über den Preisen zur Wende des Jahrzehnts liegen wird. Allein die Inflation und vielfältigen Verknappungen lassen sich nicht zurückdrehen. Deshalb gilt schon jetzt ein besonderes Augenmerk dem Risikomanagement und der weiteren Kostenoptimierung."
Abhängig von makroökonomischen und geopolitischen Rahmenbedingungen
Generell sei die AGRAVIS Raiffeisen AG - wie andere Branchen auch - von den weiteren makroökonomischen und geopolitischen Rahmenbedingungen abhängig. "Hier ist ein aktuell hoher Grad an Unsicherheit unser täglicher Begleiter", so Köckler. Hierzu zählten weiter der grausame Krieg - auch gegen die Zivilbevölkerung - in der Ukraine mit den Auswirkungen auf die Lieferketten und auf die Verfügbarkeiten, die Entwicklung der Preise für Energie sowie für Rohstoffe.
Herausforderungen annehmen und Chancen suchen
Darüber hinaus erschwerten der anhaltend sehr hohe Inflationsdruck für Verbraucher:innen und Unternehmen, die damit verbundenen Zinserhöhungen der Zentralbanken sowie die nach wir vor sich auswirkende Corona-Pandemie das Geschäft. "Trotz dieser Rahmenbedingungen werden wir nicht in Pessimismus verfallen, sondern weiter die Herausforderungen annehmen, die Chancen in schwierigen Märkten suchen und unseren Teil zur Versorgungssicherheit beitragen", macht der AGRAVIS-Vorstandsvorsitzende deutlich.
Details zum Geschäftsjahr 2022 am 23. März
Genaue Ergebnisse und Details zum Geschäftsjahr 2022 sowie zu aktuellen Entwicklungen in der AGRAVIS-Gruppe wird das Unternehmen zur Bilanz-Pressekonferenz am 23. März 2023 vorlegen. Die Hauptversammlung der AGRAVIS Raiffeisen AG findet am 9. Mai 2023 in Osnabrück statt - dann entscheiden die Aktionär:innen auch über die Dividendenausschüttung.Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
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Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Die AGRAVIS Raiffeisen AG ist ein modernes Agrarhandelsunternehmen in den Segmenten Agrarerzeugnisse, Tierernährung, Pflanzenbau und Agrartechnik. Sie agiert zudem in den Bereichen Energie und Raiffeisen-Märkte einschließlich Baustoffhandlungen soüberwie im Projektbau. Die AGRAVIS-Gruppe erwirtschaftet mit über 6.300 Mitarbeiter:innen 7,3 Mrd. Euro Umsatz und ist als ein führendes Unternehmen der Branche mit mehr als 400 Standorten überwiegend in Deutschland tätig. Internationale Aktivitäten bestehen über Tochter- und Beteiligungsgesellschaften in mehr als 20 Ländern und Exportaktivitäten in mehr als 100 Ländern weltweit. Der Unternehmenssitz ist Münster.
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Datum: 19.01.2023 - 17:20 Uhr
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