Bundesforschungsministerium fördert das Projekt Change.WorkAROUND

Bundesforschungsministerium fördert das Projekt Change.WorkAROUND

ID: 2032571

Industrie 4.0: Vom Workaround zur Produktionssteigerung



Gruppenbild aller Projektbeteiligten. (Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.)Gruppenbild aller Projektbeteiligten. (Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.)

(firmenpresse) - Münster, 03.02.2023 - Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert ein Forschungsprojekt zum Thema Workarounds in der Industrie. Sechs Unternehmen und die Uni Paderborn haben sich zum Ziel gesetzt, die Wandlungsfähigkeit der Industrie in immer unstetigeren Zeiten zu erhöhen. Das Projekt Change.WorkAROUND fördert das BMBF über drei Jahre mit insgesamt ca. 2.5 Millionen Euro.



Viele Unternehmen in Deutschland profitieren von klar definierten und optimierten Prozessen und deren Ausführung - ob in der Produktion, der Logistik, dem Vertrieb und allen anderen Unternehmensbereichen. Doch die digitale Transformation und sich ständig ändernde Anforderungen an Produkte und Dienstleistungen zwingen Fachkräfte auch dazu, kreative Lösungen abseits der bestehenden Prozesse zu finden: Sogenannte Workarounds.



"Bisher haben diese Workarounds meist einen negativen Ruf, Abweichungen vom Standard sollen vermieden werden. Wir sind fest davon überzeugt, dass diese kreativen Lösungen von selbstbestimmt arbeitenden Fachkräften in vielen Fällen eine absolute Stärke von Unternehmen ist und international ein Wettbewerbsvorteil sein kann", erklärt Prof. Dr. Daniel Beverungen von der Uni Paderborn, "im Projekt wollen wir Strategien, Methoden und Werkzeuge entwickeln, um Workarounds als eine Maßnahme geordneten Wandels in Organisationen zu verankern."



Der gemeinsame Förderantrag überzeugte das BMBF als eines von 11 Projekten aus 71 Förderanträgen, so dass im Januar 2023 das Projekt startet. "Inhaltlich haben wir im Projekt drei Schwerpunkte festgelegt: Die Identifikation von Workarounds mit Hilfe moderner Datenanalysen und KI, die Veränderung der Einstellung von Organisationen und von Führungskräften hin zu einem unvoreingenommenen Bild von nachhaltigen Workarounds sowie die Erarbeitung von Strategien und Werkzeugen, um identifizierte Workarounds bewerten zu können", so Beverungen.





Als Industriepartner sind mit der Westfalen AG aus Münster und der REMBE® GmbH Safety+Control aus Brilon zwei Unternehmen bei dem Projekt dabei, die einem hohen Veränderungsdruck ausgesetzt sind. Die Westfalen AG als Experte für Gase, Wärme, Kälte und zukunftsfähiger Mobilität ist stark von dem Krieg in der Ukraine und den Umbrüchen der Energiewirtschaft betroffen.



Die REMBE® GmbH Safety+Control entwickelt, produziert, installiert und wartet Explosionsschutzsysteme und Druckentlastungseinrichtungen (u.a. Berstscheiben). Durch die starke Spezialisierung auf die individuellen Kundenanforderungen gilt es die spezifischen Besonderheiten zu berücksichtigen und täglich wandlungsfähig zu sein.



Die Miele als dritter Projektpartner sieht sich neben diesen Rahmenbedingungen auch dem Veränderungsdruck durch sich verändernde Kundenbedürfnisse ausgesetzt. Als Vorbild für Industrie 4.0 verfügt Miele über große Datenbestände, in denen sich potenziell Prozessinnovationen verbergen.



Mit diesen Industriepartnern arbeiten die drei Befähigungspartner eng zusammen. Die viadee Unternehmensberatung aus Münster ist Projektkoordinator und für den Bereiche Data Science zur Prozessanalyse zuständig. Ziel ist mit modernen Verfahren Workarounds zu identifizieren und mithilfe moderner Analysemethoden und KI-Verfahren und Kausalinferenz zu bewerten, ob ein Problem oder eine Lösung vorliegt. Dies soll jeweils als Unterstützung für und in Zusammenarbeit mit Facharbeitern gelingen.



Abseits von Datenanalysen sind zumindest viele bewusst gewählte Workarounds den Mitarbeitenden in Unternehmen bekannt. Allerdings verhindern Strukturen, Regeln und Unternehmenskulturen die offene Kommunikation von begründeten Abweichungen von Standardprozessen. Die myconsult GmbH aus Salzkotten wird ein Change-Management-Konzept sowie Handlungsoptionen für Führungskräfte erarbeiten, um eine konstruktive Arbeit mit Workarounds zu fördern und deren Innovationspotenzial zu nutzen.



Im dritten Handlungsfeld wird die Unity AG aus Büren Wege erarbeiten, identifizierte Workarounds im strategischen Kontext einzuordnen: Dazu gehören auch Strategien, wie diese möglichst zeitnah in die bestehenden Standardprozesse weiterbringen können sowie die notwendige Abwägung zwischen zentral und dezentral gesteuerter Prozess-Veränderung.



Dr. Frank Köhne von der viadee Unternehmensberatung fungiert als Konsortialführer. Er bringt das Ziel des Forschungsprojektes auf den Punkt, wenn er sagt: "Wir wollen Unternehmen wandlungsfähiger machen. Workarounds finden ohnehin immer statt: Es stellt sich für Führungskräfte nur die Frage ob dies koordiniert, datenbasiert und mit Wertschätzung für kreative Lösungen geschieht, oder nicht." Dafür wollen die fünf Partnerunternehmen und die Universität Paderborn Strategien, Methoden und Werkzeuge erarbeiten und erproben.



Aktuell wird noch mindestens ein weiteres Industrieunternehmen gesucht, dass unter Wandlungsdruck steht und potenziell über geeignete Event-Daten aus seinen Prozessen verfügt.



Weitere Informationen auf: https://www.uni-paderborn.de/forschungsprojekte/changeworkaroundWeitere Infos zu dieser Pressemeldung:

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Datum: 03.02.2023 - 15:05 Uhr
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