Seltene Erkrankungen: Zahnärzte leisten Detektivarbeit
ID: 2035023
15 Prozent aller Seltenen Erkrankungen zeigen sich durch Symptome in Mund und Gesicht. Der Zahnarzt kann Seltene Erkrankungen aufdecken.
„Leicht erkennbare Hinweise auf eine Seltene Erkrankung können Veränderungen der Zahnform oder der Zahnfarbe sein“, erläutert Dr. Romy Ermler, Vorstandsvorsitzende der Initiative proDente e.V. und Vizepräsidentin der Bundeszahnärztekammer (BZÄK). „Bei bestimmten Seltenen Erkrankungen ist auch die Anzahl der Zähne oder der Zeitpunkt ihres Durchbruchs in den Kiefer verändert.“ Experten schätzen, dass in Deutschland rund vier Millionen Menschen an einer Seltenen Erkrankung leiden. Laut Europäischer Union ist eine Krankheit „selten“, wenn weniger als fünf von 10.000 Menschen von ihr betroffen sind. Insgesamt sind etwa 6.000 bis 8.000 verschiedene Seltene Erkrankungen bekannt.
Zahnärzte können Seltene Erkrankungen erkennen
Viele Betroffene haben eine Odyssee hinter sich - denn die Krankheitsbilder und Symptome sind nicht allgegenwärtig. Im Durchschnitt dauert es sieben Jahre, bis eine Seltene Erkrankung erkannt wird. Dabei können Seltene Erkrankungen schwerwiegend verlaufen und lebensbedrohlich sein. Genau wie auch bei anderen Erkrankungen gilt: Je früher sie erkannt werden, desto besser sind sie zu behandeln und es ist einfacher, einen schweren Verlauf zu vermeiden. Liegt ein Verdacht auf eine Seltene Erkrankung vor, kann die Hausärztin oder der Hausarzt an Fachärzte oder Universitätskliniken mit Zentren für Seltene Erkrankungen überweisen. Zahnärztliche Untersuchungen können dabei das Stellen der richtigen Diagnose entscheidend unterstützen.
Hypophosphatasie: Milchzähne fallen früher aus
Eine aktuelle Studie zeigt: Eines der Hauptsymptome einer sogenannten Hypophosphatasie ist das auffällig frühe Ausfallen der Milchzähne bereits zwischen dem ersten und vierten Lebensjahr. Meist sind die unteren Schneidezähne betroffen. Die Seltene Erkrankung kommt mit einer Häufigkeit von 1:100.000 vor. Ein bestimmtes Enzym im Körper ist bei einer Hypophosphatasie weniger aktiv. Dadurch sind Zähne und Knochen nicht richtig mineralisiert. Weitere Symptome im Mund können eine Parodontitis bereits im Milchgebiss, der frühzeitige Verlust auch der bleibenden Zähne, eine verminderte Ausbildung von Zahnschmelz und Dentin sowie dünne, kurze Zahnwurzeln und Karies sein. Ein Gentest kann die Diagnose letztendlich bestätigen und die Behandlung ermöglichen. Denn die Studiendaten zeigen auch: Je früher die Hypophosphatasie erkannt und mit einer Enzymtherapie behandelt wird, desto besser ist die Prognose für die Betroffenen.
Themen in dieser Pressemitteilung:
seltene-erkrankungen
mund
zahn
patient
zahnarzt
betroffene
diagnose
diagnostik
erkrankung
gesicht
tag-der-seltenen-erkrankungen
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Initiative proDente e.V.
PR-Referentin
Aachener Straße 1053-1055
50858 Köln
www.prodente.de
Tel. 022117099740
Fax. 022117099742
E-Mail: ricarda.wille(at)prodente.de
www.prodente.de
www.zahnbande.de
www.facebook.de/proDente.e.V.
www.twitter.com/prodente
Initiative proDente e.V.
Dirk Kropp
Kropp
50858 Köln
dirk.kropp(at)prodente.de
022117099740
https://www.prodente.de
Datum: 22.02.2023 - 11:20 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2035023
Anzahl Zeichen: 3087
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Ricarda Wille
Stadt:
Köln
Telefon: 022117099740
Kategorie:
Gesundheitswesen - Medizin
Diese Pressemitteilung wurde bisher 374 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Seltene Erkrankungen: Zahnärzte leisten Detektivarbeit"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Initiative proDente e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Ein Ellenbogen im Strafraum. Ein Sturz beim Mountainbiken. Ein Zusammenprall beim Basketball. Was viele unterschätzen: Rund ein Drittel aller Verletzungen im Mund- und Gesichtsbereich passiert beim Sport. Betroffen sind nicht nur Profis. Gerade Kinder und Freizeitsportler riskieren Zahnfrakturen un
Content mit Nebenwirkungen ...
Zahngesundheit wird viral. Erfolgreiche Dentfluencer schaffen Aufmerksamkeit und vermitteln Wissen. Das bietet Chancen für gute Aufklärung, birgt aber auch Gefahren: Mythen und Fake News rund um Zahnpflege halten sich hartnäckig. Dazu gehören vermeintlich „natürliche“ Alternativen wie Ölz
Pressemeldung - Nikotinkonsum steigt wieder an. Welche Rolle spielen Netflix und Nikotintrends? ...
Immer weniger Menschen rauchen. Seit 2000 hat sich der Zigarettenkonsum laut Jahrbuch Sucht 2025 fast halbiert. Eine erfreuliche Entwicklung – doch es gibt eine Kehrseite: Im Jahr 2024 stieg der Konsum wieder um 3,5 Prozent. Der Weltnichtrauchertag am 31. Mai 2026 steht deshalb unter dem Motto ‚
Weitere Mitteilungen von Initiative proDente e.V.
Atherosklerose durch die Leber gefördert ...
Lindenberg, 22. Februar 2023. Es gibt neue Erkenntnisse zu den Ursachen von Atherosklerose. Die Bioresonanz Redaktion erläutert die Hintergründe und zieht Schlussfolgerungen. Wenn sich an den Blutgefäßen Ablagerungen bilden, allgemein als Gefäßverkalkung bezeichnet, spricht der Fachmann von
Magersucht, Binge Eating, Gesundheitsobsession: Zahl psychisch bedingter Essstörungen nimmt geschlechts- und altersübergreifend zu ...
-Bulimie, Orthorexie, Esssucht - Symptome werden immer vielfältiger -THE BALANCE sieht alarmierenden Anstieg von Essstörungen in allen Alters- und Personengruppen -Vor allem Frauen sind gefährdet (Mallorca, Februar 2023) Falsche Vorbilder, sozialer Druck, psychischer Stress - die Gründe fü
Schreibtisch-Verspannungen den Kampf ansagen ...
Stuttgart, 21. Februar 2023 - Stechen im Nacken, ständige Kopfschmerzen, Migräne, eingeschränkte Beweglichkeit des Oberkörpers und Verkrampfungen im Kiefer - die Liste der Beschwerden ist lang. Über 50 % der Arbeitnehmenden leiden unter sitz bedingten Schmerzen infolge ihres Bürojobs. Wenig Be
Fit ins neue Jahr: Das sind die idealen Energielieferanten! ...
# Gib deinem Körper, was er braucht! ?Du hast gute Vorsätze und spannende Pläne fürs neue Jahr? Gut so! Jetzt heißt es, für Energie zu sorgen, um das Geplante in die Tat umzusetzen. Die Rechnung ist denkbar einfach: Unser Körper verfügt über so viel Energie, wie wir ihm zuführen. Die k




