Spielregeln für Klimaschutz im Wald

Spielregeln für Klimaschutz im Wald

ID: 204141

Spielregeln für Klimaschutz im Wald



(pressrelations) - Klimaschutz im Wald muss die Interessen der Waldbewohner und den Schutz der Biodiversität berücksichtigen. Dies ist die Hauptforderung von CARE und WWF. Die Organisationen appellieren an die Regierungen, die sich aktuell zur Klima und Waldschutzkonferenz in Oslo treffen, bei allen Bemühungen des Wald- und Klimaschutzes die Auswirkungen für Menschen und Umwelt im Blick zu behalten. CARE und WWF schlagen dazu fünf Grundsätze vor, die Länder bei ihren Plänen und Aktionen zum Waldschutz (REDD+, Reducing Emissions from Deforestation and Degradation) anwenden sollten. "Weltweite Erfahrungen zeigen, dass lokale Gemeinden die besten Wächter der Wälder sind", sagt Raja Jarrah, Experte für REDD von CARE. "Sie spüren die Auswirkungen des Waldverlustes als erste. Die Grundsätze, die wir heute vorstellen, formulieren, was wir längst wissen: Waldschutz wird nur erfolgreich sein, wenn er auf die Bedürfnisse der lokalen Gemeinden angepasst ist und wenn er ihre Rechte wahrt.""Die Regierungen wollen Milliarden von Euro auf den Tisch legen, um Abholzung zu stoppen und unser Klima zu schützen. Damit es nicht verschwendet wird, brauchen wir feste Regeln zur Verwendung des Geldes", sagt Paul Chatterton, Leiter der "Forest Carbon Initiative" von WWF. "Die Beachtung der Grundsätze stellt sicher, dass alle Bemühungen im Kampf gegen den Klimawandel mit Hilfe des Waldschutzes fair, gerecht und umweltfreundlich sind."

Mehr als 30 Regierungen diskutieren am Donnerstag, den 27. Mai in Oslo die Gründung einer Partnerschaft, um REDD+ Aktionen in diesem Jahr und in Zukunft zu fördern. REDD+ bietet eine einzigartige Gelegenheit, sowohl die Konsequenzen als auch die Gründe des steten globalen Waldverlustes zu bewältigen. Wenn sich die Regierungen keine globalen Meilensteine setzen, kann REDD+ ineffektiv sein und sogar Schaden anrichten. Um die Auswirkungen des Klimawandels zu verhindern, müsse Waldschutz Hand in Hand mit dem Schutz der Biodiversität gehen und lokale Gemeinden und indigene Völker begünstigen, fordern WWF und CARE. Zusätzliche müsse jeder Ansatz transparent und verantwortlich durchgeführt werden, um nachzuvollziehen, wie die Gelder für REDD+ Maßnahmen verwendet werden.



Grundsätze für REDD+
  • Klima: REDD+ trägt zur Reduzierung der Treibhausgase auf der Basis von nationalen Zielen und in Hinblick auf eine globale Zielvorgabe bei.
  • Biodiversität: REDD+ erhält und/oder stärkt die Biodiversität der Wälder und Ökosysteme
  • Lebensgrundlagen: REDD+ trägt zu einer nachhaltigen und gleichberechtigten Entwicklung bei, durch Stärkung der Lebensgrundlagen lokaler Gemeinden, die von den Wäldern leben
  • Rechte: REDD+ anerkennt und respektiert die Rechte indigener Völker und lokaler Gemeinden
  • Faire und effektive Finanzen: REDD+ mobilisiert sofortige, angemessene und planbare finanzielle Ressourcen für vorrangige Waldgebiete in gerechter, transparenter, koordinierter und gemeinschaftlicher Art und Weise.

Kontakt
Jörn Ehlers
Pressestelle WWF Deutschland
Tel. : 030-308742 12Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  WWF setzt Expertenrat zu Standards für Wald & Klima Projekte ein Greenpeace: Ölunfall in der Nordsee jederzeit möglich
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 27.05.2010 - 11:47 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 204141
Anzahl Zeichen: 3284

pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen


Diese Pressemitteilung wurde bisher 281 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Spielregeln für Klimaschutz im Wald"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

WWF - World Wide Fund For Nature (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Stillstand beim bayerischen Wolfsmanagement ...
Verbände fordern Umweltminister zum Handeln auf In einem gemeinsamen Brief haben die vier Verbände WWF, BUND Naturschutz, Gesellschaft zum Schutz der Wölfe und Landesbund für Vogelschutz den bayerischen Umweltminister Dr. Marcel Huber aufgefordert, endlich dafür Sorge zu tragen, dass der l

Ringen um weltgrößtes Meeresschutzgebiet gescheitert Russland blockiert internationale Bemühungen zum Schutz des Südpolarmeers ...
BREMERHAVEN, 16. Juli 2013 - Mit dem heutigen Scheitern der CCAMLR-Konferenz wurde eine entscheidende Chance für den Meeresschutz rund um die Antarktis verpasst. Die "Kommission zur Erhaltung lebender Meeresschätze in der Antarktis" (CCAMLR) konnte sich nicht darauf einigen, die weltw

Urteilsspruch mit Tiefenwirkung: BVerwG lässt Gewässerschutz europäisch überprüfen ...
WWF, NABU und BUND: Verfahrensverzögerungen sind der Preis für die Geringschätzung von Umweltbelangen Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) hat heute den Ausbau der Weser vorerst gestoppt und grundsätzliche Fragen zum Gewässerschutz dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) zur Entscheidung vor


Weitere Mitteilungen von WWF - World Wide Fund For Nature


Greenpeace: Ölunfall in der Nordsee jederzeit möglich ...
Starke Ölverschmutzung bereits durch alltäglichen Förderbetrieb Die Öl- und Gasplattformen in der Nordsee sind unfallgefährdet und für eine schleichende Verschmutzung der Nordsee verantwortlich. Dies ist das Ergebnis eines aktuellen Greenpeace-Beobachtungsfluges. An fünf Nordsee-Plattfor

WWF setzt Expertenrat zu Standards für Wald & Klima Projekte ein ...
llung auf der "Carbon Expo 2010" in Köln Köln - 15 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen stammen aus Waldzerstörung und Degradierung. Die globale Entwaldung aufzuhalten ist dadurch eine der wichtigsten Aufgaben im Kampf gegen den Klimawandel. Freiwillige waldbezogene Klimasch

Biolebensmittel: Bilanz aus 85 Tests: weniger Pestizide, aber qualitativ nicht immer besser ...
Biolebensmittel sind nicht automatisch gesünder oder schmackhafter als konventionelle Lebensmittel. Nach den test-Qualtiätsurteilen gibt es im Durchschnitt auch sonst keine qualitativen Unterschiede. Allerdings bietet die Ökokost zwei Vorteile gegenüber der konventionellen: Pestizide kommen se

Prüfung von Photovoltaik-Modulen: VDE-Institut beschließt internationale Partnerschaft ...
Durch dieses Abkommen können beide Organisationen Herstellern von Photovoltaik-Modulen mit nur einer Prüfung nach den einschlägigen Normen einen reibungslosen Zugang zum Weltmarkt ermöglichen. Die Kunden profitieren dabei von niedrigeren Kosten und einer schnelleren Markteinführung. Auf zeita


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z