Umstrittene Affenversuche: Verwaltungsgericht Bremen hält weitere Schritte für erforderlich
ID: 204889
Umstrittene Affenversuche: Verwaltungsgericht Bremen hält weitere Schritte für erforderlich
"Die Vorstellung, dass die Affen derweil weiter unter der lang andauernden Sachverhaltsermittlung leiden müssen, ist sehr belastend. Seit über einem Jahrzehnt müssen die Bremer Affen für qualvolle Versuchsreihen des Prof. Kreiter herhalten und mit dem Leben bezahlen ? für reine Grundlagenforschung ohne klinischen Bezug. Die Forschungsfreiheit unseres Grundgesetzes ist jedoch kein Freibrief und muss immer im Verhältnis zu anderen hochrangigen Werten wie eben dem Schutz der Tiere gesehen werden. Hier überwiegt eindeutig der Schutz der Bremer Affen, die tagtäglich in den Versuchen leiden", so Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte.
Laut Bundesverband dürfte die für den Verfahrensausgang entscheidende Frage sein, wie schwer die Leiden und Schäden sind, die den Affen zugefügt werden. Wer Tieren konkrete und andauernde oder sich wiederholende Leiden zufügt, darf das nach aktueller Rechtslage allenfalls tun, wenn er glaubhaft machen kann, dass sich daraus mit einiger Wahrscheinlichkeit ein konkret bestimmbarer Nutzen für die menschliche Gesundheit oder ein anderes vergleichbar wichtiges Rechtsgut ergeben wird und dass mit diesem Nutzen in absehbarer Zeit gerechnet werden kann. Ein lediglich abstrakter Erkenntnisgewinn, so wie ihn Prof. Kreiter bisher praktiziert, reicht dafür nicht aus ? erst recht nicht, wenn die belastenden Versuche schon seit vielen Jahren stattgefunden haben, ohne dass sie zu einem konkreten Therapieerfolg geführt hätten.
Für den Bundesverband sind Affenversuche schon aus ethischen Gründen nicht zu rechtfertigen. Affen verfügen über Schmerz- und Leidensfähigkeit hinaus auch über besondere Intelligenz, Selbstbewusstsein und ein komplexes Sozialverhalten. Zudem empfinden sie Gefühle wie Freude und Trauer und nehmen bei ihren Artgenossen mentale Zustände, Absichten und Erwartungen wahr (Theory of Mind). Nach Ansicht des Verbandes unterliegen Affen daher einem besonderen Schutzbedürfnis.
"Die tierversuchsfreie Forschung muss endlich Mainstream werden. Politik und Wissenschaft tragen dafür die Verantwortung", so Simons "Allein im Bereich der Hirnforschung machen bereits moderne Techniken der bildgebenden Verfahren wie Computertomographie (CT), Positronen-Emmissions-Tomographie (PET) oder funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT) Untersuchungen direkt am Menschen möglich und demonstrieren die Überflüssigkeit von Affen- sowie anderen Tierversuchen."
Kontakt: Pressestelle - Stephanie Elsner, Tel.: 05237 - 2319790, vor Ort: 0175 - 8572404
E-Mail: elsner@tierrechte.de
Der Bundesverband Menschen für Tierrechte setzt sich auf rechtlicher, politischer und gesellschaftlicher Ebene für die Anerkennung und Umsetzung elementarer Tierrechte ein. Als Dachverband sind ihm etwa 100 Vereine sowie persönliche Fördermitglieder angeschlossen. Seit seiner Gründung 1982 ist er als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt.
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 28.05.2010 - 19:47 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 204889
Anzahl Zeichen: 3859
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 311 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Umstrittene Affenversuche: Verwaltungsgericht Bremen hält weitere Schritte für erforderlich"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Menschen für Tierrechte (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
herzliche Einladung zum Veganbrunch mit Referat: "Massentierhaltung in Afrika Bedrohung für Mensch, Tier und Umwelt durch Landgrabbing, Gentechnik und Fleischproduktion" 16. Oktober - von 10:00 - 16:00 Uhr 66117 Saarbrücken Gustav-Adolf-Haus, Gärtnerstr. 2, Das Buffet kann selb
Tierschutz-Forschungspreis: Rheinland-Pfalz zeichnet künstliches Darmmodell aus ...
Umweltministerin Ulrike Höfken verleiht heute der Forschergruppe Dr. Eva-Maria Collnot, Fransisca Leonard und Professor Dr. Claus-Michael Lehr vom Institut für Biopharmazie und Pharmazeutische Industrie der Universität des Saarlandes (Saarbrücken) den Preis der Landesregierung zur Erforschung
Weitere Mitteilungen von Menschen für Tierrechte
"PferdTV: Moderatorin Sandra Maahn trifft Springreiter-Legende Paul Schockemöhle ...
Sendetermin: Sonnabend, 29. Mai, 17.30 Uhr, NDR Fernsehen "PferdTV" im NDR Fernsehen ist am Sonnabend, 29. Mai, um 17.30 Uhr in der Lewitz zu Gast bei Familie Stang am Jagdschloss Friedrichsmoor. Der Familienbetrieb kümmert sich um Hotel und Reitbetrieb. Die Herausforderung für San
Runder Tisch zum Gewässerschutz Werra-Weser und Kaliproduktion setzt Arbeit fort ...
Nach Hessen hat heute auch der Thüringer Landtag mit großer Mehrheit die Fortsetzung des Runden Tisches "Gewässerschutz Werra/Weser und Kaliproduktion" beschlossen. Mit dem neuen Mandat wird das zukünftige Wirken des Runden Tisches in veränderter Form und angepasst an die aktuellen Er
Neue Häfen für Europa: ADAC Marinaführer ...
Um viele neue und vor allem attraktive Reviere und Häfen wurde die zweite Auflage des ADAC Marinaführer erweitert. Insbesondere in den neu aufgenommenen Ländern werden und wurden viele Marinas erweitert und modernisiert um so für Skipper, Crew und Schiff noch mehr zu bieten. Vor allem in der T
BRUNKHORST / BUSCHMANN: Neue Studie belegt sachgemäße Auswahl des Salzstocks Gorleben ...
BERLIN. Das niedersächsische Umweltministerium hat heute eine Studie des Historikers Dr. Anselm Tiggemann zur Vorauswahl des Salzstocks Gorleben vorgestellt. Dazu erklären die Obfrau der FDP-Bundestagsfraktion im Gorleben-Untersuchungsausschuss Angelika BRUNKHORST und der Berichterstatter der FD




