Klimaneutrale Energiezellen für den Landkreis Mainz-Bingen
Umsetzung mit großer Mehrheit beschlossen
Erstmals wurde eine Priorisierung der erforderlichen Maßnahmen für eine sichere und klimaneutrale Energieversorgung vorgenommen:
1. Entschwendung
2. Effektive Nutzung von Energie
3. Anpassung des Energiebedarfs an die Produktion
4. Schaffung von Energielagern und Energiespeichern
5. Bereitstellung von Strom zur Deckung der Residuallast
6. Energiebereitstellung
Ziel der Energiezelle ist es, eine bezahlbare, sichere und klimaneutrale Energieversorgung regional sicherzustellen. Die Energiezelle in der Region des Landkreises Mainz-Bingen sieht vor, sämtliche Energie für Wärme, Mobilität, Kommunikation, Dienstleistungen und Produktion möglichst in der Region selbst bereitzustellen. Dazu ist der bisherige Endenergiebedarf (gekaufte Energie) durch Entschwendung möglichst stark zu senken. Der verbleibende Endenergiebedarf soll durch möglichst warme Umweltenergie (Abwärme, Grundwasser, Erdwärme usw.) mittels Wärmepumpen gedeckt werden.
Die verbleibende Endenergie soll durch eine Kombination von volatil produziertem Strom aus Photovoltaikanlagen und Windkraftanlagen und durch gezielte Bereitstellung von Strom mittels u.a. Pumpspeicherkraftwerken betrieben werden. KWK-Anlagen erzeugen darüber hinaus mithilfe von Kraft-Wärme-Kopplung zeitgleich Wärme und Strom. Durch geeignete Management Tools (z.B. Smart Grid, intelligente Stromzähler, virtuelle Kraftwerke) soll der Stromverbrauch der volatilen Stromproduktion angepasst werden.
Überschüssige Energie der Region wird an benachbarte Energiezellen abgegeben. Umgekehrt soll möglichst lagerbare Energie (z.B. Biomasse) aus den Nachbarzellen beschafft werden.
Durch dauerhaftes Monitoring werden die Maßnahmen auf ihre Effektivität laufend überprüft und die Effektivität verbessert. Die Ergebnisse werden fortlaufend über interne und externe Kanäle an die Entscheidungsträger kommuniziert und damit der Mitnahmeeffekt verstärkt.
Aus den Erkenntnissen der umgesetzten Maßnahmen sollen Inputs in die Politik hineingeliefert werden, um das Marktdesign so zu gestalten, dass eine Energiewende, die nicht zum Blackout führt, möglichst wirtschaftlich wird.
Oberstes Ziel ist es nun, die Versorgungssicherheit in der Region mit Energie und ganz allgemein mit Ressourcen sicher zu stellen und damit die lokale Wertschöpfung zu steigern. Das Abfließen von 1 Milliarden € pro Jahr aus der Region für die Beschaffung von Energie soll möglichst gestoppt und durch Entschwenden? und regional vorhanden Ressourcen ersetzt werden.
Da die nun vorgesehenen Fördergelder in der Höhe von 3.1 Millionen € nicht einmal für 1 Promille der tatsächlich erwarteten Kosten reichen, werden diese so eingesetzt, dass sie eine möglichst großen Multiplikationseffekt generieren. Dabei spielt die Zusammenarbeit mit den Bürger:innen und Genossenschaften (Geldsammlern) eine zentrale Rolle. Vor allem durch Entschwenden von Energie und Energiekosten sollen die Bürger:innen befähigt werden sowohl selbst als auch in Gemeinschaften investieren zu können.
Für die Idee, die hinter der Energiezelle des Landkreise Mainz-Bingen steckt, sollen nun weitere Landkreise, die Stadt Mainz und via Energieagentur ganz Rheinland-Pfalz gewonnen werden.
Die Beschreibung der Energiezelle des Landkreis Mainz-Bingen stellt dabei einen Prozess dar, der mit vielen Interessierten laufend weiterentwickelt wird.
?Entschwendung heißt, seine tatsächlichen Bedürfnisse für eine möglichst hohe Lebensquali-tät (z.B. behaglicher Raum, warmes Wasser, Licht, Mobilität) genau zu kennen und diese mit dem kleinstmöglichen Aufwand und in der Gemeinschaft zu decken.
Umwelt- und Klimaschutz sind zentrale Schlagworte unserer Zeit. Die Versorgung und Nutzung von Energie und Rohstoffen sind wichtige und häufig diskutierte Themen. Hierbei ist es besonders wichtig, nicht nur auf das Altbewährte zurück zu greifen, sondern auch neue Wege zu beschreiten – mit Technologien, die bereits Stand der Technik sind, oder die auch das Potenzial haben, der Standard in der näheren Zukunft zu sein. Dieses Wissen zu übermitteln und zu beurteilen, ist die Hauptaufgabe der TSB. Die Transferstelle Bingen (TSB), größter Geschäftsbereich in der ITB gGmbH an der Technischen Hochschule Bingen, befasst sich seit ihrer Gründung im Jahr 1989 mit der rationellen Energienutzung und mit dem Einsatz regenerativer Energien. Mit einem Team aus derzeit 5 Professoren, 13 Ingenieuren und rund 7 weiteren Mitarbeitern erstellt sie Energiekonzepte, entwickelt Energiesysteme, bearbeitet Energieprojekte für Unternehmen und Kommunen und führt Seminare sowie Fachinformationsveranstaltungen durch. Wir sind somit Ansprechpartner für Gewerbe und Industrie, Kommunen und öffentliche Einrichtungen sowie Partner der Wissenschaft.
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Umwelt- und Klimaschutz sind zentrale Schlagworte unserer Zeit. Die Versorgung und Nutzung von Energie und Rohstoffen sind wichtige und häufig diskutierte Themen. Hierbei ist es besonders wichtig, nicht nur auf das Altbewährte zurück zu greifen, sondern auch neue Wege zu beschreiten – mit Technologien, die bereits Stand der Technik sind, oder die auch das Potenzial haben, der Standard in der näheren Zukunft zu sein. Dieses Wissen zu übermitteln und zu beurteilen, ist die Hauptaufgabe der TSB. Die Transferstelle Bingen (TSB), größter Geschäftsbereich in der ITB gGmbH an der Technischen Hochschule Bingen, befasst sich seit ihrer Gründung im Jahr 1989 mit der rationellen Energienutzung und mit dem Einsatz regenerativer Energien. Mit einem Team aus derzeit 5 Professoren, 13 Ingenieuren und rund 7 weiteren Mitarbeitern erstellt sie Energiekonzepte, entwickelt Energiesysteme, bearbeitet Energieprojekte für Unternehmen und Kommunen und führt Seminare sowie Fachinformationsveranstaltungen durch. Wir sind somit Ansprechpartner für Gewerbe und Industrie, Kommunen und öffentliche Einrichtungen sowie Partner der Wissenschaft.
Datum: 26.07.2023 - 14:28 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2056606
Anzahl Zeichen: 5491
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Franziska Rakitin
Stadt:
Bingen am Rhein
Kategorie:
Energie & Umwelt
Diese Pressemitteilung wurde bisher 416 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Klimaneutrale Energiezellen für den Landkreis Mainz-Bingen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Transferstelle Bingen (TSB) - Geschäftsbereich des ITB - Institut für Innovation, Transfer und Berat (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
. IntensivSeminar | 12.03.2024 | ONLINE | 09:00 - 14:00 Uhr Der Rückgang der biologischen Vielfalt hat sich in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch beschleunigt. Dies ist hauptsächlich auf Aktivitäten der Menschen zurückzuführen. Zusätzlich werden die Ökosysteme durch den Klimawandel stark
Klimaschutz&Anpassung in der Bauleitplanung ...
. IntensivSeminar | 30.01.2024 | Online oder Präsenz | 09:00 - 15:00 Uhr Die Anpassung an die Folgen des Klimawandels - wie die Steigerung der Auftretenswahrscheinlichkeit von Häufungen von Hitzetagen und Tropennächten sowie Extremwetterereignisse wie Starkregen - erfordert aktuell und in Zukunft
12. Fachtagung Energiewende und Klimaschutz in Kommunen ...
Die Transferstelle Bingen lädt in diesem Jahr am 16.11.2023 zur 12. Fachtagung „Energiewende und Klimaschutz in Kommunen“ ein. Klimaschutz, Erneuerbare Energien und Energieeffizienz sind in den vergangenen Jahren zu festen Bestandteilen kommunaler und regionaler Politik geworden. Für die Umset
Weitere Mitteilungen von Transferstelle Bingen (TSB) - Geschäftsbereich des ITB - Institut für Innovation, Transfer und Berat
Repräsentativer Schlussakkord – Das Büro- und Geschäftshaus TRION in Berlin ...
Mit dem Büro- und Geschäftshaus TRION ist die historische Stadtfigur des Achtecks am Leipziger Platz in Berlin zum ersten Mal seit über 70 Jahren wieder komplett. Mit seiner eleganten Fassade fügt sich das Gebäude harmonisch in das städtebauliche Ensemble ein. Für optimalen Wärmeschutz und m
SeaVolt startet eine einzigartige Testplattform für Solarenergie ...
Pionierarbeit für das große Potenzial von Offshore-Solarenergie Das Potenzial von SeaVolt ist unbegrenzt. Im Gegensatz zu bestehenden schwimmenden Solaranlagen auf Seen hat SeaVolt ein Konzept entwickelt, das speziell auf die Bedingungen der rauen See zugeschnitten ist. Durch den modularen Aufb
Erste Rückkühlwerke müssen ab Herbst 2023 wiederkehrend geprüft werden ...
Mit der Einführung der 42. BImSchV müssen Betreiber von Rückkühlwerken eine Reihe von Pflichten erfüllen, um Dritte vor Gefahren zu schützen. Dazu gehören die Anmeldung von Bestands- und Neuanlagen in einem Kataster sowie wiederkehrende Prüfungen in einem 5-Jahres-Turnus. TÜV SÜD weist dar
Kassensturz und„StromPartnerschaften“ ...
Der Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Peter Adrian, hat in der Vollversammlung der IHK Heilbronn-Franken die Forderung nach einem energiepolitischen „Kassensturz“ als Basis für eine CO2-freie, regulierbare und finanzierbare Energieversorgung erneuert. Hohe Energiepre




