Rekrutierung ausländischer Pflegekräfte statt Verbesserung der Pflegeausbildung in Deutschland
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Die politische Debatte um die Rekrutierung von Pflegekräften aus dem Ausland nimmt an Fahrt auf. Laut Jörg Krämer, Autor und Betreiber der Plattform Ruhrpottstory, ist dieser Ansatz jedoch nicht der richtige Weg.
Lizenzfreies Bild von pexels(firmenpresse) - Witten, 04.09.2023 Die politische Debatte um die Rekrutierung von Pflegekräften aus dem Ausland nimmt an Fahrt auf. Laut Jörg Krämer, Autor und Betreiber der Plattform Ruhrpottstory, ist dieser Ansatz jedoch nicht der richtige Weg, um den Mangel an Pflegepersonal in Deutschland zu beheben. Vielmehr sollten die Bedingungen und Rahmenbedingungen für die inländische Pflegeausbildung verbessert werden, um langfristig eine nachhaltige Lösung für den Pflegenotstand zu schaffen.
Politiker setzen auf Rekrutierung aus dem Ausland
In der aktuellen politischen Debatte um den Pflegenotstand setzen deutsche Politiker vermehrt auf die Rekrutierung von Pflegekräften aus dem Ausland. Um diesem Ansatz Nachdruck zu verleihen, reisen Politiker vermehrt ins Ausland, um potenzielle Pflegekräfte vor Ort zu gewinnen. Diese Vorgehensweise, so Krämer, ist jedoch der falsche Weg, um dem immer größer werdenden Bedarf an Pflegedienstleistern in Deutschland gerecht zu werden. Denn statt das inländische Pflegebildungssystem zu stärken, setzt man auf kurzfristige Lösungen, die langfristig nicht zum Erfolg führen werden. "Die verstärkte Rekrutierung von Pflegekräften aus dem Ausland ist keine nachhaltige Lösung und wird den Pflegenotstand in Deutschland nicht beheben können. Wir sollten uns stattdessen darauf konzentrieren, die inländische Pflegeausbildung zu verbessern und zu fördern", betont Jörg Krämer.
Pflegeberufegesetz als erster positiver Schritt
Mit dem am 1. Januar 2020 in Kraft getretenen Pflegeberufegesetz wurden erste positive Schritte für die Pflegeausbildung unternommen. Diese Bemühungen gilt es nun, weiter voranzutreiben und die Ausbildungssituation in Deutschland nachhaltig zu verbessern. Insbesondere die derzeitigen strengen Vorgaben und Auflagen, welche die brancheninterne Weiterbildung erschweren, müssen überdacht werden. Eine solche Vorgabe ist zum Beispiel die Forderung, dass für jeden Ausbildungskurs ein eigener Pflegelehrer zur Verfügung stehen muss. Aufgrund des Mangels an Pflegelehrern können aktuell jedoch nicht genügend Kurse angeboten werden, woraus ein Mangel an Ausbildungsplätzen resultiert. Dabei gibt es genügend interessierte Bewerber, die in Deutschland eine Ausbildung im Pflegebereich absolvieren möchten. Die Lösung hierfür könnte darin bestehen, vermehrt qualifizierte Dozenten aus der Praxis einzubinden und diese Unterrichtskapazitäten in der Pflegeausbildung zu stärken. "Unser Fokus sollte darauf liegen, den bestehenden Engpass an Pflegelehrern und Ausbildungsplätzen anzugehen und praktizierende Pflegekräfte verstärkt in die Weiterbildung einzubeziehen. Nur so können wir langfristig den Pflegenotstand in Deutschland beheben", so Krämer. Zusammenfassend sollte sich die politische Debatte um den Pflegenotstand zukünftig stärker auf die Verbesserung und Stärkung der inländischen Pflegeausbildung konzentrieren. Nur so sind nachhaltige Lösungen möglich, die den Pflegenotstand in Deutschland langfristig angehen und für ausreichend qualifiziertes Pflegepersonal sorgen.
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Datum: 04.09.2023 - 14:17 Uhr
Sprache: Deutsch
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Ansprechpartner: Jörg Krämer
Stadt:
Witten
Telefon: 015229917253
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Meldungsart: Interview
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 05.09.2023
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