Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. (KAO) zum 'Tag der Organspende': Das

Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. (KAO) zum 'Tag der Organspende': Das Selbstbestimmungsrecht darf nicht ausgehebelt werden

ID: 207125

Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. (KAO) zum 'Tag der Organspende': Das Selbstbestimmungsrecht darf nicht ausgehebelt werden



(pressrelations) - Bremen - Kurz vor dem 'Tag der Organspende' am 5.6.2010 forderte der Deutsche Ärztetag die Einführung der Widerspruchslösung mit dem Ziel, mehr Organe zur Verfügung zu haben für Menschen, die auf eine Lebenserleichterung oder Lebensverlängerung mit Hilfe eines fremden Organs hoffen. Dabei wird verschwiegen, dass in internationalen Fachkreisen die Gleichsetzung des 'Hirntodes' mit dem Tod des Menschen längst widerlegt ist, kritisiert die Initiative Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. (KAO). Der Verein, eine Initiative von Eltern, die ihre verunglückten Kinder zur Organspende freigegeben haben, ohne die Hintergründe zu diesem Zeitpunkt genau genug zu kennen, fordert umfassende Informationen auch über die anderen Seiten der Transplantationsmedizin. 'Wir brauchen umfassende Informationen über die Bedingungen einer Organentnahme: Wie tot bin ich wirklich, wenn ich beatmet werde, mein Herz noch schlägt, mein Leib warm und durchblutet ist, aber Teile meines Gehirns inaktiv oder unwiederbringlich ausgefallen sind? Wie verändert sich der Umgang mit mir, wenn ich auf der Intensivstation als möglicher Organspender gesehen werde und nicht mehr als möglicherweise sterbender Patient? Wie verändert die Organentnahme den Abschied für meine Angehörigen? Und wie kann ich sichergehen, dass mein Wille, keine Organe spenden zu wollen, respektiert wird?', erklärt Renate Focke, stellvertretende Vorsitzende von KAO.

Bei der in Deutschland gültigen Zustimmungslösung muss die schriftliche Einwilligung entweder des Organspenders oder seiner Angehörigen vorliegen. In § 4 des Transplantationsgesetzes steht: '?Hatte der Verstorbene zu Lebzeiten keine Erklärung zur Organspende abgegeben und sind keine nächsten Angehörigen vorhanden oder auffindbar, so ist eine Organentnahme unzulässig?' Das klingt eindeutig. Aber in den Erläuterungen zu § 4 des Transplantationsgesetzes, die erst 2001, weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit, herausgegeben wurden, heißt es: '?Entnimmt der Arzt trotzdem Organe aus dem Körper des Verstorbenen, so ist dies tatbestandlich eine strafbare Handlung (vergl. § 19, Abs. 1 des TPG). Ggf. kommt aber eine Rechtfertigung nach § 34 StGB (Rechtfertigender Notstand) in Betracht?' [Kommentar Nickel / Schmidt-Preisike / Sengler]. Also dürfen Ärzte mir im Falle des Notstands, den sie selbst definieren, straffrei meine Organe entnehmen, auch wenn ich nicht eingewilligt habe? 'Ohne darüber zu informieren, wird in den Kommentaren zu § 4 durch die Hintertür die Widerspruchslösung eingeführt. Dabei ist die einzige Regelung, die den Willen, die Würde und die Rechte des Menschen im 'Hirntod' wahrt, die enge Zustimmungslösung. Dafür setzen wir uns ein', so Focke.



Um den einseitigen Informationen der internationalen Organ-Beschaffungsorganisationen entgegenzuwirken, betreibt KAO unter http://www.initiative-kao.deeine eigene Webseite, mit der sie potenzielle Spender auch über die andere Seite der Organtransplantation aufklärt.

Umfassende kritische Informationen zum Thema Organspende, Lebendspende, Transplantation und Hirntod bietet auch die InteressenGemeinschaft Kritische Bioethik Deutschland, mit der KAO kooperiert, unter http://www.organspende-aufklaerung.de/


Über den Verein 'Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. - KAO'
Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. ist eine Initiative von Eltern, die ihre verunglückten Kinder zur Organspende freigegeben haben, ohne die Hintergründe zu diesem Zeitpunkt genau genug zu kennen. Erst nachdem unsere Kinder beerdigt waren, haben wir begriffen, wozu wir ja gesagt hatten. Wir haben begriffen, dass lebende Organe nicht von Menschen entnommen werden können, die so tot sind, wie wir es uns vorgestellt hatten. Wir haben unsere Entscheidung daher bitter bereut. Durch unsere Zustimmung waren unsere Kinder in ihrem Sterbeprozess, indem sie unserer besonderen Liebe bedurften, ungeschützt alleingelassen und einer Organentnahme überantwortet, die uns hinterher wie das Ausschlachten eines Autowracks erschien.

In dieser Situation haben wir uns entschlossen, durch Aufklärung dazu beizutragen, dass andere Eltern unter ähnlichen Umständen davor bewahrt werden, unvorbereitet wie wir mit der Frage der Organspende konfrontiert zu werden.

Heute entstehen bei den betroffenen Angehörigen oft starke psychische Störungen durch die Selbstvorwürfe, die falsche Entscheidungen aufgrund fehlender Informationen in dieser Frage hervorrufen. Dem soll in Zukunft durch Aufklärung entgegengewirkt werden.Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Pinkwart begrüßt positive Entscheidung des Bundesrats zum Stipendienprogramm Bund und Länder einigen sich auf Programm nach NRW-Vorbild Sandsation 2010 ! jetzt schon Gutschein mit 33 % sichern .Berlin !
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 05.06.2010 - 00:17 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 207125
Anzahl Zeichen: 4981

pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen


Diese Pressemitteilung wurde bisher 530 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. (KAO) zum 'Tag der Organspende': Das Selbstbestimmungsrecht darf nicht ausgehebelt werden"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

KAO Kritische Aufklärung über Organtransplantation (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Sinkende Organspendezahlen 2013: Menschen lassen sich nicht mehr so leicht für tot verkaufen ...
Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. (KAO) beklagt anhaltende einseitige Information pro Organspende Bremen (21.01.13) Vergangene Woche hat die Deutsche Stiftung Organtransplantation ihre neuesten Organspenderzahlen vorgelegt. Dabei wurde in der Öffentlichkeit der starke Rück

Tag der Organspende: Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. fordert neutrale umfassende Information statt einseitige Werbung ...
Bremen (31.05.13). Der Verein Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. (KAO) fordert anlässlich des Tages der Organspende am 1. Juni neutrale umfassende Information statt einseitiger Werbung und weist zudem auf mögliche Widersprüche in Patientenverfügungen zu Organspendeerklärung

Patientenverfügung und Organentnahme: Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. rät zum Widerspruch gegen Hirntoduntersuchung ...
Bremen (27.03.13). Im Zusammenhang mit einer letzte Woche veröffentlichten "Orientierungshilfe" der Bundesärztekammer (BÄK) zum Verhältnis von Patientenverfügung und Organspende übte der Verein Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. (KAO) scharfe Kritik und beklagte


Weitere Mitteilungen von KAO Kritische Aufklärung über Organtransplantation


Pinkwart begrüßt positive Entscheidung des Bundesrats zum Stipendienprogramm Bund und Länder einigen sich auf Programm nach NRW-Vorbild ...
Der Bundesrat hat in seiner heutigen Sitzung den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Schaffung eines nationalen Stipendienprogramms unterstützt. Mit dieser Entscheidung ist ein weiterer Schritt zur Umsetzung der seit Jahrzehnten wichtigsten Neuerung im System der Studienfinanzierung getan. D

Bundesrat will BAföG weiter verbessern ...
Der Bundesrat hat heute zur geplanten Erhöhung des BAföG Stellung genommen und die allgemeine Zielsetzung des Gesetzentwurfs dem Grunde nach begrüßt. Mit dem Gesetzentwurf verfolgt die Bundesregierung das Ziel, durch spürbare Leistungsverbesserungen das BAföG als wesentliches Element eine

PINKWART: FDP begrüßt Entscheidung des Bundesrats für Stipendienprogramm ...
Berlin. Der stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende und stellvertretende Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, PROF. DR. ANDREAS PINKWART, erklärte heute in Berlin: "Der Bundesrat hat bei seiner heutigen Sitzung den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Schaffung eines nationalen Sti

BRUNKHORST: Umweltbildung in Schullehrpläne aufnehmen ...
BERLIN. Zum morgigen Tag der Umwelt "Leben ist Vielfalt", erklärt die Sprecherin für Naturschutz der FDP-Bundestagsfraktion Angelika BRUNKHORST: Ein umfassender Schutz von Natur und Landschaft kann nur mit den Menschen erreicht werden. Es ist deshalb enorm wichtig, möglichst viele Me


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z