Nachhaltige Mitarbeiterbindung für den Mittelstand - Julian Jehn von der Jehn & Peters GmbH verrät, welche Methoden wirklich sinnvoll sind
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Der Fachkräftemangel in den Bereichen Industrie und Handwerk ist derzeit so groß wie noch nie, sodass im Jahr 2022 knapp 130.000 offene Stellen unbesetzt blieben. Gleichzeitig steigt die Anzahl der wechselwilligen Mitarbeiter immer weiter an. Die Herausforderungen für Unternehmen sind hoch und nicht damit bewältigt, dass ein neuer Mitarbeiter eingestellt wird. Vor allem jüngere Menschen verfügen nicht mehr über dasselbe Maß an Loyalität gegenüber einem Arbeitgeber, wie es in früheren Generationen der Fall war. Das führt dazu, dass Betriebe, denen es gelungen ist, einen fähigen Mitarbeiter für sich zu gewinnen, vor einem neuen Problem stehen: Wie lässt sich ein hochqualifizierter und motivierter Arbeitnehmer dauerhaft an den Betrieb binden? "Leider glauben immer noch zu viele Verantwortliche, dass sie es mit einem Arbeitsmarkt zu tun haben, auf dem sich die Unternehmen ihre Mitarbeiter aussuchen können. Für eine langfristige Zusammenarbeit hat diese Denkweise allerdings oft fatale Folgen", warnt Julian Jehn von der Jehn & Peters GmbH.
"Wir helfen Betrieben nicht nur dabei, qualifizierte Mitarbeiter zu finden, sondern diese dauerhaft in ihre Belegschaft zu integrieren", ergänzt sein Geschäftspartner Johann Peters. Kennengelernt haben sich die Personalvermittler bereits in der zehnten Klasse während des gemeinsamen Aufbaus eines Onlineshops. Erste Erfolge in diesem Bereich führten zur Gründung einer Social-Media-Agentur, mit der sie Kampagnen für größere Unternehmen betreuten. Kurze Zeit später erfolgte die Spezialisierung auf Rekrutierungsmaßnahmen im Handwerksbereich. Nun setzen sich Julian Jehn und Johann Peters bereits seit vielen Jahren dafür ein, dass ihre Kunden aus den Bereichen Industrie und Handwerk planbar offene Stellen besetzen können und neue Mitarbeiter dauerhaft an ihren Betrieb binden. Um dies zu gewährleisten, erarbeitet die Jehn & Peters GmbH gemeinsam mit ihren Kunden Methoden zur Kultivierung einer starken Teamkultur. Diese geht weit über die reine Auswahl von Mitarbeitern hinaus, da sie eine durchdachte Strategie erfordert, die sowohl die Rekrutierung als auch die Gestaltung des Arbeitsumfeldes umfasst. Worauf Unternehmen bei der Auswahl ihrer Mitarbeiter achten sollten, haben Julian Jehn und Johann Peters im Folgenden zusammengefasst.
1. Entwicklung einer starken Firmenkultur
Die Basis für eine widerstandsfähige Firmenkultur ist die sorgfältige Auswahl fähiger Mitarbeiter, die sowohl fachlich als auch persönlich zum Unternehmen passen. Daher ist es empfehlenswert, wenn sich Firmen über ihre eigenen Werte, Überzeugungen und Normen im Klaren sind. Aufgrund eindeutig definierter Kriterien lassen sich in einem nächsten Schritt erforderliche Fähigkeiten sowie Charaktermerkmale bestimmen, die zum Unternehmen passen und es wirtschaftlich weiterbringen. Auf diese Weise beugen Betriebe zeitlichen und finanziellen Verlusten vor, die durch die Einstellung ungeeigneter Mitarbeiter entstehen. Dabei ist es unerlässlich, einen durchsetzungsstarken Führungsstil zu pflegen, der das Ziel verfolgt, die positive Teamkultur aufrechtzuerhalten und fehlerhaftes Verhalten zu unterbinden.
2. Etablierung und Anpassung klarer und fairer Gehaltsstrukturen
Wer Unzufriedenheit und Unsicherheit unter der Belegschaft vermeiden möchte, sollte unbedingt darauf verzichten, individuelle Verträge mit jedem Mitarbeiter auszuhandeln. Vergleichen Arbeitnehmer ihr Gehalt mit ihren Kollegen und stellen für sie nicht nachvollziehbare Diskrepanzen fest, kommt es so schnell zu Unmut. Es ist daher ratsam, der Nachvollziehbarkeit und Gerechtigkeit von Gehältern eine hohe Priorität einzuräumen - und zwar unabhängig von der Position des Beschäftigten. Für den Fall, dass finanzielle Spielräume begrenzt sein sollten, können Unternehmen über Maßnahmen zur Anpassung der Gehaltsstruktur nachdenken. Diese betreffen unter anderem eine Intensivierung der Marketingkampagnen, die Optimierung von Prozessen oder verstärkte Investitionen in qualifiziertere Mitarbeiter sowie effizientere Arbeitsmittel.
3. Optimierung des Einstellungsprozesses
Wenn aktuell praktizierte Bewerbungsverfahren nicht die gewünschten Ergebnisse liefern, ist es ratsam, die bisherige Strategie zu hinterfragen und zu überdenken. Gezieltere und häufigere Vorstellungsgespräche können dabei helfen, diejenigen Kandidaten aus dem Bewerberpool herauszufiltern, die für den Betrieb wirklich interessant sind. Des Weiteren ist es vorteilhaft, wenn ein Unternehmen auf die Karrierevorstellungen seiner Mitarbeiter eingeht, diese mit ihnen gemeinsam bespricht und Möglichkeiten aufzeigt, wie sich Arbeitnehmer im Unternehmensumfeld weiterentwickeln können. Eine geradlinige und offene Kommunikation schafft Vertrauen in die Führungsebene und unterstützt so die Mitarbeiterzufriedenheit.
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Datum: 17.04.2024 - 10:43 Uhr
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