Durchschnittliche Heizkosten sind um 25 Prozent gestiegen
Quelle: AdobeStock (Bildquelle: Quelle: AdobeStock)(firmenpresse) - Minol hat die Heizkostenabrechnungen für das Jahr 2023 ausgewertet. Zum ersten Mal zeigen sich die Auswirkungen der Energiekrise - obwohl weniger geheizt wurde als im Vorjahr.
Leinfelden-Echterdingen, Mai 2024: Wie haben sich der Verbrauch und die Kosten für Heizung und warmes Wasser entwickelt? Das geht aus den Heizkostenabrechnungen hervor, die Minol jährlich für hunderttausende Haushalte in Deutschland erstellt. Jetzt hat der Immobiliendienstleister seine Wärmekostenstatistik für das Jahr 2023 vorgelegt. Das Ergebnis: "Die Auswirkungen der Energiekrise machen sich erstmals in den Heizkostenabrechnungen bemerkbar. Weil die Kälteperioden Anfang und Ende 2023 recht milde waren und die Bewohner wahrscheinlich mehr gespart haben, ist der Verbrauch über alle Heizmedien hinweg im Durchschnitt um 8 Prozent gesunken. Dennoch sind die durchschnittlichen Heizkosten aufgrund von Energiepreiserhöhungen um 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen", erklärt Frank Peters, Abrechnungsexperte bei Minol. Die gute Nachricht: "Heizen wurde zwar deutlich teurer - aber nicht so teuer, wie Anfang 2023 prognostiziert wurde."
Entwicklung der Energiepreise
Bei der Wärmeversorgung dominieren die Heizmedien Fernwärme, Erdgas und Erdöl. Die Preise haben sich unterschiedlich entwickelt und können regional und nach Anbieter stark variieren. Doch bei den Durchschnittswerten zeigt sich eine klare Entwicklung: Bei Fernwärme ist der Preis zwischen Januar 2023 und März 2024 um durchschnittlich 15 Prozent gestiegen. Für Verbraucher mit Erdgas-Grundversorgungstarifen haben sich die Preise im gleichen Zeitraum um rund 50 Prozent erhöht, für Verbraucher mit Erdgas-Sondertarifen zum Teil sogar um deutlich über 50 Prozent. Bei Heizöl sind es rund 30 Prozent, wobei hier viele Haushalte noch in den Vormonaten eingelagertes günstigeres Heizöl verbraucht haben. Fernwärme blieb im Vergleich zu Heizöl und Erdgas weitgehend von den hohen Kostensteigerungen verschont. Diese Art der Wärmeversorgung basiert in der Regel auf langfristigen Verträgen, sodass sich auch die Preisanpassungen über einen längeren Zeitraum strecken. Zudem kann Fernwärme häufig aus verschiedenen Quellen, einschließlich erneuerbarer Energien und Abwärme, erzeugt werden.
Entwicklung der Kosten
Das Heizmedium beeinflusst damit auch die Kosten für Wärme und Warmwasser inklusive der Heiznebenkosten. Wird das Haus mit Fernwärme versorgt, zahlt ein Haushalt für das Jahr 2023 durchschnittlich 13,3 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Das sind nur 3 Prozent mehr als im Vorjahr 2022. Bei Erdgas belaufen sich die Kosten auf 14,9 Euro - ein Plus von 24,9 Prozent. Bei Heizöl sind es 15,7 Euro - ein Plus von 25,3 Prozent. Was sich aus der Statistik ebenfalls gut herauslesen lässt: Je größer das Gebäude, desto geringer sind Verbrauch und Kosten pro Haushalt. Beispiel Erdgas: In einem Haus mit 2 bis 5 Wohneinheiten zahlt ein Haushalt 16,5 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche für Heizung und Warmwasser inklusive Heiznebenkosten. In Häusern mit 6 bis 10 Wohneinheiten sinkt dieser Betrag auf 15,3 Euro, in Häusern mit 11 bis 50 Wohneinheiten auf 15,14 Euro.
Verbrauchsabrechnung spart CO2
Die verbrauchsabhängige Heizkostenabrechnung gilt als eines der wichtigsten Instrumente, um den Energieverbrauch in Gebäuden einzudämmen und den CO2-Ausstoß zu mindern. Das Prinzip "Jeder zahlt für seinen eigenen Verbrauch" motiviert Hausbewohner zu einem bewussten Umgang mit Energie. Die rechtliche Grundlage der Abrechnungen - die Heizkostenverordnung - wurde seit ihrer Einführung 1981 mehrfach novelliert. Die aktuelle Fassung ist seit Dezember 2021 in Kraft und beinhaltet eine Reihe neuer Vorgaben: fernauslesbare Messtechnik, unterjährige Verbrauchinformationen, erweiterte Informationen auf der Heizkostenabrechnung und die Anbindbarkeit an ein Smart Meter Gateway.
Mehr zur Wärmekostenstatistik von Minol lesen Sie hier:
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Datum: 16.05.2024 - 11:45 Uhr
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