Sportwetten - die unterschätzte Gefahr
Suchtexperten wie Konrad Landgraf, Geschäftsführer der Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern, warnen eindringlich vor den Risiken, die von Sportwetten ausgehen können.
Doch während wir uns auf nervenaufreibende Spiele und sportliche Höchstleistungen freuen, dürfen wir nicht vergessen: Sport ist ein Milliardengeschäft - insbesondere für die Anbieter von Sportwetten. Die Big Player wie Bet365, Betano, NEObet und Tipico machen immense Umsätze. Sie locken Millionen von Menschen in ihre Wettbüros und auf ihre Websites, versprechen viel Spaß beim Wetten und natürlich schnelle und hohe Gewinne. Doch hinter diesem vermeintlichen Spaß verbirgt sich eine ernsthafte Gefahr.
Konrad Landgraf, Geschäftsführer der Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern (LSG) und Suchtexperte, warnt: "Sportwetten sind nichts anderes als Glücksspiel - sie sind gefährlich, weisen ein hohes Suchtpotenzial auf und vermitteln vor allem jungen Menschen den Eindruck, sie könnten mit Wissen über Sport dauerhaft gewinnen." Doch dieser Schein trügt, betont Landgraf: "Den Ausgang eines Fußballspiels kann man nicht vorhersagen, ein Gewinn ist nicht garantiert, und die Verluste sind kaum begrenzbar. Mit Sportwetten geht der eigentliche Spaß am Sport verloren, denn wirklich guter Sport braucht keine Wetten." Aus diesem Grund wurde auch das Bündnis gegen Sportwetten-Werbung (BgSwW) ins Leben gerufen. Es setzt sich für eine weitestgehende Einschränkung von Sportwettenwerbung ein. Landgraf betont: "Die LSG ist natürlich Mitglied im BgSwW."
Auch beim Thema Spielerschutz kritisiert Landgraf die Glücksspielanbieter. Häufig wird dieser von den Anbietern nicht oder nicht ausreichend umgesetzt. Daher mahnt der Suchtexperte von Anfang an zu einem besonnenen Umgang mit Sportwetten und dem eigenen, hart verdienten Geld. Denn Glücksspielsucht ist ein ernstes Problem, wie aktuelle Zahlen zeigen. Allein die Anzahl der Menschen mit einer Störung durch Glücksspiel (Glücksspielsucht) wird in Deutschland auf rund 1,4 Millionen geschätzt.
"Wer ein glücksspielbezogenes Problem entwickelt, wird aber nicht allein gelassen", sagt Landgraf. In Bayern bietet die LSG an 22 Standorten Fachstellen für Glücksspielsucht an und hat über 50 weitere Anlaufstellen im Kompetenznetzwerk gelistet. Dort finden Menschen mit einer Glücksspielproblematik sowie deren Angehörige professionelle, kostenlose und anonyme Hilfe. Die LSG informiert die Öffentlichkeit über die Sucht und bietet neben den klassischen Beratungsstellen vor Ort auch internetbasierte Hilfeangebote wie zum Beispiel die Online-Beratungsplattform PlayChange sowie die Website Verspiel nicht dein Leben und das neue Projekt der LSG streetwork.gambling, das digitale Streetwork in Internet-Foren und verschiedenen sozialen Medien betreibt.
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Die Landesstelle Glücksspielsucht koordiniert bayernweit Prävention, Forschung, Beratung und Hilfe rund um das Thema pathologisches Glücksspielen. Sie besteht seit Juni 2008 und wird vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention finanziert. Kooperationspartner sind dieBayerische Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen BAS Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt), der Betreiberverein der Freien Wohlfahrtspflege Landesarbeitsgemeinschaft Bayern für die Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern e.V. und das IFT Institut für Therapieforschung München. Die LSG arbeitet fachlich unabhängig und ist nicht weisungsgebunden.
Edelsbergstraße 10, 80686 München
Datum: 10.06.2024 - 10:50 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2103939
Anzahl Zeichen: 3458
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Thomas Baur
Stadt:
München
Telefon: 089 55 273 59 13
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Meldungsart:
Diese Pressemitteilung wurde bisher 153 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Sportwetten - die unterschätzte Gefahr"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern (LSG) warnt aus diesem Anlass eindringlich davor, Sportwetten als harmlosen Bestandteil des Fußballerlebnisses darzustellen. Denn bei aller Inszenierung als Unterhaltung gilt: Sportwetten sind und bleiben Glücksspiel - mit einem erheblichen Suchtpotenzi
Rekordbeteiligung am bundesweiten Aktionstag gegen Glücksspielsucht ...
Am 24.09.2025 findet der bundesweite Aktionstag gegen Glücksspielsucht statt - auch die Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern (LSG) ist wieder mit zahlreichen Aktionen dabei. Erstmals beteiligen sich bayernweit mehr als 30 Fach- und Kompetenznetzwerkstellen der LSG - so viele wie noch nie zuvo
15. Bayerischer Fachkongress Glücksspiel ...
Glücksspiel im Fokus: Prävention, Regulierung und soziale Herausforderungen im digitalen Zeitalter Am 09. Juli 2025 veranstaltet die Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern (LSG) den 15. Bayerischen Fachkongress Glücksspiel mit dem Schwerpunkt "Glücksspiel im Fokus: Prävention, Regulie
Weitere Mitteilungen von Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern
Klimaforscher Mojib Latif besorgt über Ausgang der Europawahl ...
Der Kieler Klimaforscher Mojib Latif hat große Sorge wegen des Ausgangs der Europawahl. "Künftig werden noch mehr Abgeordnete im Europarlament sitzen, die den menschengemachten Klimawandel leugnen. Das bedeutet, dass es das Thema Klimaschutz künftig noch schwerer haben wird, als es ohnehin s
Rumble-Verbot in Russland: AllatRa im Visier der Anti-Sekten-Organisationen ...
Die Plattform Rumble wurde in Russland verboten, nachdem sie sich geweigert hatte, den Zensurforderungen der russischen Regierung nachzukommen. Dieses Verbot ist nicht nur ein weiterer Schritt in der fortlaufenden Zensurpolitik des Kremls, sondern auch ein direkter Angriff auf die AllatRa-Bewegung u
Rumble-Verbot in Russland: AllatRa im Visier der Anti-Sekten-Organisationen ...
Die Plattform Rumble wurde in Russland verboten, nachdem sie sich geweigert hatte, den Zensurforderungen der russischen Regierung nachzukommen. Dieses Verbot ist nicht nur ein weiterer Schritt in der fortlaufenden Zensurpolitik des Kremls, sondern auch ein direkter Angriff auf die AllatRa-Bewegung u
Rumble-Verbot in Russland: AllatRa im Visier der Anti-Sekten-Organisationen ...
Die Plattform Rumble wurde in Russland verboten, nachdem sie sich geweigert hatte, den Zensurforderungen der russischen Regierung nachzukommen. Dieses Verbot ist nicht nur ein weiterer Schritt in der fortlaufenden Zensurpolitik des Kremls, sondern auch ein direkter Angriff auf die AllatRa-Bewegung u




