Reimann: Bedarfe von pflegenden Angehörigen besser berücksichtigen

Reimann: Bedarfe von pflegenden Angehörigen besser berücksichtigen

ID: 2110560

(ots) - Den Antrag, den die CDU/CSU-Bundestagsfraktion gestern im Deutschen Bundestag für mehr Anerkennung und Wertschätzung von pflegenden Angehörigen eingebracht hat, kommentiert die Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes Dr. Carola Reimann wie folgt:

"Es ist gut und wichtig, dass die Union mit ihrem Antrag die Aufmerksamkeit auf jene Menschen lenken möchte, die oft unter dem Einsatz der eigenen psychischen und physischen Gesundheit Verantwortung für pflegebedürftige Angehörige übernehmen. Häufig lautlos, oft ohne besondere Sichtbarkeit und viel zu oft ohne die entsprechende Wertschätzung. Dabei sind gerade die pflegenden Angehörigen eine unverzichtbare Säule im System der Pflege.

Wir wissen, dass hier noch viel Arbeit vor uns liegt. Denn 49 Stunden wenden pflegende Angehörige im Schnitt pro Woche für die häusliche Pflege ihrer Angehörigen auf und fast jeder Vierte von ihnen im erwerbsfähigen Alter reduziert seine Erwerbsarbeit oder gibt sie ganz auf. Das zeigen Zahlen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK.

Wir wissen auch, dass die vom Gesetzgeber geschaffenen Möglichkeiten zur Entlastung kaum genutzt werden. So haben nur drei Prozent von der Option Gebrauch gemacht, sich bis zu sechs Monate von der Arbeit freistellen zu lassen (Pflegezeit- und Familienpflegezeitgesetze), und das, obwohl die Mehrheit ihren Anspruch kennt. Angebot und Nachfrage scheinen nicht im Einklang zu stehen und wir begrüßen den Vorstoß der Union, diese Angebote zu hinterfragen und stärker an die tatsächlichen Bedarfe der pflegenden Angehörigen anzupassen.

Ein sinnvoller und realitätsnaher Vorschlag aus dem Antrag ist vor diesem Hintergrund, künftig verstärkt auf den Aufbau von Caring Communities zu setzen. Durch die Organisation von lokalen Netzwerken können Pflegeaufgaben auf viele Schultern verteilt werden - und zwar vor Ort, genau dort, wo Pflege stattfindet. Gleichzeitig könnte durch die Realisierung von Caring Communities das Problem von Isolation und Einsamkeit entschärft werden, das viele pflegende Angehörige und auch die Pflegebedürftigen belastet.



Wichtig bei allen Vorhaben der Union ist es, Haushaltsmittel zur Finanzierung vorzusehen. Hier braucht es konkrete Vorschläge. Schon jetzt fehlen dringend benötigte Gelder in den Pflegekassen für die primären Aufgaben der Versorgung der Pflegebedürftigen. Die rentenrechtliche Absicherung der pflegenden Angehörigen ist dafür das beste Beispiel."

Weiterführende Informationen finden Sie auf https://www.aok.de/pp/bv.

Ihr Ansprechpartner in der Pressestelle:

Dr. Kai Behrens
Telefon: 030 / 34646-2309
Mobil: 01520 / 1563042
E-Mail: presse@bv.aok.de


Original-Content von: AOK-Bundesverband, übermittelt durch news aktuellWeitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF   Bundesverbraucherhilfe e.V. äußert sich zur geplanten Notfallreform des Bundesministeriums für Gesundheit Gewalt gegen Einsatzkräfte muss härter bestraft werden / Deutscher Feuerwehrverband stimmt Gesetzesentwurf des Bundesjustizministeriums zu
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 04.07.2024 - 09:42 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2110560
Anzahl Zeichen: 2880

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:

Berlin



Kategorie:

Soziales



Diese Pressemitteilung wurde bisher 200 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Reimann: Bedarfe von pflegenden Angehörigen besser berücksichtigen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

AOK-Bundesverband (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Reimann zum BStabG: Dieses Gesetz ist dringlich, aber nicht nachhaltig ...
Zur heutigen 2./3. Lesung des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes (BStabG) und zum 2. Durchgang im Bundesrat äußert sich die Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Dr. Carola Reimann, wie folgt: "Die Notwendigkeit einer nachhaltigen Stabilisierung der GKV-Finanzen ist unstrittig,

Reimann zur Notfallreform: Mehr Mut zur Steuerung ...
Heute Nacht wird das Gesetz zur Reform der Notfallversorgung in erster Lesung im Bundestag beraten. Aus diesem Anlass weist die Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Dr. Carola Reimann, auf Nachbesserungsbedarf hin und fordert mehr Mut bei der Steuerung der Hilfesuchenden in die richtige Ver

AOK begrüßt geplante Änderungen am Sparpaket - aber stabile Beiträge in den nächsten Jahren weiter ungewiss ...
Das umfangreiche Änderungspaket zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (GKV-BStabG) kommentiert die Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Dr. Carola Reimann, wie folgt: "Über 60 Änderungen zeugen davon, wie sehr um dieses Gesetz gerungen wird und wie schwierig die Suche nach Komp


Weitere Mitteilungen von AOK-Bundesverband


Bundesverbraucherhilfe e.V. äußert sich zur geplanten Notfallreform des Bundesministeriums für Gesundheit ...
In ihrer Stellungnahme betont die Bundesverbraucherhilfe die Notwendigkeit einer umfassenden und nachhaltigen Reform der Notfallversorgung. Besonders begrüßt werden die Einrichtung von Integrierten Notfallzentren (INZ) an Krankenhausstandorten und die Zusammenführung der Rufnummern 112 und 116117

Meurer zum Bundeskabinett: "Die Bundesregierung diskutiert einen Bericht zur Pflege und tut anschließend nichts." / bpa fordert fünf Sofortmaßnahmen, um die pflegerische Versorgung zu sic ...
Zum heute im Kabinett diskutierten Bericht der Bundesregierung "Zukunftssichere Finanzierung der sozialen Pflegeversicherung" sagt der Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa), Bernd Meurer: "Die Bundesregierung diskutiert einen Bericht und tut ans

A FOOTBALL IS FOOD FOR THE POOR / 100.000 Fußbälle armen Kindern schenken / Das Projekt WHY DO YOU LOVE FOOTBALL? ...
Das Projekt Wir sind ein Charity-Fanprojekt, das zur EM 2024 gestartet ist. Unser Ziel: Wir wollen armen Kindern und Jugendlichen 100.000 Fußbälle binnen eines Jahres zu schenken. Weltweit, auch in Deutschland und Europa. Jetzt sind wir gerade gestartet und wollen über unsere spannenden Erfahru

Zivil- und Selbstschutz: Ist Deutschland bereit für den Krisenfall?/ Malteser Ehrenamtsmonitor für Deutschland ...
In den letzten fünf Jahren hat sich das Gefühl der Bedrohung, entsprechend auch das Sicherheitsgefühl in Deutschland deutlich verändert. Eine aktuelle, repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag der Malteser zeigt, dass die Sorge der Menschen vor Krisen und Naturkatastrophen deutlich gestiegen is


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z