M-Sport Ford peilt bei der rasant schnellen Schotter-Rallye Lettland erneut eine Podestplatzierung an
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(ots) -
- Lokalfavorit Martins Sesks will bei seinem Debüt am Steuer des Ford Puma Hybrid Rally1 eine ähnlich starke Vorstellung abliefern wie zuvor bei der WM-Rallye in Polen
- Nach drei dritten Plätzen nimmt Adrien Fourmaux auf den ebenen Schotterpisten in Lettland ein noch besseres Ergebnis ins Visier
- Grégoire Munster möchte seine aufstrebende Formkurve auch bei der Premiere der Rallye Lettland im WM-Kalender mit einer fehlerfreien Vorstellung bestätigen
Beflügelt von dem starken Ergebnis, das M-Sport Ford Ende Juni bei der Rallye Polen eingefahren hat, blickt das werksunterstützte Team nun dem nächsten Schotter-Highlight entgegen: Am kommenden Wochenende findet rund um Liepaja die Rallye Lettland statt. Der achte von 13 Saisonläufen begrüßt die Rallye-Weltmeisterschaft zum ersten Mal. Seine 20 Wertungsprüfungen (WP) führen über eine Gesamtlänge von 300,13 Kilometer und versprechen großartige Action auf der Strecke: Wie zuvor in Polen sowie Anfang August bei der Flugschau in Finnland bieten die feinen Schotterpisten des Baltenstaats die perfekte Vorlage für Rallye-Fahrer, denen es nie schnell oder spektakulär genug gehen kann.
So wie Martins Sesks. Der 24-Jährige gilt als die Überraschung der polnischen WM-Rallye: Bei seinem Debüt im Team M-Sport Ford zündete Sesks zusammen mit Beifahrer Renars Francis geradezu ein Feuerwerk. Bereits auf der zweiten WP ließ er mit der zweitschnellsten Zeit aufhorchen - obwohl er einen Ford Puma Rally1 ohne Hybridsystem pilotierte. Mit Endrang fünf in der Gesamtwertung hatte der Lette selbst kaum gerechnet. Nun will er bei seinem Heimspiel diese Vorstellung wiederholen und greift dafür erstmals in das Lenkrad eines über 368 kW (500 PS) starken Rally1-Fahrzeugs mit Hybrid-Power. An Streckenkenntnis mangelt es dem vielversprechenden Talent vor eigenem Publikum nicht: Er hat die Rallye Lettland, die zur Rallye-Europameisterschaft zählte, in beiden Vorjahren gewonnen.
Mit starker Konkurrenz muss Sesks dabei aus dem eigenen Lager rechnen: Adrien Fourmaux/Alex Coria und Grégoire Munster/Louis Louka haben auf polnischem Schotter gezeigt, dass mit ihnen und dem Ford Puma Hybrid Rally1 unter diesen Bedingungen zu rechnen ist. Fourmaux fuhr dabei auf Rang drei Gesamtwertung und durfte sich über sein drittes Podestresultat der laufenden WM-Saison freuen. Dabei stößt der 29 Jahre junge Franzose in Lettland erneut auf für ihn unbekanntes Terrain. Anders Munster: Der Belgier mit luxemburgischer Lizenz kann bereits drei Starts bei der EM-Rallye Lettland vorweisen. 2020 eroberte er dabei den sechsten Rang. Als Siebter der Rallye Polen hat der 25-Jährige genügend Selbstvertrauen getankt und will seine Erfahrung in weitere starke Ergebnisse ummünzen.
Als vierte Crew im Bunde sind auch in Lettland wieder die Iren William Creighton und Liam Regan mit von der Partie. Sie steuern einen rund 213 kW (290 PS) starken, ebenfalls allradgetriebenen Ford Fiesta Rally2 in der WRC2-Klasse.
"Ich freue mich sehr auf Lettland. Ich habe viel von dieser Rallye gehört, als sie noch zur Europameisterschaft gehörte. Ein neuer Lauf im WM-Kalender stellt uns immer vor besondere Aufgaben", erläutert M-Sport-Teamchef Richard Millener. "Mit großer Spannung blicken wir natürlich dem Auftritt von Martins Sesks entgegen. Ich denke, bei seinem Heimspiel wird er im Service-Park sehr im Mittelpunkt stehen. Er hat die Rallye Lettland bereits zweimal gewonnen. Jetzt kann er erstmals auf die Hybrid-Power des Ford Puma Rally1 setzen. Aber auch für Adrien Fourmaux und Grégoire Munster stehen die Chancen gut. Wenn sie - wie in Polen - eine saubere und fehlerfreie Vorstellung abliefern, können sie erneut weit nach vorne kommen. Zumal sie am Freitag von einer guten Position in der Startreihenfolge profitieren und in puncto Streckenkenntnis die meisten Fahrer mit einem weißen Blatt Papier beginnen."
Adrien Fourmaux / Alexandre Coria (F/F, Ford Puma Hybrid Rally1, Startnummer 16); WM-Rang: 5; Rallye-Lettland-Starts: 0.
"In Lettland steht uns die zweite von drei WM-Rallyes bevor, auf deren Schotterstrecken es richtig schnell zugeht - was uns aber genau erwartet, kann ich noch gar nicht richtig einschätzen", so Fourmaux. "Die Prüfungen besitzen einen vergleichsweise weichen Fahrbahnbelag und es gibt weniger Sprungkuppen als in Polen oder Finnland. Nach den wirklich guten Ergebnissen bei den bisherigen Läufen peilen wir natürlich erneut ein starkes, vielleicht sogar ein noch stärkeres Resultat als Platz drei an. Die Rallye ist für praktisch alle Neuland, mal sehen, wo wir am Ende stehen."
Grégoire Munster / Louis Louka (B/B, Ford Puma Hybrid Rally1, Startnummer 13); WM-Rang: 11; Rallye-Lettland-Starts: 3. Bestes Ergebnis: Platz 6 (2020)
"In Polen haben wir eine gute Performance gefunden und blicken nun optimistisch der Rallye Lettland entgegen, denn die Streckencharakteristik dort ist ähnlich - nur die Schotteroberfläche fällt etwas härter aus", so Munster. "Die Wald- und Wiesenwege erlauben ebenfalls sehr hohes Tempo. Auf der ersten Etappe können wir zudem von unserer Startposition profitieren."
Martins Sesks/Renars Francis (LV/LV, Ford Puma Hybrid Rally1, Startnummer 22); WM-Rang: 13; Rallye-Lettland-Starts: 9. Bestes Ergebnis: Platz 1 (2022 und 2023)
"Nach nur einem Testtag mit dem Ford Puma Hybrid Rally1 gibt es für mich natürlich noch viel zu lernen - insbesondere, was den Umgang mit dem Extra-Speed durch den Hybridantrieb betrifft", so Sesks. "Zwar kennen wir die Strecken bei unserem Heimspiel etwas besser, dennoch kommt es beim Aufschrieb auf wirklich alle Details an. Der erste Rallye-WM-Lauf in Lettland verspricht eine spannende Mischung aus großen Herausforderungen und hohen Geschwindigkeiten. Das ist genau das, warum unser Herz so am Rallye-Fahren hängt."
Williams Creighton / Liam Regan (IRL/Ford Fiesta Rally2, Startnummer 30). Rallye-Lettland-Starts: 0.
"Die Rallye Lettland läutet unsere zweite Saisonhälfte mit einem echten Tempowechsel ein: Sie ist unsere erste wirklich schnelle Schotter-Rallye mit einem Fahrzeug wie dem Ford Fiesta Rally2", so Creighton. "Wir wollen darauf aufbauen, was wir bislang gelernt haben. Das neue Profil der Strecken wird zweifelsohne aber eine Eingewöhnungszeit verlangen. Wir haben uns bestmöglich vorbereitet, darum können wir diese Herausforderung entspannt angehen."
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Datum: 17.07.2024 - 16:43 Uhr
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