Walderlebnis: Waldumbau, Blindschleichen und ein Orkan
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Im Wald bei Taufkirchen hat die 7 orange der Städtischen Wilhelm-Busch Realschule den Klimawandel erforscht, Artenvielfalt entdeckt und als Highlight eine eigene Tanne gepflanzt.
Doch warum kommt es zu solchen Naturkatastrophen, denen mehrere Hektar Wald zum Opfer fallen können? Mit dieser Frage im Hinterkopf begab sich die Gruppe auf Spurensuche in den Wald. Zuerst bestimmten sie die verschiedenen Baumarten und stellten fest, wie gut es ist, statt eines reinen Fichtenbestandes einen Mischwald anzupflanzen.
Paul Marzec, Biologielehrer der Klasse, hatte die waldpädagogische Führung bei Revierleiter Olaf Rahm im Rahmen einer Nachhaltigkeitswoche an der Schule gebucht: "Wir haben uns im Vorfeld intensiv mit dem Thema Waldumbau beschäftigt, also der aktiven Umgestaltung von Wäldern, um sie an veränderte Umweltbedingungen anzupassen und ihre Widerstandsfähigkeit zu erhöhen. Und tatsächlich wussten die Jugendlichen viel.
Aber dass der Rehbock im Frühjahr die Basthaut seines Geweihs an jungen Bäumen ab-streift und dabei gleichzeitig mit einer Duftdrüse sein Revier markiert, war für alle neu.
Eine Blindschleiche kreuzte den Weg – für einige die erste Begegnung mit einer heimischen Schlange. „Und das ist der Grundgedanke, auf dem die Waldpädagogik fußt“, erläutert Rahm: „Wir als Revierförster möchten Kindern und Jugendlichen die Natur näher-bringen und damit spielerisch ein Bewusstsein für den Wald und seine ökologische Bedeutung schaffen. Waldpädagogik verbindet theoretisches Wissen mit praktischen Erfahrungen und Aktivitäten im Freien. Dabei steht das Lernen mit allen Sinnen im Vordergrund.“
Schulleiter Konrad Brunner, der die Klasse an diesem Vormittag begleitete, hat sich im Rahmen der Nachhaltigkeitswoche bewusst für dieses Projekt entschieden: “Waldpädagogik ist etwas sehr Wertvolles und ich habe das letzte Mal als Kind an einer Waldführung teilgenommen. Ich freue mich, dass unsere Stadtkinder heute im Wald sein konnten“.
Am Ende des Vormittags haben die Jugendlichen viel praktisches Wissen aus dem Wald mitgenommen. Krönender Abschluss war das Pflanzen einer eigenen Tanne - und wer weiß, vielleicht besucht der eine oder andere in fünf Jahren seine Tanne und schaut, was daraus geworden ist.
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Datum: 29.07.2024 - 14:25 Uhr
Sprache: Deutsch
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Schul- und Berufsausbildung
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Freigabedatum: 29.07.2024
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