Ukraine: Zukunft von Millionen Schülern bedroht / SOS-Kinderdörfer: Investition in Bildung muss Priorität haben
ID: 2117330

(ots) - Lernen unter Beschuss, zerstörte Schulen, isolierte Schüler: Die Bildungssituation in der Ukraine wird nach zweieinhalb Jahren Krieg immer katastrophaler. Nach Angaben der SOS-Kinderdörfer ist die Zukunft von Millionen Schülern bedroht.
Mitte dieses Jahres waren nach Analyse von Satellitenbildern über 700 Schulen, Hochschulen und Universitäten vollständig zerstört worden, eine Zahl, die weiter steigt. Laut dem ukrainischen Bildungsministerium haben im letzten Schuljahr eine Million Kinder ausschließlich online gelernt und 1,1 Millionen weitere Kinder im Wechsel zwischen Online- und Präsenzunterricht. In vielen Fächern liegen die ukrainischen Schüler weit zurück.
Von acht Schulen in Izium nur eine übrig geblieben
Serhii Lukashov, Leiter der SOS-Kinderdörfer in der Ukraine, sagt: ""Es ist eine traurige Tatsache, dass immer noch viele Kinder und Familien direkt an der Front leben. In der Stadt Cherson zum Beispiel befinden sich noch 9000 Kinder, die dringend Unterstützung brauchen. Wir haben drei unterirdische Kinderschutzräume für sie eingerichtet, in denen sie auch Unterricht bekommen. Ebenfalls furchtbar ist die Situation in Izium in der Region Charkiv. Hier gab es einmal acht Schulen, von denen eine nach der anderen zerstört wurde, bis nur noch eine einzige übrig war. Im Keller dieser Schule bieten die SOS-Kinderdörfer Unterricht und Freizeitaktivitäten an."
Initiative für mehr Präsenzunterricht
Die Hilfsorganisation unterstützt die aktuelle Initiative der ukrainischen Regierung "Schule offline", die zum neuen Schuljahr wieder mehr Kinder in den Präsenzunterricht bringen sowie den Online-Unterricht verbessern will. Lukashov sagt: "Das ist dringend notwendig. Aktuell sitzen viele der Schüler isoliert zu Hause, schauen allein auf den kleinen Bildschirm ihres Tablets oder Smartphones und folgen einem mangelhaften Online-Unterricht. Manche Kinder haben nicht einmal diese Möglichkeit, da sie auf der Flucht alles zurücklassen mussten und keinerlei Endgeräte haben." Die SOS-Kinderdörfer haben deshalb Tabletts an Schüler aus bedürftigen Familien ausgegeben.
Lukashov betont, dass die Investition in Bildung landesweit absolute Priorität haben muss.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Boris Breyer
Pressesprecher SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 0160 - 984 723 45
E-Mail: boris.breyer@sos-kd.org
www.sos-kinderdoerfer.de
Original-Content von: SOS-Kinderdörfer weltweit Hermann-Gmeiner-Fonds Deutschland e.V., übermittelt durch news aktuellWeitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 11.08.2024 - 10:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2117330
Anzahl Zeichen: 2681
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
Kiew
Kategorie:
Soziales
Diese Pressemitteilung wurde bisher 504 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Ukraine: Zukunft von Millionen Schülern bedroht / SOS-Kinderdörfer: Investition in Bildung muss Priorität haben"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
SOS-Kinderdörfer weltweit Hermann-Gmeiner-Fonds Deutschland e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Während des über zwei Jahre andauernden Krieges im Gazastreifen wurden nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mehr als 167.000 Menschen verletzt, rund 42.000 davon schwer - ein Viertel davon Kinder. Über 5.000 Menschen haben durch Explosionen und Angriffe Gliedmaßen verloren, viele v
Länderverein SOS-Kinderdorf Österreich im Zusammenhang mit Vorwürfen gegen Hermann Gmeiner von der weltweiten Föderation suspendiert ...
Stellungnahme der SOS-Kinderdörfer weltweit, deutscher Förderverein der Föderation der SOS-Kinderdörfer Die Föderation der SOS-Kinderdörfer hat gestern per Entscheid des internationalen Aufsichtsrats mit sofortiger Wirkung beschlossen, den Länderverein SOS-Kinderdorf Österreich zu suspendi
"Jeden Tag stirbt ein Kind auf der Fluchtroute zentrales Mittelmeer"- SOS-Kinderdörfer weltweit und SOS Humanity fordern besseren Schutz unbegleiteter Minderjähriger auf der Flucht ...
Das zentrale Mittelmeer ist eine der tödlichsten Fluchtrouten der Welt", sagte Till Rummenhohl, Geschäftsführer von SOS Humanity. "In den vergangenen zehn Jahren sind dort über 21.000 Menschen gestorben oder verschwunden - darunter mehr als 3.500 Kinder. Im Schnitt stirbt jeden Tag ein
Weitere Mitteilungen von SOS-Kinderdörfer weltweit Hermann-Gmeiner-Fonds Deutschland e.V.
Meurer zur Pflegeassistenzausbildung: "Die Pflegebedürftigen brauchen dringend Unterstützung. Jeder Monat zählt." / bpa fordert bundeseinheitliche einjährige Assistenzausbildung in der P ...
Anlässlich der heutigen Anhörung zum Entwurf des Gesetzes über die Einführung einer bundeseinheitlichen Pflegeassistenzausbildung sagt der Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa), Bernd Meurer: "Pflegeeinrichtungen müssen am laufenden Band Versorgungsa
Internationaler Tag der Jugend bietet Anlass für philanthropisches Engagement / Zum UN-Sensibilisierungstag am 12. August macht die Sinngeber gGmbH auf Jugendprojekte aufmerksam ...
Anlässlich des Internationalen Tags der Jugend am 12. August macht die Hamburger Sinngeber gGmbH auf verschiedene Jugendprojekte auf der ganzen Welt aufmerksam. Das philanthropische Family Office hat den "Giving Fund" gegründet, in dem jede*r Geld in nationale oder internationale gemeinn
Max Gelhaar: Auf dem Weg zum Medaillen-Coup ...
Schwimmen, Radfahren, Laufen: Max Gelhaar beherrscht den Dreikampf mit diesen Sportarten wie kaum ein anderer. Bei den Paralympischen Spielen in Paris 2024 geht der Para Triathlet in der Startklasse "PTS3" auf Medaillenjagd. Die Vorzeichen dafür stehen nach einem hervorragenden Saisonverl
Krieg im Sudan: Blockierte Hilfen bedrohen Millionen Menschenleben / Humanitäre Zugänge massiv eingeschränkt - Bündnisorganisationen von "Aktion Deutschland Hilft" unterstützen lokale S ...
Die Versorgung im Sudan ist durch den eskalierenden Krieg im Land für Hilfsorganisationen massiv eingeschränkt. Mehr als ein Jahr nach Beginn der Eskalation sind 11 Millionen Menschen gewaltsam vertrieben worden. Die Vereinten Nationen bezeichnen die Lage im Sudan als die größte Hungerkrise der




