Beitragszahler bei Krankenhausreform nicht überfordern / Ko-Finanzierung des Transformationsfonds ist keine GKV-Aufgabe
ID: 2118849

(ots) - Die Ausgaben der Gesetzlichen Krankversicherung (GKV) für die Krankenhausversorgung haben eine magische Grenze erreicht: Rund 100 Milliarden Euro werden es nach Schätzungen des GKV-Spitzenverbandes im Jahr 2024 sein; jeder dritte Euro der Beitragsgelder fließt damit in diesen Sektor. Nun sollen zu allem Überfluss die Betragszahler auch noch systemwidrig die Hälfte der Kosten für den geplanten Transformationsfonds tragen. Das wären noch einmal 2,5 Milliarden Euro jährlich zusätzlich. Eine in jedem Fall beitragssatzrelevante Größenordnung. Dr. Ralf Langejürgen, Vorstandsvorsitzender des BKK Landesverbandes Bayern: "Von jedem Euro Beitrag fließen aktuell 33 Cent in den Krankenhausbereich. Die GKV soll nun neben der gesetzlich vorgesehenen Finanzierung der Behandlungskosten, auch noch systemwidrig die Investitionskosten für Geräte und Bauten übernehmen. Das ist nicht die Aufgabe der GKV!"
Die Finanzierung von Infrastruktur im Krankenhausbereich liegt verfassungsgemäß in staatlicher Verantwortung. Auch wenn der Freistaat Bayern im Ländervergleich relativ viel an Investitionskosten übernimmt, bleibt eine signifikante Lücke zwischen den dem eigentlichen Bedarf und den bereitgestellten Mitteln. Dr. Langejürgen: "Es ist Aufgabe des Bundes, eine qualitätsorientierte aber auch finanzierbare Strukturreform für den Krankenhaussektor auf den Weg zu bringen. Uns Betriebskrankenkassen ist sehr an einer raschen und gezielten Reform gelegen, aber es obliegt nicht der GKV, den jahrzehntelang aufgehäuften Reformberg mit Beitragsmitteln abzutragen."
Im Zusammenhang mit dem geplanten Transformationsfonds kommen die "Bundesmittel" nicht wie oft behauptet vom Bund, sondern von den Beitragszahlern. "Deshalb", so Langejürgen, "muss allen klar sein, wo im Zusammenhang mit dem Transformationsfonds Bund darauf steht, ist Krankenkasse und damit Beitragszahler drin."
Der BKK Landesverband Bayern vertritt als Körperschaft des öffentlichen Rechts die Interessen der Betriebskrankenkassen und ihrer Versicherten in Bayern. Aktuell zählt der BKK Landesverband Bayern 16 Betriebskrankenkassen als Mitglieder mit rund 3,4 Millionen Versicherten (Kassensitz). In Bayern selbst leben über 2,57 Millionen Menschen, die bei einer Betriebskrankenkasse (BKK) versichert sind. Damit verfügen die Betriebskrankenkassen im Freistaat über einen GKV-Marktanteil von rund 22 Prozent.
Pressekontakt:
BKK Landesverband Bayern
Stabsstelle Kommunikation
Pressestelle
Tel.: +49 89 74579 - 421 / - 423
E-Mail: presse@bkk-lv-bayern.de
Internet: www.bkk-bayern.de
Original-Content von: BKK Landesverband Bayern, übermittelt durch news aktuellWeitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 20.08.2024 - 12:32 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2118849
Anzahl Zeichen: 2788
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
München
Kategorie:
Finanzwesen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 282 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Beitragszahler bei Krankenhausreform nicht überfordern / Ko-Finanzierung des Transformationsfonds ist keine GKV-Aufgabe"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
BKK Landesverband Bayern (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
"Positiv ist, dass die Bundesregierung mit dem Kabinettsbeschluss die von der Finanzkommission Gesundheit eingeforderte Rückbesinnung auf den Grundsatz der Beitragssatzstabilität und damit auf eine einnahmeorientierte Ausgabenpolitik bestätigt. Enttäuschend ist die Tatsache, dass die schw
Gesundheitsversorgung von morgen gemeinsam gestalten / Bayerischer BKK Tag thematisiert neue Versorgungsmodelle sowie ihre Chancen und Hindernisse ...
Die Gesundheitsversorgung steht vor einem tiefgreifenden Wandel: Neue Versorgungsmodelle, interprofessionelle Zusammenarbeit und digitale Technologien bieten enorme Chancen für Patienten, Ärzte und das gesamte Gesundheitssystem. Doch Veränderung stößt oft auf Skepsis - sei es aus Sorge vor zusÃ
Statement Dr. Ralf Langejürgen, Vorstand BKK Landesverband Bayern zu den Vorschlägen der Finanzkommission Gesundheit / Grundsatz der einnahmenorientierten Ausgabenpolitik ist elementar ...
Die Finanzkommission Gesundheit hat gestern ein umfassendes Reformpaket mit insgesamt 66 Reformempfehlungen präsentiert. Im Mittelpunkt steht die Forderung nach einer konsequenten Rückbesinnung auf den Grundsatz einer einnahmenorientierten Ausgabenpolitik. Dazu Dr. Ralf Langejürgen, Vorstand des
Weitere Mitteilungen von BKK Landesverband Bayern
Auf den Spuren von Thomas Hoepker und Peter Lindbergh: So erreicht man als Fotograf eine große Bekanntheit ...
Viele Fotografen träumen davon, so bekannt zu werden wie Thomas Hoepker oder Peter Lindbergh. Doch der Weg zur Berühmtheit ist oft steinig. Talent allein reicht nicht aus. Es braucht harte Arbeit, die richtigen Kontakte und ein Gespür für den perfekten Moment. Wie kann man diesen Traum verwirkli
Simpli GmbH: Wie Dennis Melson und Tim Hoppe mit Simpli.bot den Vertrieb revolutionieren ...
Besonders in lokalen und mittelständischen Unternehmen ist die optimale Bearbeitung von Leads und Anfragen über den gesamten Vertriebsprozess eine zeitintensive und oft ungeliebte Aufgabe, die dennoch entscheidend für den unternehmerischen Erfolg ist. Mit der Simpli GmbH haben die Vertriebs- und
Korrektur: 40 Millionen Euro für fossiles Projekt: Deutsche Umwelthilfe geht gegen Beihilfe für LNG-Terminal in Brunsbüttel vor ...
Korrigierte Fassung der Meldung vom 20.08.2024 – 09:00. Bitte beachten Sie die korrigierten Gesellschafteranteile von Gasunie und RWE. Wir bitten um Entschuldigung. - EU-Kommission hatte staatliche Beihilfe in Höhe von 40 Millionen Euro für das LNG-Terminal Brunsbüttel genehmigt- DUH reicht
GAS Entec und AG&P bauen ein strategisches LNG-Terminal im Königreich Jordanien ...
Das LNG-Terminal in der Hafenstadt Aqaba ist entscheidend für die Energieunabhängigkeit und -sicherheit Jordaniens - Jordanien, ein Land mit 11 Millionen Einwohnern und einem Bruttoinlandsprodukt von 48,6 Milliarden US-Dollar, ist seit jeher auf Pipeline-Gas als Hauptbrennstoff für seinen Energ




