Wiege des Naturstein-Welterbes liegt in Mayen - Traditionelle Schieferdeckarten international ausgezeichnet - Klassik trifft Zukunft - Wo der meiste Schiefer herkommt
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(ots) - Als die Römer Rhein und Mosel eroberten entdeckten sie einen Stein, der rund um den Globus Geschichte schreibt: Schiefer. Am Katzenberg in Mayen - bis heute Stammsitz eines der führenden Schieferunternehmen der Welt - könnte auch die Wiege der traditionellen Altdeutschen Deckung liegen, die jetzt von der "Union der Geologischen Wissenschaften" (IUGS/International Union of Geological Sciences) als Teil der geschwungenen "Deutschen Deckarten" mit dem Titel "Naturstein-Welterbe" ausgezeichnet wurde.
Ausgrabungen an der römischen Befestigungsanlage Katzenberg und eine Rekonstruktion der Rundtürme belegen, dass die Römer dort bereits im Jahre 300 nach Christi Schiefer spalteten und mit schuppenförmigen Steinen die Dächer wetterfest machten. Die Deckart ähnelt - so die Wissenschaftler - der heute noch üblichen Altdeutsche Deckung, die zahllose historische Altstädte und wichtige Kulturdenkmäler in ganz Europa prägt. Inzwischen trifft Tradition dabei immer öfter auf Innovation: Durch optisch nahezu flächig integrierbare Photovoltaik-Module verbinden historische Dacheindeckungen Schönheit und Schutz mit nachhaltiger Energieerzeugung. "Die meist umfangreichen Dachflächen von Kirchen, Klöstern, Schlössern sowie zahllosen anderen wertvollen Kultur- und Baudenkmälern bieten sich für die solare Nutzung geradezu an", betont Frank Rummel, Geschäftsleiter bei Rathscheck Schiefer. Bei einer Sanierung geben die Denkmalbehörden der meisten Bundesländer inzwischen grünes Licht für die historische Energiewende, wenn die Schieferdach-Integration ästhetisch ansprechend ist und der architektonische Gesamteindruck gewahrt bleibt.
Schiefer erlebte im Laufe von fast 2000 Jahren als Bedachungsmaterial eine wechselhafte Geschichte. Bereits vor 2000 Jahren deckten die Römer die ersten Kastelle mit Schiefer, die Baumeister des Mittelalters schufen mit filigranen Dachflächen einzigartige UNESCO-Weltkulturerbestätten, aus dem 18. und 19. Jahrhundert zeugen schiefergedeckte Altstadt- Ensembles von wirtschaftlichen Blütezeiten. Noch bis Mitte des 20. Jahrhundert wurde das Gestein im größeren Stil vor allem im Rheinischen Schiefergebirge, in Thüringen und an der Grenze zu Bayern abgebaut. Heute gibt es nur noch wenige Gewinnungsstätten im einstmals wirtschaftlich erfolgreichen Schiefergürtel, der Anteil am deutschen Gesamtmarkt schrumpfte inzwischen drastisch: Mit rund 40 000 Quadratmetern eingedeckter Fläche kommen jährlich weniger als drei Prozent aus Vorkommen in Deutschland, wo jedes Jahr rund 1,5 Millionen Quadratmeter Dach- und Fassadenflächen mit Schiefer bekleidet werden. Größter Lieferant ist Spanien mit einem weltweiten Schieferexport von jährlich etwa 10 Millionen Quadratmetern. Besonders wichtige und hochwertige Vorkommen erstrecken sich rund um das "Goldene Tal" im Nordwesten des Landes. Dort hat sich auch das Mayener Unternehmen Rathscheck frühzeitig weitreichende eigene Ressourcen gesichert und eine der modernsten Schieferproduktionen sowohl für traditionell geschwungene Formate der typischen deutschen Deckarten als auch für moderne Rechteckformate etabliert, nachdem die Tiefen-Förderung in Deutschland immer schwieriger, aufwendiger und unergiebiger geworden war.
Unter der Markenbezeichnung "Monumentum" lebt die Tradition der Altdeutschen Deckung als Premiumprodukt weiter. Gleichzeitig erschließen einfach zu verlegende junge Deckarten inzwischen völlig neue Marktsegmente. Mit einer Haltbarkeit von 70 Jahren und mehr gilt hochwertiger Schiefer als eine der beständigsten und nachhaltigsten Dacheindeckungen. Entstanden ist der schimmernde Stein auf natürlicher Basis vor mehr als 400 Millionen Jahren durch gewaltige Erdverschiebungen. Vergangenheit und Zukunft von Schiefer würdigt die renommierte wissenschaftliche Geologen-Vereinigung "als integralen Bestandteil der menschlichen Kultur" - und mit dem Satz: "Das Gestein Schiefer prägt ganze Landschaften." Anschaulich eintauchen in die Geschichte des Schiefers können Besucher im Deutschen Schieferbergwerk in Mayen: 16 Meter unter der Genovevaburg erstreckt sich ein 340 Meter langes Stollen-Labyrinth mit spannenden Mitmach-Stationen und ausführlichen Infos zum neuen Welterbe-Naturstein. Infos: www.schiefer.de
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Für Rückfragen und Interviewwünsche: Rathscheck Schiefer, Dirk
Ackermann, Telefon 02651 9550, oder Uwe Schöllkopf, Tel. 02631 99960.
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Datum: 22.08.2024 - 10:45 Uhr
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