17. Juni: Welttag der Desertifikationsbekämpfung
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17. Juni: Welttag der Desertifikationsbekämpfung
Anlässlich des "Welttages der Desertifikationsbekämpfung" am 17. Juni wies die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesentwicklungsministerium, Gudrun Kopp, auf die wachsende Ausbreitung der Wüsten und die zunehmende Landdegradierung in vielen Teilen der Welt hin. "Wir können es uns in einer globalisierten Welt nicht mehr leisten, die Nahrungsgrundlage der Menschen durch Verlust produktiven Landes zusätzlich zu gefährden", sagte Kopp.
In den letzten vier Jahrzehnten hat sich die Kulturfläche pro Kopf der Erdbevölkerung fast auf die Hälfte reduziert. 2,6 Milliarden Menschen haben direkt mit den negativen Auswirkungen der Schrumpfung landwirtschaftlich nutzbarer Fläche zu kämpfen. Betroffen sind vor allem die Trockengebiete der Erde. Von Desertifikation spricht man, wenn in diesen Trockengebieten die natürlichen Ressourcen (Boden, Vegetation, Wasser) als Folge einer zu intensiven Nutzung durch den Menschen beeinträchtigt oder zerstört werden. Allein in den letzten 20 Jahren gingen dort 800 Millionen Hektar brauchbares Acker- und Weideland verloren. Dies entspricht etwa einer Fläche so groß wie Australien.
Neben dem Klimawandel und dem Verlust biologischer Vielfalt stellt die Desertifikation eines der größten Umweltprobleme unserer Zeit dar. Der alljährlich am 17. Juni begangene Welttag der Desertifikationsbekämpfung steht in diesem Jahr unter dem Motto: "Enhancing soils anywhere enhances life everywhere" ? Die Verbesserung des Bodens irgendwo auf der Welt verbessert das Leben überall auf der Welt. Der Welttag soll die Öffentlichkeit für die Bedrohung durch die Desertifikation sensibilisieren und die Notwendigkeit der Bekämpfung ins Bewusstsein rufen ? eine Notwendigkeit, die in unserer gemeinsamen Verantwortung liegt. Denn Desertifikation betrifft sowohl Industrie- als auch Entwicklungsländer.
Gudrun Kopp wies jedoch darauf hin, dass die 50 ärmsten Länder der Erde von der Desertifikation ganz besonders betroffen sind. Das BMZ unterstützt daher in zahlreichen Entwicklungsländern Programme, die den nachhaltigen Umgang mit Boden, Vegetation und Wasser fördern. Kopp dazu: "Mit der Unterstützung unserer Partnerländer beim Erosionsschutz, bei nachhaltiger Landnutzung und ländlicher Entwicklung in Trockengebieten leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Ernährungssicherung, Armutsbekämpfung, zum Klimaschutz und zum Erhalt der biologischen Vielfalt."
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Datum: 17.06.2010 - 12:17 Uhr
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