Die grosse Koalition im Geldausgeben

Die grosse Koalition im Geldausgeben

ID: 21221
(firmenpresse) - Bonn/Berlin - Den Bürger könnte die grosse Koalition in Berlin teuer zu stehen bekommen. "Trotz der grössten Steuererhöhung in der Geschichte der Bundesrepublik läuft der Haushalt aus dem Ruder", schreibt die Wirtschaftswoche (Wiwo) http://www.wiwo.de. Die Ausgaben des diesjährigen Haushalts steigen um zwei Milliarden auf 261,6 Milliarden Euro. Die Nettokreditaufnahme des Bundes klettert um sieben Milliarden auf 38,2 Milliarden Euro. Dadurch werden die gesamten Staatsschulden im laufenden Jahr die Grenze von 1,5 Billionen Euro durchbrechen. Trotz gegenteiliger Aussagen des Finanzministers Peer Steinbrück (SPD) "könnte der Etat auch im Jahr 2007 und damit zum sechsten Mal in Folge gegen Artikel 115 des Grundgesetzes verstossen, der zufolge die Nettoverschuldung nicht über die staatlichen Neuinvestitionen hinausgehen darf.

Die Belastungen für den Haushalt tragen verschiedene Namen: Arbeitslosengeld II, Elterngeld oder massive Probleme bei der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Politik reagiert allein mit Steuererhöhungen und zuckt vor weit reichenden Strukturreformen zurück. Die grosse Koalition sei nur gross im Geldausgeben, so die Erkenntnis des liberalen Haushaltsexperten Jürgen Koppelin. So steigt im nächsten Jahr die Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent. Ausserdem kommt noch eine Erhöhung der Versicherungssteuer von 16 auf 19 Prozent hinzu. Sonn-, Feiertags- und Nachtzuschläge werden oberhalb eines Grundlohns von 25 Euro die Stunde erstmals steuerpflichtig. Zudem fallen eine Reihe von Vergünstigungen für Arbeitnehmer weg.

Alle Beteuerungen, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen zu entlasten, scheinen hinfällig zu sein. "Auch liegen weiter Pläne auf dem Tisch, die Gewerbesteuer entgegen der ursprünglichen Absicht der Koalition nicht abzuschaffen, sondern sogar noch um ertragsunabhängige Bestandteile zu ergänzen", so die Wiwo. Josef Schlarmann, Chef der CDU/CSU-Mittelstandsvereinigung http://www.mittelstand-deutschland.de, zufolge könnten die Unternehmer schon froh sein, wenn sie nicht noch stärker belastet werden. "Die steuerpolitische Geisterfahrt der grossen Koalition muss schleunigst gestoppt werden", erklärte Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) http://www.bvmwonline.de. Nach der eben erst beschlossenen grössten Steuererhöhung in der Geschichte der Bundesrepublik wolle Schwarz-Rot schon wieder an der Steuerschraube drehen. Gemeint sind Pläne der Regierung, eine neue Steuer zur Finanzierung der Gesundheitsreform einzuführen. 30 bis 45 Milliarden Euro will SPD-Chef Kurt Beck ab 2008 über höhere Einkommens- und Verbrauchssteuern in die Krankenkassen pumpen.



Einmal mehr würde diese neue Steuer vor allem die Klein- und Mittelbetriebe belasten: "Denn die mittelstandstypischen Personengesellschaften unterliegen der Einkommensteuer. Damit würden gerade die Leistungsträger unserer Volkswirtschaft, die investieren und Arbeitsplätze sichern, überdurchschnittlich zur Kasse gebeten." Mehreinnahmen im Gesundheitssystem ohne tief greifende Strukturveränderungen würden zudem nur neue Ausgaben provozieren. Dabei sei das Einsparpotenzial auf der Ausgabenseite nach wie vor enorm. "So haben einzelne grosse Krankenkassen dreimal so hohe Verwaltungskosten wie ihre Mitbewerber. Auch bei der Verschreibung von Medikamenten könnten laut aktuellem Arzneimittelreport jährlich mindestens drei Milliarden Euro eingespart werden. Hier sollte die grosse Koalition ansetzen, bevor sie über neue Steuern nachdenkt", sagte der Mittelstandspräsident.

Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Garten(t)räume für alle-Alles für das Sommerwohnzimmer Bonner Rechtsexperte hält Haushalt für verfassungswidrig
Bereitgestellt von Benutzer: cklemp
Datum: 30.06.2006 - 09:35 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 21221
Anzahl Zeichen: 0

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Ansgar Lange

Kategorie:

Vermischtes


Meldungsart: Unternehmensinformationen
Versandart: bitte
Freigabedatum: 30.06.06

Diese Pressemitteilung wurde bisher 855 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Die grosse Koalition im Geldausgeben"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

medienbüro.sohn (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Sascha Lobo und die halbautomatische Netzkommunikation ...
Facebook-Browser könnte soziale Netzwerke umpflügen Berlin/München, 27. Februar 2009, www.ne-na.de - Millionen Deutsche sind mittlerweile in sozialen Netzwerken wie XING, Wer-kennt-wen, Facebook oder StudiVZ organisiert, haben ein Profil und präsentieren sich auf irgendeine Art im Web, ob mi

Finanzbehörden müssen mit Mittelstand innovativer umgehen ...
Schnelle Verfahren zur Stundung von Steuern und Anpassung von Vorauszahlungen Berlin, 26. Februar 2009, www.ne-na.de – Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) www.bvmw.de fordert die Finanzbehörden und Sozialversicherungen zu einem flexiblen und innovativen Umgang mit kleinen un

Kritik von Abfallexperten: Novellierte Verpackungsverordnung zementiert Grünen Punkt ...
Müllkonzern, fördert Preisdumping und unseriöse Recyclingmethoden Berlin/Bonn, 25. Februar 2009, www.ne-na.de - Einige Medien berichteten am Anfang des Jahres von der wundersamen Wiederauferstehung des Grünen Punktes http://www.gruener-punkt.de. So soll der frühere Müllmonopolist Duales Sys


Weitere Mitteilungen von medienbüro.sohn


Garten(t)räume für alle-Alles für das Sommerwohnzimmer ...
Die Firma Meissner Gartengestaltung -Ihr Gärtner von Eden -Cornelia König und Scholz GmbH Raumgestaltung, Design und Handwerk- Susanne Scholz laden wieder zu einem ungewöhnlichen Event ein: "Garten(t)räume für alle- Alles für das Sommerwohnzimmer" heisst das Motto der Veranstaltung a

Zufriedene Mitarbeiter sind weniger krank ...
Wenn man manchen Nachrichten in der Tagespresse Glauben schenken darf, verzeichnen Krankenkassen immer mehr Krankschreibungen mit psychischen Diagnosen. Und dies bei allgemein rückläufigen Krankenzahlen. Mittlerweile geht jeder 9. Fehltag in Unternehmen auf eine solche Diagnose zurück. Als Ausl

Attraktiv: Flacher Bauch im Sommer ...
Die besten Experten-Tipps für einen flachen Bauch (Köln - 28. Juli 2006): Experten des Arzt-Patienten-Portals www.qualimedic.de haben die besten Tipps für einen flachen Bikini- und Badehosenbauch zusammengestellt. Internist und Qualimedic-Vorstand Dr. med. Ralf Fischbach empfiehlt Frauen im S

Ingram Micro spendet 10.000 Euro an Arche Noah e.V. in München ...
Dornach, 27. Juni 2006 - Ingram Micro spendet jährlich an eine Organisation, die sich um hilfsbedürftige Kinder kümmert. Dieses Jahr gehen 10.000 Euro an Arche Noah e.V., eine gemeinnützige Münchner Trägerschaft, die im Klinikum Dritter Orden beheimatet ist. Arche Noah gibt seit 1999 schwer un


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z