Wasserstoff-Netzausbau: Bürokratie darf Energiewende nicht blockieren
ID: 2124551

(ots) - Mit dem gestrigen Tag endete das Konsultationsverfahren der Bundesnetzagentur für die Festlegung "Fahrpläne für die Umstellung der Netzinfrastruktur auf die vollständige Versorgung der Anschlussnehmer mit Wasserstoff" (FAUNA). Dabei werden Anforderungen an Verteilnetzbetreiber festgelegt, wenn diese im Rahmen der Kommunalen Wärmeplanung Wasserstoffnetze einrichten wollen. Timm Kehler, Vorstand des Branchenverbands Zukunft Gas, sieht in den bisherigen Bestrebungen der BNetzA erhebliche Herausforderungen, insbesondere in Bezug auf die bürokratischen Hürden und die Umsetzbarkeit für Netzbetreiber:
"Die Anforderungen, die die Bundesnetzagentur im Rahmen der Wasserstofffahrpläne an die Netzbetreiber stellen will, sind aus unserer Sicht zu komplex und in vielen Fällen nicht leistbar. Es besteht die Gefahr, dass durch die eng gefassten Vorgaben der Wasserstoffnetzausbau nicht gefördert, sondern im Gegenteil gehemmt wird. Die bürokratische Last dürfte dazu führen, dass dringend benötigte Investitionen verzögert werden und der Wasserstoffhochlauf weiter ins Stocken gerät.
Eine erfolgreiche Transformation der Gasverteilnetze erfordert eine Betrachtung aller Kundengruppen: Die Gasverteilnetze versorgen eben nicht nur rund 20 Millionen Haushalte, sondern auch etwa 1,8 Millionen mittelständische Betriebe sowie die verarbeitende Industrie. Auch für die Nah- und Fernwärmeversorgung, die künftig durch KWK-Anlagen mit Wasserstoff, seinen Derivaten oder Biomethan erfolgen wird, spielen die Gasverteil-netze eine zentrale Rolle. Die Regulierung darf nicht zum Hemmschuh der wirtschaftlichen Entwicklung werden.
Der derzeitige Rechtsrahmen, insbesondere das Gebäudeenergiegesetz (GEG) und die Kommunale Wärmeplanung, reicht nicht aus, um die Umstellung der Gasverteilnetze für alle Kundengruppen zu ermöglichen. Als Stimme der deutschen Gas- und Wasserstoffwirtschaft fordern wir daher eine praxisnahe Anpassung der Vorgaben, um die Rolle der Verteilnetze insbesondere auch als Rückgrat der mittelständischen Wirtschaft nicht zu gefährden."
Pressekontakt:
Zukunft Gas e.V.
Neustädtische Kirchstraße 8
10117 Berlin
Charlie Grüneberg
Leiter Kommunikation
T +49 171 2402630
presse@gas.info
www.gas.info
Original-Content von: Zukunft Gas e. V., übermittelt durch news aktuellWeitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 17.09.2024 - 12:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2124551
Anzahl Zeichen: 2450
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Energie & Umwelt
Diese Pressemitteilung wurde bisher 191 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Wasserstoff-Netzausbau: Bürokratie darf Energiewende nicht blockieren"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Zukunft Gas e. V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Deutschland muss seine Energiesicherheit langfristig auf eine stabile Basis stellen. Eine neue Studie des Centrums für Europäische Politik (cep) zeigt, dass die bisherigen Ansätze nicht ausreichen, um eine krisenfeste, wirtschaftliche und nachhaltige Energieversorgung zu gewährleisten. Besonders
Neues Normal am Gasmarkt: Gas bleibt bedeutend, aber langfristige Strategie fehlt ...
Gas war auch im Jahr 2024 der zweitwichtigste Energieträger Deutschlands. Damit hat sich die Rolle von gasförmigen Energieträgern weiter gefestigt, die auch in einem künftig klimaneutralen Energiesystem eine bedeutende Rolle spielen werden. Mit dem Zusammenspiel von Elektronen und Molekülen las
Zukunft Gas wird "Die Gas- und Wasserstoffwirtschaft": Ein starkes Signal für die Transformation ...
Zukunft Gas, die Stimme der Gas- und Wasserstoffwirtschaft, wird künftig als "Die Gas- und Wasserstoffwirtschaft" firmieren. Auf ihrer gestrigen Versammlung stimmten die Mitglieder mit großer Mehrheit für die Umbenennung. Damit setzt der Branchenverband ein starkes Zeichen für den Wand
Weitere Mitteilungen von Zukunft Gas e. V.
Energiequelle GmbH auf der WindEnergy in Hamburg ...
Energiequelle, internationaler Projektentwickler, Betriebsführer und Anbieter von innovativen Energieversorgungslösungen, präsentiert sich auf der WindEnergy. Die WindEnergy ist die Leitmesse der Windbranche und findet vom 24. bis 27. September in Hamburg statt. Die Akquise neuer Projekte und Koo
TÜV SÜD – Damit kälte- und klimatechnische Anlagen sicher, zuverlässig und umweltfreundlich funktionieren ...
Mit einem umfassenden Leistungsspektrum zur Kälte- und Klimatechnik sowie zur technischen Akustik ist TÜV SÜD auf der Chillventa vertreten, die vom 8. bis 10. Oktober 2024 in Nürnberg stattfindet. Die modernen Prüfstände und Klimakammern ermöglichen eine Vielzahl von Prüfungen nach normative
Leise, leiser, am leisesten: So planst du deine schallgedämpfte Heizzentrale ...
Der optimale Schallschutz bei BHKW, Wärmepumpen und Heizkessel sorgt für eine friedvolle Wohngemeinschaft. Doch was muss getan werden, wenn die Heizzentrale Probleme verursacht? Mieter oder Nachbarn, die sich durch den Lärm einer Heizzentrale gestört fühlen, gibt es leider häufiger als man den
Goldshore grenzt Ziele zur Erweiterung der Ressourcen in der Lagerstätte Moss ab ...
Die bei der Lagerstätte Moss ermittelten Ziele zur Erweiterung der Ressourcen bieten das Potenzial, das Unzenprofil über die aktuelle Ressource (1,54 Mio. Unzen Gold bei 1,23 g/t Au in der Kategorie „angedeutet“ sowie 5,20 Mio. Unzen Gold bei 1,11 g/t Au in der Kategorie „vermutet“) hinaus




