SoVD fordert: Rückzahlung statt Beitragserhöhung
ID: 2127927

(ots) - Bereits seit der Corona-Pandemie fordert der Sozialverband Deutschland eindringlich die Refinanzierung der aus dem Ausgleichsfonds der sozialen Pflegeversicherung finanzierten Maßnahmen. Denn so steht es auch im Koalitionsvertrag. Ein aktuelles Gutachten der DAK Gesundheit belegt ebenfalls, dass die damals verwendeten Mittel der Pflegekassen eine verfassungswidrige Zweckentfremdung darstellen. Die SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier bekräftig: "Anstatt die Beiträge für die Pflegeversicherung zu erhöhen, müssen zweckentfremdete Beitragsmittel von den Pflegekassen zurückgezahlt werden. Denn der Ausgleichsfonds der Pflegekassen ist keine Selbstbedienungskasse des Bundes. Gesamtgesellschaftliche Aufgaben wie die Pandemiebewältigung müssen aus Steuermitteln finanziert werden. Sozialversicherungsbeiträge sind dafür nicht vorgesehen."
Noch immer sind rund sechs Milliarden Euro an zweckentfremdeten Beitragsmitteln der Pflegeversicherung nicht refinanziert. "Diese Milliarden werden schlicht und einfach dringend für Leistungen der Pflegebedürftigen gebraucht", so Engelmeier.
Für das Gesamtjahr 2024 rechnet der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen mit einem Minus von über 1,5 Milliarden Euro, für 2025 dann von 3,4 Milliarden Euro. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach kündigte bereits höhere Beiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung an. Die SoVD-Vorstandsvorsitzende hält dagegen: "Eine Beitragssatzerhöhung wäre ein Hohn, wenn sich der Bund zeitgleich seiner Finanzierungsverantwortung weiter entzieht, um seinen Haushalt zu schonen. Wir sagen: Erst muss die vollständige Rückzahlung der pandemiebedingten Auslagen kommen, bevor an eine Beitragserhöhung überhaupt zu denken ist. Alles andere ist nicht akzeptabel. Auch der Bund muss seinen Teil zur Stabilisierung der Pflegeversicherung beitragen."
Pressekontakt:
SoVD-Bundesverband
Pressestelle
Peter-Michael Zernechel
Pressesprecher (V.i.S.d.P.)
Stralauer Str. 63
10179 Berlin
Tel.: 030/72 62 22 333
E-Mail: pressestelle@sovd.de
Web: www.sovd.de
Original-Content von: Sozialverband Deutschland (SoVD), übermittelt durch news aktuellWeitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 01.10.2024 - 12:46 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2127927
Anzahl Zeichen: 2291
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Arbeit
Diese Pressemitteilung wurde bisher 198 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"SoVD fordert: Rückzahlung statt Beitragserhöhung"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Sozialverband Deutschland (SoVD) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Anlässlich des ersten bundesweiten "Ehrentags" am 23. Mai würdigt der SoVD das vielfältige ehrenamtliche Engagement seiner Mitglieder. Gleichzeitig begrüßt der SoVD ausdrücklich die Initiative von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, freiwilliges Engagement sichtbar zu machen. &
SoVD zum Tag der Pflegenden: Pflegereform darf nicht zum sozialen Kahlschlag werden ...
Zum Internationalen Tag der Pflegenden am 12. Mai warnt der SoVD eindringlich vor den Plänen der Bundesregierung zur geplanten Pflegereform. Statt Pflegebedürftige und ihre Angehörigen endlich wirksam zu entlasten, drohten zentrale Vorhaben die soziale Schieflage in der Pflege weiter zu verschär
SoVD nach einem Jahr Schwarz-Rot: Sozialpolitisch klar hinter den Erwartungen zurück ...
Nach einem Jahr im Amt zieht der SoVD eine kritische Bilanz der schwarz-roten Bundesregierung. Zwar wurden einzelne Vorhaben angestoßen, doch insgesamt bleibt die Sozialpolitik deutlich hinter den Erwartungen zurück. Viele Reformen sind unkonkret, verschoben oder gehen zulasten sozialer Sicherheit
Weitere Mitteilungen von Sozialverband Deutschland (SoVD)
FAIRFAMILY: Wie Teambuilding-Maßnahmen die Arbeitgeberattraktivität steigern ...
Um bestehendes Personal zu halten und neue Mitarbeiter anzuziehen, braucht es heute weit mehr als einen Obstkorb und kostenlose Getränke: Wer sich wirklich als attraktiver Arbeitgeber positionieren will, muss umdenken. Neben wirklich attraktiven Benefits wie einem umfangreichen Gesundheitsmanagemen
Der richtige Ton in der Jobsuche / Aktuelle Bewerbungsstudie: Arbeitgeber, die sich selbst nicht zu ernst nehmen, kommen besser bei Bewerber*innen an ...
Der richtige Humor kann direkt zum nächsten Job führen. Das ist ein Ergebnis einer aktuellen und repräsentativen Stellenanzeigen-Studie, die die Jobbörse jobtensor.com in Auftrag gab. 1.000 Bewerbende gaben dabei ihre Einschätzung dazu ab, wie sie zum Beispiel in Stellenanzeigen von Arbeitgeber
Personalexperte: Mitarbeiter mittleren Alters werden nicht genug wertgeschätzt / Der Schlüssel der Arbeitgeberattraktivität liegt darin, Menschen abzusichern ...
Arbeitnehmer mittleren Alters werden zu häufig übersehen und demzufolge nicht genug wertgeschätzt. Zu diesem Urteil kommt der Bornheimer Personalexperte Reiner Huthmacher, der sich insbesondere auf die Themen Mitarbeiterbindung und Mitarbeitergewinnung konzentriert. Die öffentliche Debatte drehe
AzubiSolution: Wie Hotellerie und Gastronomie dem Personalmangel die Stirn bieten können ...
Manchen Branchen fällt es ganz besonders schwer, qualifiziertes Personal für ihre offenen Stellen zu finden - so auch dem Hotel- und Gastgewerbe. Julia Schillmeier und Miriam Elbs bieten Betrieben aus diesen Branchen eine Lösung an: Mit ihrer Personalvermittlungsagentur AzubiSolution organisieren




