BASF führt Wertkonto für Tarifmitarbeiter in Deutschland ein
ID: 213116
BASF führt Wertkonto für Tarifmitarbeiter in Deutschland ein
? Innovative betriebliche Umsetzung des Tarifvertrags "Lebensarbeitszeit und Demografie" in der Chemie
? Angesparte Summen ermöglichen rentennahe Freistellung
Am Standort Ludwigshafen wird in zehn Jahren jeder zweite Mitarbeiter der heutigen Belegschaft über 50 Jahre alt sein: Auf diesen demografischen Wandel stellen sich Unternehmensleitung und Betriebsrat der BASF SE ein und haben heute, 18. Juni 2010, eine Betriebsvereinbarung zur Einführung eines Wertkontos für Tarifmitarbeiter unterzeichnet. Das Wertkonto wird ab November 2010 angeboten.
Mit dem Wertkonto setzt die BASF das Kernelement des "Tarifvertrags Lebensarbeitszeit und Demografie" der chemischen Industrie um. Als erste Branche in Deutschland bereitet die Chemie mit dem Tarifvertrag Unternehmen und Mitarbeiter umfassend auf den demografischen Wandel vor.
Der Tarifvertrag sieht vor, dass Arbeitgeber ab 2010 pro Jahr und Tarifbeschäftigtem 300 Euro in einen betrieblichen Demografiefonds einzahlen. Bei der BASF fließen diese Beträge auf Wertkonten für Tarifmitarbeiter. Im Laufe des Arbeitslebens sparen die Mitarbeiter auf ihrem Wertkonto ein Guthaben an, das in Zeitäquivalente umgerechnet wird und vor Rentenbeginn eine vorzeitige Freistellung ermöglicht.
"Die BASF SE hat dabei ein eigenes Wertkontenmodell entwickelt, das für die Mitarbeiter besonders attraktiv ist", sagt der Betriebsratsvorsitzende Robert Oswald. Über den Demografiefonds hinaus kommen bei der BASF weitere Bausteine hinzu, die den Kontostand des Mitarbeiters erhöhen. Dazu werden beispielsweise bisherige Firmenleistungen der BASF für Tarifmitarbeiter finanziell umgewidmet.
"Wir haben uns bei dem neuen Modell für einen Paradigmenwechsel entschieden: Mit der Einführung des Wertkontos verwenden wir künftig ausgewählte finanzielle Leistungen der BASF für Tarifmitarbeiter demografiewirksam. Zusammen mit weiteren Maßnahmen unseres Demografieprogramms "Generations@Work" werden wir damit fit für die Herausforderungen, die sich an eine älter werdende Belegschaft stellen", sagt Hans-Carsten Hansen, Personalchef der BASF.
Neben dem Demografiefonds und den Beiträgen des Unternehmens fördert die BASF auch, dass Mitarbeiter selbst zusätzlich Guthaben auf ihrem Wertkonto ansparen. Wenn sie Teile ihrer Persönlichen Erfolgsbeteiligung bis zu einer Höhe von maximal 150 Euro pro Jahr einbringen, verdoppelt die BASF diesen Betrag. Mitarbeiter können darüber hinaus aus eigenen Mitteln noch bis zu 750 Euro jährlich ansparen oder fünf Urlaubstage umwandeln.
Nahezu alle Gruppengesellschaften der BASF in Deutschland führen das Wertkonto ein.
Über BASF
BASF ist das führende Chemie-Unternehmen der Welt: The Chemical Company. Das Portfolio reicht von Chemikalien, Kunststoffen und Veredlungs¬produkten bis hin zu Pflanzenschutzmitteln, Feinchemikalien sowie Öl und Gas. Als zuverlässiger Partner hilft die BASF ihren Kunden in nahezu allen Branchen, erfolgreicher zu sein. Mit hochwertigen Produkten und intelligenten Lösungen trägt die BASF dazu bei, Antworten auf globale Herausforderungen wie Klimaschutz, Energieeffizienz, Ernährung und Mobilität zu finden. Die BASF erzielte 2009 einen Umsatz von mehr als 50 Milliarden ? und beschäftigte am Jahresende rund 105.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die BASF ist börsennotiert in Frankfurt (BAS), London (BFA) und Zürich (AN). Weitere Informationen zur BASF im Internet unter www.basf.com.
Ulla Spengler
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Datum: 18.06.2010 - 16:47 Uhr
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