WTW Studie Lebensversicherung 2023: Einfirmenvermittler bauen Führung beim Vertrieb von Lebensversicherungen aus
Neugeschäft: Vertriebswege und Produktkategorien in der Lebensversicherung 2023
„Wie im letzten Jahr haben sehr viele Anbieter mit überwiegendem Bankvertrieb hohe Rückgänge bei den Einmalbeiträgen hinnehmen müssen. Jedoch konnten viele von ihnen beim Neuzugang von laufenden Beiträgen zulegen“, sagt Henning Maaß, Director Insurance Management Consulting bei WTW in Deutschland.
Neugeschäft gegen Einmalbeitrag eingebrochen
2023 betrug das APE -Neugeschäft aus neu eingelösten Versicherungsscheinen 5,8 Milliarden Euro und somit 180 Millionen Euro bzw. 3 Prozent weniger als im Vorjahr. Ursächlich für diesen Rückgang war das um 3,2 Milliarden Euro gesunkene Neugeschäft mit Einmalbeiträgen. Dagegen ist das Neugeschäft mit laufenden Beiträgen um 142 Millionen Euro gestiegen.
Einfirmenvermittler konnten als einziger Vertriebsweg beim Vertrieb von Einmalbeiträgen leicht zulegen, während Banken mehr als ein Viertel und Makler und Mehrfachagenten nahezu ein Fünftel beim Neuzugang mit Einmalbeitrag verloren haben: Wie im Vorjahr trugen Banken mit einem Minus von 2,4 Milliarden Euro den Großteil des Rückgangs. Während auch Makler und Mehrfachagenten ein Minus von 700 Millionen Euro verzeichneten, konnten die Einfirmenvermittler bei den Einmalbeiträgen sogar um 230 Millionen Euro zulegen. Aus diesem Grund sank der Vertriebsanteil der Banken bei Einmalbeiträgen besonders stark von 43 Prozent im Vorjahr auf 37 Prozent in 2023 (Abb. 2), mit der entsprechenden Auswirkung auf den Vertriebsanteil gemäß APE (Abb. 1).
„Die Zinsangebote der Banken belasten das Einmalbeitragsgeschäft der Lebensversicherer. Unter diesen Umständen waren 17,5 Milliarden Euro neu eingelöste Einmalbeiträge dennoch beachtlich“, sagt Maaß. „Die Produkte der privaten Altersvorsorge haben mit 2,7 Milliarden Euro zum erheblichen Rückgang beigetragen.“
Neugeschäft gegen laufenden Beitrag mit Zuwachs
Das Neugeschäft 2023 mit laufenden Beiträgen stieg um 4 Prozent. Dieser Zuwachs ist jedoch einzig auf Einfirmenvermittler sowie Makler und Mehrfachagenten zurückzuführen. Insbesondere Letztere haben ihren Anteil zu Lasten der Banken erhöht (Abb. 3). „Dieser Vertriebsweg hat derart zugelegt, dass sein Anteil am Neugeschäft mit laufenden Beiträgen nun jenem der Einfirmenvermittler entspricht“, so Maaß.
Wachstumssegmente der letzten Jahre
Seit 2018 konnten Makler und Mehrfachagenten bei der Vermittlung laufender Beiträge im Schnitt 4,7 Prozent pro Jahr zulegen. Damit sind sie der am stärksten wachsende Vertriebsweg in diesem Segment. Einfirmenvermittler weisen ein Plus von 2,6 Prozent pro Jahr auf, gefolgt von den Banken mit plus 1,5 Prozent pro Jahr. „Diese Entwicklung ist den Maklern und Mehrfachagenten mit Produkten der betrieblichen Altersvorsorge sowie der Invaliditätsabsicherung gelungen. Dort haben sie seither die größten Zuwächse und sind marktführender Vertriebsweg“, so Maaß.
Bei den Produktkategorien war in den vergangenen fünf Jahren die betriebliche Altersvorsorge vertriebswegeübergreifend führend. Hier wuchs das Geschäft mit laufenden Beiträgen mit einer Wachstumsrate von durchschnittlich 4,2 Prozent pro Jahr, gefolgt von der privaten Altersvorsorge und der Invaliditätsabsicherung. Die Kategorie Todesfallabsicherung verlor hingegen im Schnitt 6,2 Prozent pro Jahr.
Ausblick bleibt positiv
„Im laufenden Jahr erwarte ich die Fortsetzung der jüngsten Trends“, so Maaß. „Daher ist weiter mit Zuwächsen beim Neugeschäft mit laufenden Beiträgen zu rechnen sowie insbesondere in den Produktkategorien der betrieblichen Altersvorsorge und der Invaliditätsabsicherung.“Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
WTW (NASDAQ: WTW) bietet datengesteuerte, evidenzbasierte Lösungen in den Bereichen Mitarbeiter, Risiko und Kapital. Wir nutzen die globale Sichtweise und das lokale Fachwissen unserer Mitarbeitenden in 140 Ländern und Märkten, um Unternehmen dabei zu helfen, ihre Strategie zu schärfen, die Widerstandsfähigkeit ihrer Organisation zu verbessern, ihre Mitarbeitenden zu motivieren und ihre Leistung zu maximieren.
In enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden decken wir Chancen für nachhaltigen Erfolg auf und bieten Perspektiven, die sie weiterbringen.
Erfahren Sie mehr unter wtwco.com/de-de.
VOCATO public relations GmbH
Corinna Bause / Sabrina Stünkel
Tel: +49 2234 60198-19 / -21
Mail: cbause(at)vocato.com / sstuenkel(at)vocato.com
Datum: 28.11.2024 - 11:38 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2137749
Anzahl Zeichen: 4515
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Sabrina Stünkel
Stadt:
Köln
Telefon: +49 2234 60198-21
Kategorie:
Versicherungen
Meldungsart: Finanzinformation
Versandart: Veröffentlichung
Diese Pressemitteilung wurde bisher 280 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"WTW Studie Lebensversicherung 2023: Einfirmenvermittler bauen Führung beim Vertrieb von Lebensversicherungen aus"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
WTW (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
FRANKFURT AM MAIN/LONDON, 7. Juli 2026 – Wirtschaftliche Schäden, die aus geopolitischen Turbulenzen resultieren, gehören erstmals zu den Top 7 der globalen Risiken für Vorstände und Führungskräfte. Das zeigt die jährliche Studie zur Managerhaftpflichtversicherung, die das Beratungsunterneh
WTW erweitert RiskAgility FM um GPU-Funktionalität ...
Flexible Rechenleistung nach Bedarf GPU-Cluster stehen ab sofort auch im hochskalierbaren Pay-as-you-go-Rechencluster von WTW zur Verfügung. Versicherer können dadurch flexibel für jedes Modell die optimale Performance erzielen, ohne in eigene Hardware investieren zu müssen. Niki Winter, EM
Zölle und Handelskonflikte werden zum größten politischen Risiko für Konzerne ...
FRANKFURT AM MAIN, 13. Mai 2026 – Global agierende Firmen sehen sich heute stärker durch handelspolitische Maßnahmen, regulatorische Volatilität und politische Polarisierung unter Druck gesetzt als durch kriegerische Konflikte. 61 Prozent berichten für 2026 von konkreten finanziellen Schäden
Weitere Mitteilungen von WTW
Risk-Bot: KI-gestützte Risiko- und Vorsorgeanalysen für die optimale Absicherung ...
In einer Welt, die zunehmend von digitalen Technologien geprägt ist, verändert sich auch die Art und Weise, wie wir unsere Finanzen und Absicherungen verwalten. Insbesondere im Bereich der Versicherungen gibt es eine Fülle von Angeboten und oft wenig Transparenz. Viele Verbraucher sind unsicher,
Risk-BOT: Kostenlose und unabhängige KI-gestützte Versicherungsberatung für Privatpersonen ...
Mit der fortschreitenden Digitalisierung wird der Versicherungsmarkt zunehmend komplexer. Für Verbraucher wird es nicht nur schwieriger, den Überblick über die Vielzahl von Angeboten zu behalten, sondern auch, die richtige Entscheidung zu treffen. Vor diesem Hintergrund hat Risk-BOT einen neuen S
Optimale Höhe der Deckungssumme in der privaten Haftpflichtversicherung ermittelt ...
In einer umfassenden Analyse hat die innovative Plattform Risk-BOT unter der Leitung des Versicherungsexperten Roland Richert die ideale Deckungssumme für private Haftpflichtversicherungen bestimmt. Demnach gewährleistet eine Deckungssumme von 100 Millionen Euro einen weitreichenden Schutz gegen z
Nicht nur auf Versicherung schauen – Unternehmen wollen Risikoberatung ...
FRANKFURT AM MAIN, 15. Oktober 2024 – Vielen Unternehmen ist eine ganzheitliche Risikobetrachtung künftig wichtiger als die reine Frage nach der Versicherbarkeit. Auch wenn der Versicherungsschutz weiterhin ein probater Ansatz für das Risikomanagement bleibt, sinkt dessen Bedeutung zugunsten alt




