Lasertechnik: was geht und was nicht

Lasertechnik: was geht und was nicht

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Mit Lasertechnik ist mittlerweile (fast) alles möglich

Im kommenden Frühjahr feiert die Lasertechnik ihren 65. Geburtstag. Wir schrieben den 16. Mai 1960, als der US-amerikanische Physiker Theodore Harold Maiman gemeinsam mit Charles Asawa - seinem Assistenten - den weltweit ersten funktionierenden Laser entwickelte. Es war ein sogenannter Rubinlaser. Der spielt zwar heute aufgrund seiner relativ geringen Effizienz kaum noch eine Rolle, gilt aber nach wie vor als Vorreiter der heutigen Lasertechnologie. Die hat in den letzten 65 Jahren enorme Fortschritte gemacht und ist mittlerweile in zahllosen Bereichen zu finden. In der Wissenschaft und der Medizin beispielsweise, in der Vermessung und Robotik, aber natürlich auch in industriellen Bereichen wie dem Schweißen und Schneiden. Selbst zum Gravieren und Markieren werden Laser eingesetzt. Diese enorme Vielseitigkeit sorgt dafür, dass viele Branchen von der Technologie profitieren.

Die größten Vorteile des Laserschneidens

Wer beispielsweise Blech biegen lassen will oder Rohre aller Art schneiden lassen möchte, erzielt mit dem Laserschneiden absolut präzise und akkurate Ergebnisse. Genau diese hohe Qualität ist es, die der Lasertechnik zu ihrem Siegeszug verholfen hat. Beim Laserschneiden werden Materialien und Schnittbereiche weder verformt noch anderweitig beeinträchtigt. Es lassen sich quasi alle Schnittformen realisieren, auch sehr komplexe, spezielle und unregelmäßige Konturen. Außerdem ist nach dem Laserschnitt kein Versiegeln oder Schleifen notwendig. Das wiederum spart nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Letztendlich ist ein Laserschnitt auch eine sehr saubere Angelegenheit, denn es kommen weder Schleifmittel noch Chemikalien zum Einsatz. Ein weiterer Vorteil ist, dass man nach der Konfiguration des Gerätes quasi direkt mit dem Laserschneiden loslegen kann. Schablonen oder Stanzformen werden nicht benötigt, und auch Anpassungen sowie besondere Kundenwünsche lassen sich ohne eine Beeinträchtigung der Produktion umsetzen. Vor allem für Materialien wie Edelstahl, Aluminium und andere Metalle ist das Laserschneiden das Mittel der Wahl, zumal die Anwendung im Vergleich zu herkömmlichen Schneidmethoden deutlich weniger Zeit beansprucht. In der Fertigung, der Automobilindustrie, der Baubranche, der Luft- und Raumfahrt sowie der Elektronik ist das Laserschneiden darum längst unverzichtbar geworden. Aber: Mit dem Verfahren lassen sich nicht alle Projekte realisieren.

Die Grenzen der Lasertechnik

Obwohl die Lasertechnik heutzutage extrem ausgereift ist, stößt sie hin und wieder an ihre Grenzen. So gibt es beispielsweise Materialien, die sich für das Laserschneiden, aber auch für das Lasergravieren nicht eignen. Dazu gehören insbesondere Kohlenstofffasern (Karbon), Polytetrafluoräthylene (PTFE /Teflon), PVB und PVC. Das Gleiche gilt für Materialien, die Epoxy- oder Phenolharze und Halogene wie Chlor, Fluor und Brom enthalten. Vorsicht ist zudem geboten bei Kupfer, Blei, Nickel, Chrom und Mangan. Beim Laserschneiden all dieser Materialien könnten Gase und/oder Stäube entstehen, die entweder die Funktionalität der Laserschneidmaschinen oder aber den Anwender selbst beeinträchtigen. Ist ein Material mit dem Merkmal "flammhemmend" gekennzeichnet, sollten sich Anwender vor dem Laserschneiden mit dem Materialhersteller in Verbindung setzen. Oft wird diese Eigenschaft nämlich durch einen Brom-Zusatz erreicht, und Brom zählt ebenfalls zu den ungeeigneten Stoffen. Abgesehen von diesen Ausnahmen ist die Lasertechnik aber quasi ein Multitalent und aus vielen Branchen nicht mehr wegzudenken.

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Datum: 29.11.2024 - 15:00 Uhr
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