Klima-Institut PIK warnt Merz vor Rückabwicklung des Heizungsgesetzes / Direktor Edenhofer: "Niemand hat Kosten auf dem Schirm"- Vorschlag für "wirksame und gerechte Kompensation"
ID: 2145195

(ots) - Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) hat CDU-Chef Friedrich Merz vor einer Rücknahme des Heizungsgesetzes gewarnt, wie es im Wahlprogramm der Union angekündigt wird. "Es braucht keine Rückabwicklung, sondern es muss vorrangig eine wirksame und gerechte Kompensation geschaffen werden", sagte PIK-Direktor Ottmar Edenhofer im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). Der Wissenschaftler und Politikberater und schlug ein "Gebäude-Klimageld" vor: "Keine pauschale Pro-Kopf-Rückerstattung nach Einkommen, sondern eine Kompensation, die sich nach dem energetischen Standard des Gebäudes richtet." Diese Rückerstattung müsse dann abgeschmolzen werden, sodass Druck entstehe, die Sanierung oder den Heizungstausch anzugehen.
"Schon 2027 - also in zwei Jahren! - wird sich der CO2-Preis für das Heizen mit Gas und Öl genau wie für das Autofahren mit Diesel und Benzin nicht mehr über ein deutsches Gesetz, sondern über den europäischen Emissionshandel bilden", erläuterte Edenhofer in der "NOZ". Es brauche daher unbedingt die klare Ansage der Politik, dass das fossile Heizen zur steigenden Belastung werde. Denn zur Einhaltung der Klimaziele müsse der CO2-Preis "eigentlich schon 2030 bei 275 Euro je Tonne und 2040 bei 400 Euro liegen", wenn die Emissionen nicht substanziell durch andere Maßnahmen gesenkt würden.
"Die Tragik ist, dass niemand, der sich jetzt noch eine Gasheizung eingebaut, das auf dem Schirm hat", beklagte Edenhofer. "Genau deswegen kann ich nur davor warnen, die Flucht nach hinten anzutreten und den Leuten zu erzählen, die Wärmewende werde rückabgewickelt. Die Flucht nach hinten anzutreten, führt nicht in die Zukunft." Dass sich gegenwärtig noch immer doppelt so viele Haushalte eine neue Gastherme einbauten statt einer elektrischen Wärmepumpe, sei "vollkommen dysfunktional, sowohl für den Klimaschutz als auch für den Geldbeutel der Betroffenen, denn das Heizen mit Gas wird ja immer teurer."
+++ tob
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuellWeitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 13.01.2025 - 01:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2145195
Anzahl Zeichen: 2263
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Wirtschaft (allg.)
Diese Pressemitteilung wurde bisher 314 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Klima-Institut PIK warnt Merz vor Rückabwicklung des Heizungsgesetzes / Direktor Edenhofer: "Niemand hat Kosten auf dem Schirm"- Vorschlag für "wirksame und gerechte Kompensation""
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Angesichts explodierender Kosten in der Pflege fordert CDU-Fraktionsvize Albert Stegemann, erwachsene Kinder künftig früher an den Kosten ihrer pflegebedürftigen Eltern zu beteiligen. "Ich sehe die Möglichkeit, die Einkommensgrenze, bei der man zu den elterlichen Pflegekosten herangezogen w
Wolfgang Kubicki: "Eine inhaltliche Neuaufstellung auf dem Parteitag brauchen wir nicht" / Designierter FDP-Parteichef will ehemalige Wähler "mit klarer Sprache" zurückholen ...
Der Kandidat für den FDP-Parteivorsitz, Wolfgang Kubicki, hat kurz vor dem Parteitag der Liberalen in Berlin erklärt, dass er eine inhaltliche Neuaufstellung der FDP derzeit nicht für notwendig hält. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz) sagte der 74-Jährige: "Eine inhaltliche N
Wolfgang Kubicki will E-Auto-Subventionen streichen / Designierter FDP-Parteichef hält Förderung für nicht zielführend - "Französische und chinesische Anbieter und reiche Eltern profitieren& ...
Der designierte FDP-Parteichef Wolfgang Kubicki hält die staatliche Förderung von E-Autos für nicht zielführend und würde sie komplett streichen, um mit dem Geld Steuersenkungen zu ermöglichen. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz) sagte er: "Die E-Mobilitäts-Subventionen kön
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
Wochenrückblick KW 02-2025: Märkte im Zwiespalt! ...
Sehr geehrte Leserinnen und Leser, zwar wurden die Spekulationen über Zölle schnell widerlegt, aber dennoch nutzten die Märkte die Gelegenheit, um ihre Gewinne auszubauen. Allen voran der DAX, der auf Wochenbasis mehr als 1,5 % zulegen konnte. Gegen Ende der Woche setzten jedoch Gewinnmitnahme
Internationale Geschäftsaktivitäten und rechtliche Herausforderungen: Ein Leitfaden von Dr. Norbert Seeger ...
Internationale Geschäfte sind für viele Unternehmen eine attraktive Möglichkeit zur Expansion, doch sie sind auch mit erheblichen rechtlichen Risiken verbunden. Dr. Norbert Seeger, ein renommierter Anwalt in Liechtenstein, bietet wertvolle Einblicke in die rechtlichen Herausforderungen und Fallst
IG Metall fordert Transfergesellschaft für Windhorst-Werften in Schleswig-Holstein / Gewerkschaftschef Friedrich: Quasi Raubmord an den Werften begangen ...
Die Suche nach Investoren für die beiden insolventen Werften von Investor Lars Windhorst in Schleswig-Holstein verläuft offenbar vielversprechend. Daniel Friedrich, Chef des IG-Metall-Bezirks Küste, sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ), es gebe ernstzunehmende Interessenten für
Die Welt der Royalties und Streams - Ein innovatives Geschäftsmodell! ...
Sehr geehrte Leserinnen und Leser, anders als traditionelle Bergbauunternehmen, die den Risiken und hohen Kosten des operativen Bergbaus ausgesetzt sind, sichern sich Unternehmen wie beispielsweise Osisko Gold Royalties (WKN: A115K2) Anteile an den Einnahmen oder der Produktion von Minen. Dabei s




