Schneller ohne Leerfahrt
ID: 214684
Erste kontinuierlich umlaufende Energiekette der Welt
Schneller ohne Leerfahrt(firmenpresse) - Starten, Bremsen, erneut Anfahren, Bremsen, am Ende wieder zurückfahren. Ob bei kleineren Apparaten am Roboter, Pick-and-Place-Anwendungen, schnellen Pressen-Feedern, großen Regalbediengeräten oder klassischen Förderbändern: Herkömmliche Handling- und Transport-Anwendungen kommen heute nicht ohne eine Leerfahrt, ohne eine unproduktive Rückfahrt aus. Dazu hat igus GmbH, Köln, jetzt die erste kontinuierlich umlaufende Energiekette der Welt entwickelt. Das einbaufertige Komplettmodul eröffnet völlig neue Perspektiven in der Maschinenkonstruktion.
Direkt die nächste Position anfahren
Die auf der Hannover-Messe vorgestellte "C-Kette" versorgt - rund umlaufend - Greifer, Sensorik und andere Einheiten mit Energie, Daten und Medien. Ohne überflüssige Vor- und Rückfahrten kann, in einem kontinuierlichen Rundverkehr, jetzt direkt die nächste Position angefahren und dort permanent be- und entladen, geklebt, gebohrt etc. werden. Leichtgewichtig und ausfallsicher sind Geschwindigkeiten bis zu 8 m/s möglich. So lassen sich schnellste Maschinentaktzeiten realisieren.
Komplettmodul an die Maschine anschließen
Die neue "C-Kette" besteht aus einer abriebfesten Kunststoff-Energiekette mit angeschlossener Drehdurchführung. Diese verfährt leicht und vibrationsfrei, wenn erforderlich mit unterstütztem Obertrum. Das neue System bietet ausreichend Platz zur Befüllung z.B. mit einer Servo/Motorleitung, einer Steuer-, Bus- oder auch LWL-Leitung und schützt und führt Luft und Gas. Alle erforderlichen Leitungen und Schläuche für Last, Daten und Medien sind in einem kompakt gebauten Führungssystem untergebracht. Dieses wird von igus, gemäß aller kundenspezifischen Eckdaten, als Komplettmodul geliefert und dann beim Kunden direkt an die Maschine, das Förderband oder eine andere Anlage angebaut. Es ist in verschiedenen Einbaulagen einsetzbar.
Jeder Wagen ist einzeln adressierbar
Mit dem igus-"C-Kettensystem" lässt sich z.B. ein Handling-, Regalbediengerät oder Feeder ähnlich einer "Raupenkette" gestalten. Auf dieser können, so eine Möglichkeit, umlaufende Wagen mit verschiedensten Funktionen befestigt werden. Die Wagen werden von einer Energiekette mit daran angeschlossener Drehdurchführung mit Information, Energie und Medien versorgt. Das funktioniert so: Leicht und verschleißfrei kreist die Kette im Führungsgehäuse hin zur ersten Wagen-Station. Dort speist sie eine umlaufende Ringleitung, an die alle Wagen der "Raupe" angeschlossen sind. Mit moderner Elektronik und Bustechnik kann dann jeder Wagen einzeln adressiert werden. Er wird mit den entsprechenden Signalen versorgt, um im folgenden beliebig arbeiten zu können z.B. mittels eines Pneumatikventils, Elektromotoren oder Sensoren. Jeder Wagen ist einzeln ansteuerbar und kann in vordefinierter Position sofort "seine" Aufgaben übernehmen.
Permanent greifen, ablegen und bearbeiten
Abhängig von den Kundenvorgaben ist ein Verfahrweg von 30 Metern und mehr möglich. Zahlreiche unterschiedliche Wagen lassen sich auf der kontinuierlich umlaufenden Kette anschließen. Das können z.B. rotierende Greifer, Sauger oder Elektromagneten sein, die permanent Werkstücke aufnehmen, halten, justieren und wieder ablegen. Oder auch Werkzeuge zur Bearbeitung, etwa zum Drehen, Spannen, Kleben und Bohren. Ebenso kann Regelungs- und Steuertechnik auf den Wagen sein, kompakt versorgt mit Information und Leistung aus einem stabilen Führungssystem - vom Barcode- oder Farberkennungsleser bis hin z.B. zum RFID-Lesegerät.
Schlanker und effizienter bauen
Neben dem zentralen konstruktiven Durchbruch - dem Verzicht auf Leerfahrten - können Transport-, Pick-and-Place- und andere Handlinganlagen überdies jetzt schlanker gebaut werden. Die neue "C-Kette" lässt sich dazu einfach integrieren in kleine Einbauräume. Aktuell sind oft sehr große Massen zu bewegen bei hohen Beschleunigungen, um die Vorgaben bezüglich Zyklen und Taktzeiten zu erfüllen. Konstrukteure müssen also verhältnismäßig groß bauen, um die entsprechenden Kräfte auffangen zu können, die aufgrund des dynamischen Hin- und Herfahrens (Bremsen, Stoppen, etc.) entstehen. Mit dem neuen "C-Kettensystem" dagegen lasse sich nicht nur um ein Vielfaches effizienter arbeiten, so Hersteller igus, sondern auch Platz und Energie sparen und so der "Trend hin zu schlankeren Maschinen unterstützen."
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Datum: 22.06.2010 - 12:47 Uhr
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