Das aktuelle HUK-E-Barometer 4. Quartal 2024
ID: 2147135

(ots) - Rund 70 Prozent haben noch nie ein E-Auto gefahren - Wechsel vom Verbrenner- zum Elektroantrieb waren 2024 so selten wie zuletzt vor drei Jahren - Nach eigener Fahrerfahrung steigt aber die Umstiegsbereitschaft stark an - Wegweisende Ergebnisse durch das neue HUK-E-Barometer
- 2024 stiegen in nicht einmal 4 von 100 Fällen private Fahrzeughalter vom Verbrenner- auf einen Elektroantrieb um
- Besonders geringe Fahrerfahrung mit E-Autos haben Ältere, Wenig-Fahrer und Frauen
- In Stuttgart ist die Verbreitung von E-Autos unter den 20 größten Städten Deutschlands am höchsten, in Leipzig am niedrigsten
Im vergangenen Jahr sind private Halter bei Fahrzeugwechseln so selten von Verbrennungs- auf reine Elektromotoren umgestiegen wie zuletzt vor drei Jahren. Dies ergibt das neu entwickelte HUK-E-Barometer. Für 2024 zeigt es in nicht einmal vier von 100 Wechselfällen einen Umstieg. Das vierte Quartal 2024 erreichte bei Umstiegen sogar den schlechtesten Jahresend-Quartalswert seit 2020. Denn hier gab es ansonsten immer eine Jahresschlussrallye. Das Verhalten und die Einstellung der Bundesbürger zu E-Autos hängen aber stark davon ab, ob eigene Fahrerfahrungen hiermit vorliegen. So saß bislang noch nicht einmal jeder dritte Deutsche, der den Besitz eines Führerscheins angibt, jemals schon am Steuer eines E-Autos (30 %). Demzufolge werden Elektroautos in Deutschland insgesamt aktuell auch nur zu 45 Prozent als "gut" oder "sehr gut" eingeschätzt. Diejenigen aber, die bereits ein E-Auto selbst gefahren haben (ohne es zu besitzen), finden E-Autos zu 53 Prozent "gut" oder "sehr gut" und wer selbst eines schon besitzt, hat diese Meinung sogar zu 82 Prozent.
"Der Schlüssel zur Akzeptanz und Verbreitung von Elektroautos in Deutschland hängt ganz offenbar von der persönlichen Erfahrung ab", erklärt Dr. Jörg Rheinländer, Vorstandsmitglied der HUK-COBURG. "Die aktuellen Ergebnisse des HUK-E-Barometers zeigen, dass Fahrer, die E-Autos kennen, diese Autos viel positiver sehen, gerade wenn es um Kriterien wie Komfort, Leistungsfähigkeit oder Verlässlichkeit geht."
Am wenigsten Erfahrung mit Elektroautos bei Älteren, Wenig-Fahrern und Frauen
Deutlich unterrepräsentiert bei der Fahrerfahrung mit reinen Elektroautos zeigen sich Frauen gegenüber Männern (21 % zu 33 % bei Männern), Personen ab 55 Jahren (19 % zu 33 % der Jüngeren) und Viel- gegenüber Wenig-Fahrern. So haben unter denen, die im Jahr maximal 5000 Kilometer fahren, nur 18 Prozent selbst schon ein E-Auto gesteuert. Mehr als doppelt so viele sind es hingegen unter denjenigen, die jährlich mehr als 20.000 Kilometer zurücklegen (43 %). Ein etwas überraschendes Ergebnis, da E-Autos insbesondere auf Kurzstrecken etwa innerhalb der Stadt sich als vorteilhaft präsentieren.
Zuwachs des Bestands an E-Autos in privater Hand fällt auf Vier-Jahres-Tief
Der Anteil privat gehaltener reiner E-Autos betrug laut HUK-E-Barometer Ende 2024 bundesweit nur 3,0 Prozent.Für die Zunahme dieser Quote wird auch ein Dynamik-Faktor ermittelt. Das ernüchternde Ergebnis: Die Dynamik der Zunahme des E-Auto-Anteils war 2024 so schwach ausgeprägt wie zuletzt Anfang 2020 - also vor vier Jahren, als der Markt der Elektroautos sich gerade erst zu entwickeln begann und die Messreihe des HUK-E-Barometers startet.
Stuttgart beim Bestand vorn, Frankfurt aber bei den Umsteigern gleichauf
Regional gibt es deutliche Unterschiede bei der Entwicklung der Elektromobilität. So hat Stuttgart unter den 20 größten deutschen Städten mit 3,9 Prozent den mit Abstand höchsten Anteil an reinen Elektroautos in privatem Besitz. Dahinter folgen Münster, München und Bielefeld mit jeweils 2,9 Prozent. Am Ende der Skala stehen Bremen und Dresden (je 1,7 %) sowie Leipzig (1,6 %).
Bestand an privat gehaltenen E-Autos in den 20 größten deutschen Städten zum 31.12.2024 (bei der HUK-COBURG versicherte Fahrzeuge in Prozent)
Stuttgart ............................ 3,9%
Münster .............................. 2,9%
München ............................. 2,9%
Bielefeld ............................ 2,9%
Düsseldorf ........................... 2,8%
Dortmund ............................. 2,6%
Essen ................................ 2,6%
Hamburg .............................. 2,6%
Bochum ............................... 2,5%
Hannover ............................. 2,5%
Wuppertal ............................ 2,5%
Berlin ............................... 2,4%
Bonn ................................. 2,3%
Frankfurt am Main .................... 2,2%
Nürnberg ............................. 2,2%
Köln ................................. 2,2%
Duisburg ............................. 2,1%
Bremen ............................... 1,7%
Dresden .............................. 1,7%
Leipzig .............................. 1,6%
Betrachtet man die Häufigkeit der Fälle, in denen 2024 bei einem Fahrzeugwechsel der private Halter von einem Verbrenner- zu einem reinen Elektromotor wechselte, ergibt sich aber eine andere Rangfolge. Bei dieser Betrachtung muss sich Stuttgart den ersten Rang mit Frankfurt am Main teilen (jeweils 4,0 %). Knapp dahinter folgen Münster (3,9 %) und Düsseldorf (3,6 %). Leipzig, Bremen und Dresden bilden auch hier die Schlusslichter.
Umstiege von Autos mit Verbrennungsmotoren - zu reinen E-Autos in den 20 größten Städten 2024 (in Prozent der Fahrzeugwechsel im HUK-COBURG-Bestand)
Frankfurt am Main .............. 4,0%
Stuttgart ...................... 4,0%
Münster ........................ 3,9%
Düsseldorf ......................3,6%
Berlin ..........................3,6%
Essen ...........................3,6%
Dortmund ........................3,5%
München ........................ 3,4%
Hamburg ........................ 3,4%
Köln ........................... 3,3%
Bochum ......................... 3,2%
Bonn ........................... 3,2%
Hannover ....................... 3,1%
Wuppertal ...................... 3,0%
Nürnberg ....................... 2,8%
Duisburg ....................... 2,8%
Bielefeld ...................... 2,6%
Leipzig ........................ 2,5%
Bremen ......................... 2,5%
Dresden ........................ 2,3%
Zum Teil deutlich ausgeprägter war 2024 der Wechsel zu elektrischen Fahrzeugen in ausgewählten Landkreisen. Hier fällt etwa der Kreis Starnberg mit einer Umstiegsquote von 8,0 Prozent ins Auge. Eine Erklärung kann in den wesentlich mehr vorhandenen Einfamilienhäusern mit eigenen Ladesäulen in den Landkreisen als in den Großstädten liegen.
Weiteres Zahlenmaterial zum aktuellen HUK-E-Barometer unter
https://www.huk.de/e-barometer
Zur Pressemeldung auf huk.de: https://www.huk.de/presse/nachrichten/aktuelles/ebarometer.html
Das HUK-E-Barometer 2024 basiert auf exklusiven Versicherungszahlen der HUK-COBURG und einer Online-Umfrage. Als größter deutscher Autoversicherer mit insgesamt etwa 13,9 Millionen Fahrzeugen und einem Marktanteil von fast einem Viertel an privat zugelassenen Kraftfahrzeugen bietet die HUK-COBURG valide Daten für die Analyse der Verbreitung und Akzeptanz verschiedener Antriebsarten und entsprechender Fahrzeugwechsel.
Die zusätzlich erhobene repräsentative Umfrage wird bundesweit durchgeführt in Zusammenarbeit mit dem Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov Deutschland. Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage im YouGov Panel, an der 4131 Personen zwischen dem 15.11. und 29.11.2024 teilnahmen. Die Daten wurden mit den Quotenmerkmalen Alter und Geschlecht innerhalb der einzelnen Bundesländer erhoben. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die Bevölkerung in jedem einzelnen Bundesland ab 16 Jahren nach Alter und Geschlecht sowie für die Bevölkerung in Deutschland gesamt ab 16 Jahren nach Alter, Geschlecht und Region.
Weitere Informationen und Kontakt:
Karin Benning Telefon: 09561-9622604
Eva-Maria Sahm Telefon: 09561-9622605
Email: presse@huk-coburg.de
Original-Content von: HUK-COBURG, übermittelt durch news aktuellWeitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 21.01.2025 - 11:55 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2147135
Anzahl Zeichen: 8817
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
Coburg
Kategorie:
Auto & Verkehr
Diese Pressemitteilung wurde bisher 192 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Das aktuelle HUK-E-Barometer 4. Quartal 2024"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
HUK-COBURG (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die HUK-COBURG erweitert Leistungsumfang bei der Wohngebäudeversicherung - Neu: Fest installierte Grills, Gartenkamine oder Außenküchen sowie Boden-Photovoltaikanlagen Die Wohngebäudeversicherung schützt vor finanziellen Folgen, die ein Schaden am Haus oder fest verbauten Gebäudebestandt
Beratung zur Wunschzeit: Die HUK macht´s möglich / HUK-COBURG setzt auf flexible Öffnungszeiten - mehr Zeit für individuelle Beratung ...
Ab dem 1. Mai 2026 gelten in 38 Geschäftsstellen der HUK-COBURG flexible Öffnungszeiten. Im Mittelpunkt steht die persönliche Beratung: Kundinnen und Kunden erhalten leichter individuell vereinbarte Termine - auch außerhalb klassischer "Schalterzeiten". So bleibt mehr Zeit für ausfüh
HUK-Mobilitätsstudie 2026 ...
Rote Karte für die Bahn, Stillstand beim ÖPNV und Ermüdung bei der Fahrrad-Begeisterung - Auch die Jugend setzt bei der Mobilität der Zukunft vor allem auf das Auto - Mehr als jeder dritte Bundesbürger (35 %) versucht inzwischen "Bahnfahrten wenn irgend möglich zu vermeiden" -
Weitere Mitteilungen von HUK-COBURG
Volles Haus beim ADAC Ravenol 24h-Rennen Nürburgring ...
Das 24h-Rennen auf dem Nürburgring ist Volksfest und Motorsportfestival zugleich. Bereits seit Anfang der Woche campieren an der Nordschleife Zehntausende von Fans und durch die Teilnahme des vierfachen Formel-1-Weltmeisters Max Verstappen sind sämtliche Tickets für den Langstreckenklassiker ausv
Kraftstoffpreise sinken - Tankrabatt kommt großteils bei Autofahrern an / ADAC Wochenvergleich: Super E10 um 5,2 Cent günstiger, Diesel um 11,2 Cent ...
Die Kraftstoffpreise sind im Vergleich zur Vorwoche erneut kräftig gefallen. Wie die aktuelle ADAC Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland zeigt, kostet ein Liter Super E10 im Wochenvergleich 5,2 Cent weniger, ein Liter Diesel sogar 11,2 Cent. Beide Kraftstoffsorten liegen damit unter der Ma
Fördermittel-Update Mai 2026 ...
Das aktuelle ZVO-Fördermittelupdate gibt wieder einen Überblick über attraktive Programme für die Branche. Besonders interessant: „Sachsen-Anhalt INVESTIERT“ mit einem Zuschuss von 35 Prozent für Investitionen in neue Anlagen und Maschinen. Achtung: Die Einreichungsfrist endet bereits am 15
Digitaler Staat: Digitalministerkonferenz in Hamburg macht Verwaltung bürgerfreundlicher und moderner ...
Die 5. Digitalministerkonferenz (DMK) hat heute unter dem Vorsitz Hamburgs wichtige Weichen für die digitale Zukunft Deutschlands gestellt. Im Mittelpunkt stand die Umsetzung der föderalen Modernisierungsagenda - dem gemeinsamen Plan von Bund und Ländern, um Verwaltung und Staat fit für das digi
Vom Sammlerobjekt zum Kunstwerk: Topps inszeniert Sammelkartenkultur in der Chrome Gallery ...
Zum Launch der neuen Topps Chrome UEFA Club Competitions 2025-26 macht Topps die Faszination moderner Sammelkarten in London erlebbar - mit Kunstinstallationen, seltenen Karten und prominenten Gästen wie Robert Pires und Myles Lewis-Skelly. Als deutschen Beitrag steuert Sammler und Marker-Künstler
Vom "Schnapsidee"-Traum zum Nürburgring-Abenteuer: Der letzte Start von Santé Royale Racing ...
TIME TO SAY GOODBYE - Stefan Kiefer fährt gemeinsam mit seinen Söhnen am Wochenende zum letzten Mal beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring - Abschied vom legendären "Hingucker" Nach fünf Jahren auf den Rennstrecken Europas und der inzwischen vierten Teilnahme am 24-Stunden-Rennen auf
Die EXTREME DirectLock-Koffer von Wunderlich für den Original-BMW-Aluminiumkoffer-Träger ...
Die erfolgreichen Wunderlich DirectLock EXTREME-Koffer sind ab jetzt nicht mehr ausschließlich der BMW R 1300 GS Adventure vorbehalten! Sie punkten ab sofort auch bei der BMW R 1300 GS mit intuitivem Handling und vermitteln die ursolide, unerschütterliche Funktionssicherheit, auf die man sich auf
FEGA&Schmitt goes electric! ...
• FEGA & Schmitt startet drei E-LKW im Linienbetrieb • erste Praxisergebnisse bestätigen Reichweitenplanung • Ladeinfrastruktur zentral in Heilsbronn gebündelt • schrittweiser Ausbau der E-Flotte des Ansbacher Elektrogroßhandels aus der Würth-Gruppe geplant Nach umfangreichen Test
Alice Weidel: 225.000 Auto-Jobs bedroht - Merz-Regierung zementiert Deutschlands Deindustrialisierung ...
Die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller, warnt jetzt vor dem Verlust von bis zu 225.000 Arbeitsplätzen in der deutschen Automobilindustrie in den kommenden Jahren. Als Ursachen nennt sie explodierende Energiekosten, überhöhte Abgaben, Bürokratielasten und di
Ford-Kuga-Rückruf weitet sich aus: Jetzt sind auch neue Fahrzeuge von Brandgefahr betroffen / Hochvoltbatterien entwickeln sich zum Branchenproblem ...
Der Rückruf des Ford Kuga Plug-in-Hybrid wegen Brandgefahr durch die Hochvoltbatterie weitet sich deutlich aus. Nach der aktualisierten Meldung SR/00933/26 auf der EU-Plattform Safety Gate (https://ec.europa.eu/safety-gate-alerts/screen/webReport/alertDetail/10098374?lang=de), die am 12. Mai 2026 a




