WDR-Intendantin Katrin Vernau will Auseinandersetzung mit der AfD -"Sie muss zunächst so behandelt werden wie andere Parteien"
ID: 2148102

(ots) - Für die neue WDR-Intendantin Katrin Vernau ist es im journalistischen Umgang mit populistischen Parteien nicht der richtige Weg, diese zu ignorieren. "Die Populisten werden ja auch deshalb so stark, weil sie es schaffen, über Social Media ihr Publikum zu finden - und zwar unwidersprochen", sagte die Nachfolgerin von Tom Buhrow dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstagausgabe). Der öffentlich-rechtliche Rundfunk müsse sich mit der AfD auseinandersetzen: "Sie ist nicht verboten, sie ist Teil des Parteienspektrums, sie steht zur Wahl, und deswegen musss sie zunächst auch so behandelt werden wie andere Parteien." Man müsse jedoch einschreiten, wenn der Boden des Grundgesetzes verlassen werde, so Vernau. Sie sprach sich dafür aus, dass die Öffentlich-Rechtlichen weiterhin auf den von großen amerikanischen Konzernen beherrschten Social-Media-Plattformen bleiben: "Wir können nur dann eine Relevanz entfalten, wenn wir das Publikum erreichen. Mein Wunsch ist, dass alle Menschen am liebsten unsere Audiothek, Mediathek oder unsere linearen Angebote nutzen. Wir müssen aber die Realität zur Kenntnis nehmen: Solange wir viele Menschen nur über Social Media erreichen, müssen wir auch dort präsent sein."
Die 51-Jährige verteidigte die Verfassungsbeschwerde der Öffentlich-Rechtlichen in der Debatte über die Höhe des Rundfunkbeitrags. "Es ist richtig zu klagen. Es geht nicht anders. Wir halten uns an das Gesetz", sagte Vernau. Jetzt sei die Politik am Zug: "Sie hält sich nicht an dieses Verfahren und verweigert eine Beitragsanpassung." Natürlich könne die Politik die Anzahl der Radiowellen oder Spartenkanäle begrenzen oder auch reduzieren. " Aber es ist nicht der große Wurf in der Frage, wie man den Beitrag stabil halten kann." Effizienzen könnten die Öffentlich-Rechtlichen immer heben, "aber einen teilweisen Preisausgleich brauchen wir, ansonsten müssen wir schrumpfen." Die Debatte über den Rundfunkbeitrag müsse man aushalten: "Wenn die Mehrheit der Bevölkerung irgendwann mal der Auffassung sein sollte, dass man uns nicht mehr braucht, dann müsste die Politik damit umgehen. Aber ich halte das für falsch und werde bis zu meinem letzten "Blutstropfen" für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk kämpfen, weil ich ihn für sehr wertvoll für unsere Gesellschaft und für unsere Demokratie im Besonderen halte."
Pressekontakt:
Kölner Stadt-Anzeiger
Newsdesk
Telefon: 0221 224 2080
Original-Content von: Kölner Stadt-Anzeiger, übermittelt durch news aktuellWeitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 24.01.2025 - 19:33 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2148102
Anzahl Zeichen: 2595
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: ots
Stadt:
Köln
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 704 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"WDR-Intendantin Katrin Vernau will Auseinandersetzung mit der AfD -"Sie muss zunächst so behandelt werden wie andere Parteien""
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Kölner Stadt-Anzeiger (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Grünen in NRW wollen die finanzielle Situation von berufstätigen Eltern nach der Geburt mit einer "Familienstartzeit" verbessern. "Die Familienstartzeit ermöglicht Eltern den gemeinsamen Start ins Familienleben bei voller Lohnfortzahlung", sagte Tim Achtermeyer, Co-Vorsitz
Ex-SPD-Chef Schulz: Erfolge der Nationalmannschaft können Stimmung im Land verbessern - Kritik an Infantino: Fifa steht nicht auf der Seite des Sports ...
Köln. Der frühere SPD-Vorsitzende Martin Schulz glaubt, dass Erfolge der Nationalmannschaft bei der Fußballweltmeisterschaft die Stimmung in Deutschland verbessern kann. "Wenn dieser Mannschaft gelingt, individuelle Stärken zu einem harmonischen Ganzen zusammenzufügen, wird etwas sichtbar,
Ex-SPD-Chef Schulz: Erfolge der Nationalmannschaft können Stimmung im Land verbessern - Kritik an Infantino: Fifa steht nicht auf der Seite des Sports ...
Köln. Der frühere SPD-Vorsitzende Martin Schulz glaubt, dass Erfolge der Nationalmannschaft bei der Fußballweltmeisterschaft die Stimmung in Deutschland verbessern kann. "Wenn dieser Mannschaft gelingt, individuelle Stärken zu einem harmonischen Ganzen zusammenzufügen, wird etwas sichtbar,
Weitere Mitteilungen von Kölner Stadt-Anzeiger
Aschaffenburg - Nicht alles, was Merz fordert, ist auch sinnvoll ...
Der Zustrom an illegalen Migranten ist deutlich zurückgegangen. (...) Es ist hauptsächlich nicht die deutsche, sondern die europäische Politik, die hier wirkt. (...) All diese Fortschritte setzt allerdings Friedrich Merz aufs Spiel, wenn er jetzt ankündigt, als erste Amtshandlung als möglicher
Sprüche genug, es fehlt der Vollzug ...
Gefühlswallungen sind noch keine politische Antwort. Die liegt auch nicht in markigen Sprüchen oder geltendes Recht ignorierenden Abschiebefantasien. So dringend es geboten ist, Zuwanderung neu zu regeln und konsequent zu begrenzen - im Sinn der inneren Sicherheit geht es vielmehr darum, die Gefah
"nd.DieWoche": Schrecken als Politik - Kommentar zu Israels Offensive im Westjordanland ...
Auf die erfreuliche Nachricht folgte sofort die nächste Eskalation: Wenige Stunden nachdem der Dokumentarfilm "No Other Land" des palästinensisch-israelischen Teams um Basel Adra und Yuval Abraham für den Oscar nominiert wurde, überfiel die israelische Armee die Ortschaft, aus der Film
Die Basis der Zivilisation ...
Nie wieder Auschwitz! 80 Jahre nach der Befreiung der Überlebenden aus dem Vernichtungslager wird die Mahnung wieder besonders oft und eindringlich ausgesprochen, zu Recht. Denn diese Grundlage der Zivilisation ist bedroht. Das weltweite Vordringen von Nationalismus, autoritärer Führung, Antisemi




