bAV als Wettbewerbsvorteil? Experte verrät, wo der Mittelstand im neuen Jahr nachrüsten sollte
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(ots) - Viele mittelständische Unternehmen stehen vor einer Herausforderung: Der Fachkräftemangel spitzt sich zu, die Anforderungen an Arbeitgeber steigen. Hinzu kommt der bevorstehende Jahreswechsel – und mit ihm der Startschuss für zahlreiche Arbeitnehmer, den Jobmarkt genauer unter die Lupe zu nehmen. Viele sind offen für Wechselmöglichkeiten, die mehr Sicherheit und bessere Zusatzleistungen bieten.
Leider wird die betriebliche Altersvorsorge (bAV) von vielen Betrieben noch immer stiefmütterlich behandelt. Dabei wird die bAV zunehmend als entscheidender Faktor wahrgenommen – und kann zum Wettbewerbsvorteil werden, wenn sie richtig eingesetzt wird. So können nicht nur neue Mitarbeiter gewonnen, sondern auch langfristig gebunden werden. Wo der Mittelstand 2025 dringend nachrüsten sollte, verrät Ihnen dieser Beitrag.
Betriebsrente: Effektiver als eine Gehaltserhöhung
Eine Gehaltserhöhung bringt in der Regel nur einen begrenzten finanziellen Nutzen, da ein erheblicher Teil des zusätzlichen Einkommens durch Steuern und Sozialabgaben verloren geht. Die Betriebsrente hingegen punktet mit steuer- und sozialabgabenfreien Beiträgen. Jeder investierte Euro fließt vollständig in die Altersvorsorge, wodurch eine spürbar höhere Rendite erzielt werden kann.
Zusätzlich signalisiert die Einführung einer Betriebsrente die langfristige Wertschätzung der Mitarbeiter durch den Betrieb. Diese Wertschätzung steigert die Zufriedenheit, reduziert die Fluktuation und fördert ein stabiles, positives Arbeitsklima. Somit bietet die Betriebsrente eine wirksame Alternative zur reinen Lohnerhöhung.
Vorteile für Arbeitnehmer und Arbeitgeber
Für Arbeitnehmer stellt die Betriebsrente eine Möglichkeit dar, die eigene Altersvorsorge gezielt zu stärken. Da die Beiträge direkt vom Bruttogehalt abgezogen werden, profitieren sie von Steuer- und Sozialversicherungsfreibeträgen, wenn der Höchstsatz von aktuell rund 300 Euro pro Monat nicht überschritten wird. So lassen sich mithilfe der vorgeschriebenen Arbeitgeberzuschüsse und einem Nettoverzicht von beispielsweise 100 Euro monatlich rund 400 Euro in die Altersvorsorge investieren. Diese finanzielle Unterstützung kann dazu beitragen, früher in den Ruhestand gehen zu können oder die Rentenhöhe signifikant zu steigern.
Für Arbeitgeber bietet die Betriebsrente gleich mehrere strategische Vorteile. Sie unterstreicht die Fürsorge des Unternehmens für seine Belegschaft, was die Mitarbeiterbindung stärkt und die Attraktivität des Betriebs auf dem Fachkräftemarkt erhöht. Eine gut implementierte bAV kann die Fluktuation erheblich verringern und Fehlzeiten um bis zu 23 Prozent reduzieren. Zudem verschafft die Betriebsrente einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil im Kampf um qualifizierte Fachkräfte.
Die Rolle der Arbeitgeberzuschüsse
Seit 2019 sind Arbeitgeber verpflichtet, bei Entgeltumwandlungen mindestens 15 Prozent der eingesparten Sozialversicherungsbeiträge als Zuschuss zur bAV beizusteuern. Viele Betriebe gehen über diese Mindestvorgabe hinaus und beteiligen sich mit höheren Beiträgen oder übernehmen diese komplett – bis zu 8 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze, was derzeit 604 Euro monatlich entspricht. Für die Mitarbeiter bedeutet dies eine erhebliche Unterstützung bei der Altersvorsorge, was wiederum das Engagement sowie die Loyalität gegenüber dem Unternehmen fördert.
Flexibilität und Vielfalt in der Umsetzung
Die bAV punktet nicht nur mit finanziellen Vorteilen, sondern auch mit großer Flexibilität. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können ihre Beiträge individuell gestalten und beispielsweise in renditestarke ETFs investieren, die eine breite Diversifikation und niedrige Verwaltungskosten bieten. Alternativ können Direktversicherungen genutzt werden, die eine einfache Handhabung garantieren: Beiträge werden direkt vom Gehalt abgezogen und in sichere Anlagen investiert. Der Verwaltungsaufwand bleibt dabei gering, weil die Abwicklung über den Arbeitgeber erfolgt, der zunehmend auf digitale Lösungen zurückgreift.
Erfolgreiche Implementierung der Betriebsrente
Die Einführung einer bAV erfordert eine durchdachte Planung und die Zusammenarbeit mit erfahrenen Experten. Diese stehen nicht nur bei der organisatorischen Umsetzung zur Seite, sondern klären auch die Belegschaft umfassend über die Vorteile und Gestaltungsmöglichkeiten auf. Ein bewährter Einstieg sind Informationsveranstaltungen, gefolgt von individuellen Beratungsgesprächen, die eine Analyse der persönlichen Vorsorgesituation erlauben.
Die Erfassung der Teilnehmerdaten kann digital erfolgen und auf diese Weise den Verwaltungsaufwand deutlich minimieren. Auch nach der Einführung bleibt die kontinuierliche Betreuung durch Fachleute vorteilhaft, damit die bAV zügig an gesetzliche Änderungen angepasst wird und sichergestellt ist, dass sie langfristig den Bedürfnissen des Betriebs und der Belegschaft entspricht.
Über Wladimir Simonov:
Wladimir Simonov ist Geschäftsführer der DMV Deutsche Mittelstandsversorgung GmbH und spezialisiert darauf, die Arbeitgeberattraktivität durch die Betriebsrente zu steigern. Mithilfe der echten Betriebsrente sorgt er für eine Positivspirale aus weniger Kündigungen, mehr qualifizierten Bewerbern, höherer Produktivität und höherer Zufriedenheit der Mitarbeiter am Arbeitsplatz und damit für mehr Gewinn für mittelständische Unternehmen. Mehr Informationen unter: https://betriebsrente.de/
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Datum: 05.02.2025 - 08:50 Uhr
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