Bundestagswahl "Das muss die Legislatur für Pflege und Soziales werden." / Dialogveranstaltung zeigt drängenden Handlungsbedarf in der Pflege und Eingliederungshilfe
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(ots) - Pflegeeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen müssen Tag für Tag hilfesuchenden Familien absagen, weil Personal fehlt. Pflegende Angehörige geraten dadurch massiv unter Druck und müssen vielfach ihre eigene Berufstätigkeit aufgeben. Diese Situation stand im Zentrum einer Dialogveranstaltung im Vorfeld der Bundestagswahl, zu der der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) aufgerufen hatte. In Düsseldorf nutzten pflegende Angehörige, Vertreterinnen und Vertreter von Trägern der Pflege und Eingliederungshilfe sowie weiteren Institutionen die Möglichkeit, im direkten Austausch mit Bundestagskandidatinnen und -kandidaten und Landespolitikerinnen und -politikern die notwendigen pflege- und sozialpolitischen Maßnahmen nach der Bundestagswahl zu diskutieren.
"Das muss die Legislaturperiode für Pflege und Soziales werden", sagte der nordrhein-westfälische bpa-Landesvorsitzende Bernhard Rappenhöner. "Die Politik darf nicht weiter zulassen, dass Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderung unversorgt bleiben, weil Bürokratie und Regularien die Einrichtungen hemmen."
Er forderte ein Sofortprogramm, an dem sich die Bundesregierung ebenso beteiligt wie das Land NRW. "Die schnellen Lösungen liegen längst auf dem Tisch: Wir brauchen einen sofortigen Einsatz internationaler Kräfte durch die Kompetenzvermutung, eine Überprüfung der Ausbildungsstrukturen und eine Flexibilisierung des Personaleinsatzes. Damit könnten allein in NRW sofort tausende Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderung zusätzlich versorgt werden.
Die Möglichkeit des direkten Austauschs und damit auch den unbeschönigten Einblick in den Alltag pflegender Angehöriger, ihre Herausforderungen und Bedarfe nahmen Anas Al-Qura'an (Bündnis 90/ Die Grünen), Christian Berger (CDU), Adis Selimi und Thorsten Klute (beide SPD) wahr.
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Datum: 06.02.2025 - 14:29 Uhr
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