Eskalation im Kongo: SOS-Kinderdorf muss evakuiert werden

Eskalation im Kongo: SOS-Kinderdorf muss evakuiert werden

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(ots) - Aufgrund des eskalierenden Krieges musste das SOS-Kinderdorf Bukavu im Kongo evakuiert werden. Nach Angaben der Hilfsorganisation wurden etwa 30 Kinder sowie Betreuende ins Nachbarland Ruanda gebracht. Es geht ihnen den Umständen entsprechend gut.

Ein zweites SOS-Kinderdorf in Uvira ist bislang noch nicht betroffen, die Sorge sei aber groß, dass es ebenfalls in Gefahr gerate. "Die Situation ist unberechenbar", sagt Robert Batumali Safari, Mitglied des Leitungsteams der SOS-Kinderdörfer im Kongo.

Der neu entflammte Krieg im Kongo setzt die Kinder des Landes nach Angaben der SOS-Kinderdörfer extremer Gewalt aus und verletzt ihre Rechte massiv. Allein in den letzten drei Monaten seien 648.000 Menschen vertrieben worden, darunter 282.000 Kinder. "Viele von ihnen ziehen von einem Ort zum nächsten, um ihr Leben zu retten", sagt Robert Batumali Safari, Mitglied des Leitungsteams der SOS-Kinderdörfer im Kongo. Kinder und Familien versuchen in Lagern oder auch in Schulen unterzukommen, was immer schwieriger werde. Viele Lager seien überfüllt. Mancherorts haben die Menschen keinerlei Möglichkeiten, die Konfliktregionen zu verlassen, da Zufahrtswege versperrt sind. Auch die humanitäre Hilfe sei deshalb stark eingeschränkt.

In dem seit Jahrzehnten andauernden Konflikt kämpft die Regierung des Kongos gegen unterschiedliche Rebellentruppen, darunter die "M23", die vom Nachbarland Ruanda unterstützt wird. Bereits vor der aktuellen Eskalation waren 5, 6 Millionen Menschen auf der Flucht und 21 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen - eine der höchsten Zahlen weltweit.

"Unsere Befürchtung ist, dass sich die Kämpfe zu einem regionalen Krieg ausweiten"

Viele Kinder hätten in den Kriegswirren oder auf der Flucht ihre Eltern verloren oder ihre Eltern sind getötet worden. Ihre Situation sei besonders dramatisch. "Viele leben auf der Straße, leiden unter Hunger und Krankheiten und sind Übergriffen, sexueller Gewalt und der Rekrutierung durch Banden schutzlos ausgeliefert", sagt Safari.



Er ist in großer Sorge, dass die Kämpfe weiter eskalieren. Safari sagt: "Unsere Befürchtung ist, dass sie die Landesgrenze überschreiten und sich zu einem regionalen Krieg ausweiten." Die SOS-Kinderdörfer unterstützen Kinder und Familien im Kongo seit Jahrzehnten.

Safari fordert die internationale Staatengemeinschaft auf, sich für diplomatische Verhandlungen einzusetzen und mit Nachdruck auf eine friedliche Konfliktlösung hinzuwirken.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Boris Breyer
Pressesprecher SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 0160 - 984 723 45
E-Mail: boris.breyer@sos-kd.org
www.sos-kinderdoerfer.de


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Datum: 11.02.2025 - 04:30 Uhr
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