Modellversuch Dortustraße: Wirtschaftliche Interessen stärker berücksichtigen
Kammern und Verbände ziehen nach zehn Monaten kritische Bilanz
Einzelne positive Tendenzen – kein nachhaltiger Effekt
Zwar konnten in den Sommermonaten punktuell tourismusbedingte Aufwärtstendenzen beobachtet werden, diese Entwicklung setzte sich jedoch nicht dauerhaft fort. Besonders die Befragungsergebnisse zur Winter- und Weihnachtszeit zeigen, dass das Modellvorhaben bislang keinen langfristigen Nutzen für die Gewerbetreibenden gebracht hat. So beklagen in der jüngsten Januar-Umfrage nahezu zwei Drittel eine Verschlechterung der Umsätze und der Kundenfrequenz seit Beginn des Modellversuches.
Auch die Qualität der Maßnahmen zur Steigerung der Aufenthaltsqualität wird von den Befragten überwiegend negativ bewertet. Obwohl die Verkehrsberuhigung ursprünglich für eine ansprechendere Gestaltung der Dortustraße sorgen sollte, trüben verschiedene Missstände den Gesamteindruck. Dazu zählen, dass die Begrünung der Straße seit Herbst ungepflegt wirkt und damit das Ziel einer attraktiven Gestaltung verfehlt. Das Gesamtbild der Maßnahmen bleibt aus Sicht der Betroffenen provisorisch und wenig überzeugend.
Hinzukommt, dass die Gewerbetreibenden sich nicht ausreichend informiert fühlen und fehlende Absprachen bei konkreten Problemstellungen anführen. Zwar finden regelmäßige Austauschrunden mit der Stadtverwaltung statt, jedoch resultieren aus den Gesprächen keine Lösungsansätze.
Austausch gefordert – konkrete Anpassungen notwendig
Die Kammern und Verbände begrüßen den Dialog mit der Stadtverwaltung ausdrücklich, betonen jedoch, dass die bisher diskutierten Anregungen der Gewerbetreibenden nicht umgesetzt wurden. „Ein ernsthafter Dialog über sinnvolle Alternativen ist dringend notwendig“, fordert Ralph Bührig, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Potsdam. „Es braucht ein umfassendes Konzept, das die Bedürfnisse der Gewerbetreibenden aktiv berücksichtigt und praktikable Lösungen für die bestehenden Probleme schafft. Die weiteren Umsetzungen des Gesamtkonzepts müssen mit größerem Augenmaß und besserer Einbindung der betroffenen Unternehmen diskutiert werden.“
Kein spürbarer wirtschaftlicher Mehrwert
„Der Modellversuch hat aus Sicht der Gewerbetreibenden nicht zu einer Verbesserung der wirtschaftlichen Situation geführt“, erklärt Olaf Lücke, Hauptgeschäftsführer des DEHOGA Brandenburg. „Selbst Gastronomiebetriebe, die von Maßnahmen zur Aufenthaltsqualität grundsätzlich profitieren könnten, zeigen sich zunehmend unzufrieden“, so Lücke.
Gefahr für die gesamte Innenstadtentwicklung
In Kombination mit dem aktuellen negativen Konsumklima sowie dem noch jahrelangen Umbau der Brandenburger Straße, könnte sich die aktuelle Situation weiter verschärfen.
„Der Modellversuch ist in seiner derzeitigen Form auf einen Abschnitt der Dortustraße begrenzt. Sollte eine Umsetzung des Konzeptes „Straßenräume neu denken“ auf die gesamte Innenstadt übertragen werden, könnte dies für viele Gewerbetreibende existenzbedrohende Herausforderungen mit sich bringen“, warnt Wolfgang Kampmeier, stellv. Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg.
In einem gemeinsamen Brief an die an die Fraktionen der Potsdamer Stadtverordnetenversammlung hatten dieser Tage die IHK Potsdam, die HWK Potsdam, der DEHOGA Brandenburg sowie der Handelsverband Berlin-Brandenburg ihre Zwischenbilanz mitgeteilt.
Über die Handwerkskammer Potsdam
Die Handwerkskammer (HWK) Potsdam ist eine als Körperschaft des öffentlichen Rechts organisierte Selbstverwaltungseinrichtung für die Landkreise Havelland, Oberhavel, Ostprignitz-Ruppin, Potsdam-Mittelmark, Prignitz, Teltow-Fläming und die kreisfreien Städte Potsdam und Brandenburg an der Havel. Sie ist die Interessenvertretung von rund 17.390 Mitgliedsbetrieben und ihren mehr als 70.500 Beschäftigten in über 150 Gewerken.
Die HWK Potsdam setzt sich für die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen der Handwerksbranche ein, bündelt die Kräfte und Gemeinsamkeiten des Handwerks und bietet ihren Mitgliedsbetrieben zahlreiche Unterstützungen bei wirtschaftlichen und rechtlichen Fragen.
Zu den Mitgliedsunternehmen gehören Handwerksbetriebe aller Branchen; vor allem aus dem Bau- und Ausbaugewerbe, Elektro und Metall, Holz, Bekleidung und Textil, Gesundheit, Reinigung sowie Nahrungsmittel.
Die HWK Potsdam bietet in ihrem Zentrum für Gewerbeförderung in Götz umfangreiche Angebote für die Weiterbildung im westbrandenburgischen Handwerk und führt in den dortigen Lehrwerkstätten auch die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung durch. Sie ist zuständig für Gesellen-, Meister- und Fortbildungsprüfungen im Handwerk.
www.hwk-potsdam.de
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Über die Handwerkskammer Potsdam
Die Handwerkskammer (HWK) Potsdam ist eine als Körperschaft des öffentlichen Rechts organisierte Selbstverwaltungseinrichtung für die Landkreise Havelland, Oberhavel, Ostprignitz-Ruppin, Potsdam-Mittelmark, Prignitz, Teltow-Fläming und die kreisfreien Städte Potsdam und Brandenburg an der Havel. Sie ist die Interessenvertretung von rund 17.390 Mitgliedsbetrieben und ihren mehr als 70.500 Beschäftigten in über 150 Gewerken.
Die HWK Potsdam setzt sich für die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen der Handwerksbranche ein, bündelt die Kräfte und Gemeinsamkeiten des Handwerks und bietet ihren Mitgliedsbetrieben zahlreiche Unterstützungen bei wirtschaftlichen und rechtlichen Fragen.
Zu den Mitgliedsunternehmen gehören Handwerksbetriebe aller Branchen; vor allem aus dem Bau- und Ausbaugewerbe, Elektro und Metall, Holz, Bekleidung und Textil, Gesundheit, Reinigung sowie Nahrungsmittel.
Die HWK Potsdam bietet in ihrem Zentrum für Gewerbeförderung in Götz umfangreiche Angebote für die Weiterbildung im westbrandenburgischen Handwerk und führt in den dortigen Lehrwerkstätten auch die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung durch. Sie ist zuständig für Gesellen-, Meister- und Fortbildungsprüfungen im Handwerk.
www.hwk-potsdam.de
Datum: 11.02.2025 - 11:46 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 2151560
Anzahl Zeichen: 5670
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Ines Weitermann
Stadt:
Potsdam
Telefon: +49 (331) 3703-120
Kategorie:
Finanzwesen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 260 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Modellversuch Dortustraße: Wirtschaftliche Interessen stärker berücksichtigen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Handwerkskammer Potsdam (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Am 4. Juni 2026 wurde Robert Wüst, Präsident der Handwerkskammer Potsdam, mit dem Handwerkszeichen in Gold ausgezeichnet. Es ist die höchste Auszeichnung des deutschen Handwerks und wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich in herausragendem Maße um die wirtschaftliche Selbstverwaltung, das
Gemeinsam für die Zukunft des brandenburgischen Handwerks: Aktionsprogramm unterzeichnet ...
Mit der heutigen Unterzeichnung des Aktionsprogrammes 2026-2029 „Zukunft des Handwerks im Land Brandenburg“ setzen die Landesregierung, die brandenburgischen Handwerkskammern und der Deutsche Gewerkschaftsbund Berlin-Brandenburg ihre erfolgreiche Zusammenarbeit der vergangenen Jahre fort und bek
Fachkräfteintegration im Handwerk: Pilotprojekt FIT for Climates Businesses zeigt Chancen und macht bestehenden Handlungsbedarf deutlich ...
Zwei Fachkräfte aus Usbekistan arbeiten seit vier Monaten bei der HTB Haustechnik GmbH in Brandenburg an der Havel. Khurshidbek Tursunov (29) und Shobozjon Rabbonov (31) wurden über das bundesweite Pilotprojekt „Future International Talents (FIT) for German Climate Businesses" vermittelt, a
Weitere Mitteilungen von Handwerkskammer Potsdam
Dr. Reuter Investor Relations - Influencer-Marketing gewinnt stark an Bedeutung: PwC-Marktprognosen bis 2032 ...
Alphabet scheint den neuesten Trend im Tech-Sektor gesetzt zu haben. Mit dem Quantenprozessor „Willow“ ist die Google-Mutter offenbar zurück an der Spitze. Die wenigen börsennotierten Aktien aus dem Sektor hoben nach Bekanntgabe der Möglichkeiten mit „Willow“ ab. Mit ZenaTech bewegt sich
StorPool: Erster Anbieter von Software-definiertem Primärspeicher bietet Disaster Recovery Engine für KVM-basierte Clouds ...
StorPool Storage (http://www.storpool.com/), führender Anbieter von Softwarelösungen für die primäre Datenspeicherung der nächsten Generation, hat heute die erste Disaster Recovery Engine für KVM-basierte Cloud-Infrastrukturen vorgestellt, mit der IT-Dienstleister und Unternehmen virtuelle Mas
Golden Cariboo weist fast 350 Meter durchgängige Goldvererzung nach! ...
Die Erfolgsserie setzt sich fort! Golden Cariboo Resources (CSE GCC / WKN A402CQ) kann mit einer weiteren Bohrung, die Goldvererzung über mehrere Hundert Meter nachweist, die Halo-Entdeckung noch einmal ausweiten. Damit nähert sich die bekannte Mineralisierung der Halo-Zone weiter den Claims von N
DIAMIND CONNECT: DIE NEUE PLATTFORM DER ANTARES VISION GROUP REVOLUTIONIERT DIE RÜCKVERFOLGBARKEIT, DAS KUNDENENGAGEMENT UND DIE DIGITALISIERUNG DER LIEFERKETTE ...
Antares Vision Group, der italienische multinationale, führende Anbieter von Track & Trace-Systemen und Qualitätskontrolle, der die Sicherheit von Produkten und die Transparenz von Lieferketten durch integriertes Datenmanagement gewährleistet, kündigt DIAMIND Connect an, eine innovative Date




